Peter Jakober
Genre:
Instrument: Akkordeon, Klavier

Fotografin: Eva M. Silberschneider ©

Jakober Peter

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 fast 2018 11m
2 Gegengleich 2018 10m
3 Ungleich 2017 10m
4 Primen - für drei Chöre, zwöf SubdirigentInnen, Sprecher und vier Streicher 2017 40m
5 dringen 2017 10m
6 un Dialogue Serieux 2016 10m
7 flimmernd 2016 9m
8 tiefen 2016 8m
9 trope - Musik zur gleichnamigen Performance von Paul Wenninger 2016 20m
10 where we meet - Musik zur gleichnamigen Performance von Rotraud Kern 2016 55m
11 Substantie 2015 17m
12 avbryte 2015 14m
13 Paul 2015 10m
14 weitern 2015 15m
15 3. Klaviertrio 2015 10m
16 Klaviertrio 2014
17 Uncanny Valley - Musik zur gleichnamigen Performance von Paul Wenninger 2014 - 2015 1h
18 Ab 2013 10m
19 travel - für gemischten Chor 2013 7m
20 Dingen 2013 45m
21 Dort 2012 22m
22 in Stille 2011 15m
23 vom Kreis brechen 2011 9m
24 in/visibile 2011 15m
25 schemen 2011 15m
26 sehnen - Musik zur gleichnamigen Performance von Paul Wenninger 2011 60m
27 beneden 2010 13m
28 ins andere übertragen 2010 10m
29 1. Streichquartett 2010 10m
30 Puls 4 2010 20m
31 weit beisammen 2010 9m
32 Klaviertrio II "fuer zwei" 2009 8m
33 pulsen - eine Miniatur 2009 40s
34 verrohen 2009 5m
35 mehr, ein wenig 2008 9m
36 Hr. Schmatz sagt: "sprache ist die hoede schneite treber zeit gedacht im raum" 2008 4m
37 nach Aussen 2008 10m
38 Benedictus 2007 4m
39 Klaviertrio 2007 10m
40 triften 2007 10m
41 Trio - für Vierteltonakkordeon, Cello, Flöte und Zuspielung 2007 8m
42 Puls 3 - für Automatenklavier 2006 10m
43 für 5 MusikerInnen und Zuspiel - für Vierteltonakkordeon, Klavier, Perkussion, Violine, Cello und Zuspiel 2006 8m
44 Hintergrundstück 2006 8m
45 für 4 Hörner und Zuspielung 2006 8m
46 Puls 2 2005 10m
47 Ensemblestück April 2005 2005 8m
48 für acht MusikerInnen 2005 10m
49 Racaille - für 14 MusikerInnen 2005 6m
50 Puls 1 2004 10m
51 Abwartend 2004 8m
52 Frei - nach einem Text von Friedrich Dürrenmatt 2003 8m
53 Gegen - Teil - für kleines Ensemble 2003 7m
54 im Leerlauf - nach Texten von Franz Kafka, Jack Unterweger und Dostojevski 2003 25m
55 Kleider - nach einem Text von Franz Kafka 2002 7m
56 Atmung - für Mehrkanalzuspiel und Schlagzeuger 2001 ~ 11m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1977
Geburtsdatum:  13. Juni 1977
Geburtsort:  Kaindorf a.d. Sulm
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

1977 geboren und aufgewachsen in der Südsteiermark. Ab 1984 Musikunterricht an der Musikschule in Leibnitz, wo er auch das Realgymnasium besucht und 1995 maturiert. 1998 Wechsel von der Karl-Franzensuniversität an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Dort studiert er bis 2006 Komposition bei Georg Friedrich Haas und Gerd Kühr und schließt mit Auszeichnung ab. Interpretiert wurden seine Werke bis dato durch das ensemble recherche, das Aleph Gitarrenquartett, das Klangforum Wien, das Ensemble für Neue Musik, das Grazer Orgelpfeifenorchester, sowie MusikerInnen anderer Grazer und Wiener Ensembles. Aufführungen bei den Klangspuren in Schwaz, beim Avantgarde Festival in Schiphorst, dem Festival Sakra!, dem Musikprotokoll im steirischen herbst, den Paul Hofhaimer Musiktagen, wien modern u.a.
Gemeinsam mit Erich Ranegger 2003 Gründung der seither jährlich stattfindenden Veranstaltung "Hörfest", die insbesonders jungen KomponistInnen eine Plattform für Aufführungen bietet. Nach Auflandsaufenthalten in Rotterdam (NL) und Köln (D) lebt Peter Jakober in Wien.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1984 - 1992

