
Susanna Ridler © Susanna Ridler
"Susanna Ridler ist Komponistin, Vokalistin und Produzentin. Sie komponiert für Film, Theater und Hörspiel sowie für Ensemble - und Literaturprojekte.
Eine poetische Erzählweise und die Suche nach atmosphärischen Klangräumen verbinden ihre unterschiedlichen musikalischen Welten. Diese bewegen sich zwischen zeitgenössischer Komposition, Elektronik, Jazz, Improvisation und Art Pop.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Suche nach dem emotionalen Kern eines Textes, eines Films oder einer Theaterszene.
Nach Studien in Schauspiel in Wien sowie Musik und Gesang in Maastricht, Amsterdam und Los Angeles entwickelte Ridler ihre künstlerische Praxis kontinuierlich weiter. Komposition, Sounddesign und Stimme bilden den Kern ihrer Arbeit. Akustische Instrumente und elektronische Klangwelten treten dabei ebenso selbstverständlich miteinander in Dialog wie notierte Komposition und experimentelle Klanggestaltung. Mit ihrem Projekt [koe:r] verband Ridler früh Jazz, Elektronik, Improvisation und Art Pop zu einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Die intensive Arbeit an Produktion, Sounddesign und Live-Performance prägte ihren weiteren kompositorischen Weg und legte die Grundlage für spätere Arbeiten in den Bereichen zeitgenössische Musik, Literaturvertonung und Filmmusik. Die langjährige Beschäftigung mit dem Werk des österreichischen Schriftstellers Gert Jonke eröffnete Ridler eine weitere Dimension ihres Schaffens. Sie führte zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Sprache als musikalischem und stimmlichem Ausdrucksmittel. Daraus entstanden zahlreiche Kompositionen für Stimme, Kammerensemble und Jazzensemble sowie unter anderem die umfangreiche Literaturvertonung "Geometrie der Seele – Musikalische Hommage an Gert Jonke", die 2021 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.
Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen die Vertonung von Helena Adlers Antiheimatroman "FRETTEN", ein Auftragswerk für das Festival Retz, das zugleich den Ausgangspunkt für die Gründung des Ensembles VoCe Plus bildete und zur Entwicklung einer neuen Klangsprache führte. Im selben Jahr entstand außerdem die Filmmusik zum Dokumentarfilm "sich langsam nähern" der Regisseurin Maria Arlamovsky. Seit 2024 erscheint ihr bisheriges Werk auf ihrem Label Electroland Records Vienna sukzessive in neu editierten digitalen Ausgaben. Den Auftakt bildeten erste [koe:r]-Singles sowie die ersten Teile der Edition Geometrie der Seele. Mit den Alben Greatest Little Hits I und II wurden 2026 die zwischen 2008 und 2012 entstandenen Eigenkompositionen von [koe:r] neu veröffentlicht; mit Radio Jonke wurde die dreiteilige Edition Geometrie der Seele erstmals vollständig digital zugänglich gemacht."
Susanna Ridler (06/2026), per Mail
- Stilbeschreibung
"Ridler bewegt sich mühelos zwischen den musikalischen Welten: von Klassik über zeitgenössische Musik, Jazz, Elektronik und Art Pop bis hin zu Literaturvertonungen. Sie ist eine Grenzgängerin der Genres – stilistisch vielfältig und künstlerisch kompromisslos. Ihre zeitgenössischen Werke und literarischen Vertonungen erscheinen unter ihrem eigenen Namen. Ihre elektronischen und jazzorientierten Arbeiten erscheinen unter dem Projektnamen [koe:r]."
Electroland Records Vienna: Electroland Records Vienna, abgerufen am 08.07.2026 [https://www.electrolandrecords.com/de/ELECTROLAND-RECORDS-VIENNA/]- Auszeichnungen, Förderungen & Stipendien
1994 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Förderung für Auslandsstudien
1998 Musician's Institute, Los Angeles (USA): Outstanding Student of the Year
1998 Band Competition - Musician's Institute, Los Angeles (USA): 1. Preis (mit Treasure)
2000 Competition "Harmony Sweepstakes" - Harmony Sweepstakes A Cappella Festival, Los Angeles (USA): 2. Preis (mit Treasure)
2010 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Produktionsförderung
2012 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: Kompositionsförderung (No fear with angst)
2016 Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur: Kompositionsförderung
2021 Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (Deutschland): Nominierung Longlist 01/2012 i.d. Kategorie "Grenzgänge" (Album "Geometrie der Seele - Musikalische Hommage an den Dichter Gert Jonke (1946–2009)")
2024 Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport: Projektförderung
2025 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Kulturförderung- Ausbildung
1988–1990 Hochschule Musik und darstellende Kunst Wien: Musical, Schauspiel
1991 Wien: Privatunterricht Gesang (Hannibal Means)
1991–1993 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz: Jazzgesang (Mark Murphy, Ward