Musikschule Leibnitz: Unterricht bei Walter Bigler

1992 - 1998

Musikschule Leibnitz: Unterricht bei Georg Stampfer

1995

Bundesrealgymnasium Leibnitz: Matura

1995 - 1998

Studium der technischen Mathematik, der Musikwissenschaft und der Philosophie

1998 - 2006

Komposition

1998 - 2006

Komposition

2005

Bakkalaureatsprüfung mit Auszeichnung

2006

Magisterprüfung Komposition - Musiktheater mit Auszeichnung

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2003 - 2006

Mitbegründung, Programmgestaltung und Organisation der jährlichen Veranstaltungsreihe im Forum Stadtpark

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
2005

Auftragskompostion für das Ensemble Recherche

2007

Auftragswerk für den Interpretenwettberb "Gradus ad Parnassum"

2007
2009

Auftrag des Thürmchen Ensembles

2010
2010
2010
2011
2011

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2006

Musikförderpreis der Stadt

2007

Staatsstipendium für Komposition

2007

Stipendium für einen viermonatigen Auslandsaufenthalt in Rotterdam

2008

Erster Preis im Rahmen des Automatenklavierwettbewerbs "Ghost Note Competition"

2010

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium

2011

Stipendium

2011

Composer in Residence

2012

Publicity Preis

Stilbeschreibung

Peter Jakobers Werke überzeugen durch facettenreche Schattierungen sowohl in der rhythmischen wie auch in der mikrotonalen Gestaltung. Der Komponist beschäftigt sich intensiv mit rhythmischen Überlagerungen und den daraus sich langsam ergebenden Verschiebungen. Das Pendant dazu bilden mikrotonale Verläufe, wenn sich repetierte Töne allmählich in ihrer Tonhöhe verändern oder wenn in Glissandi  eine kontinuierliche Tonhöhenveränderung stattfindet. Dem setzt der Komponist immer wieder plötzlich auftauchende einzelne Töne oder Akkorde kontrastierend entgegen. Aus diesen Elementen resultieren nach und nach dichte Gebilde, deren Komplexität durch die stetige Entwicklung gleichzeitig nachvollziehbar und spannend bleibt.

Pressestimmen

2010

zu "Puls 4":
Jakobers faszinierende Musik erschien ihrerseits in sich geschlossen wie eine Skulptur und das, obwohl sie sich aus den Einzeltönen der Bläser der Kunstuniversität Graz zu einer Komplexität und Intensität aufschwang, die die Akustik des Innenhofs stellenweise überforderte ... 

Kleine Zeitung 

zu "weit beisammen":
Es bilden sich schwebende mikrotonale Klangräume von großem Zauber und voller Uneindeutigkeiten. Die Arbeit mit mehreren Tempi beschäftigt Peter Jakober schon seit langem, mit lebendigen, spannenden und unvorhergesehenen Klängen, die seiner analytischen kompositorischen "Regie" unterliegen. 

mica - music austria (Heinz Rögl) 

 

7. Oktober 2007

[...] Auftragskomposition des 30-jährigen Steirers Peter Jakober: "triften". Er verteilt die vier Gitarristen an den vier Wänden des Saales und lässt sie, über Kopfhörer gesteuert, in unterschiedlichen Zeitmaßen spielen. Diese Tempoüberlagerungen führen zu einem Pulsgewebe, das enorme Dichte erreichen kann. 

Kleine Zeitung (Ernst Naredi-Rainer)

Peter Jakobers "triften" wusste sich [...] zu behaupten. Darin überlagerten sich die Rhythmen so raffiniert, dass es zu erstaunlichen Klang- und Hörwirkungen kommt. 

Kronen Zeitung 

zu "Puls 4":

Keine kleine Aufgabe , die Peter Jakober da zu bewältigen hatte. Für die von Constantin Luser für die neue Chemie der TU Graz erdachte "Molekularorgel" aus 14 Trompeten, 14 Posaunen und 7 Tuben sollte Jakober etwas komponieren. Hat er auch: "Puls 4", ein tolles Stück, das beim Musikprotokoll zu hören war. Kann's Bitte jedes Jahr ein Molekularorgelkonzert geben?" 

Falter

 

2005

[...] erreicht Peter Jakober in "für 8 MusikerInnen" interessante Effekte durch das Arbeiten mit unterschiedlichen, gleichzeitig erklingenden Metren. Klanginseln fließen in dem Stück aneinander vorbei wie Eisschollen auf einem gewundenen Fluss, mal beschleunigend, mal langsamer, dicht gedrängt und dann wieder vereinzelt.

NMZ (Heike Lies)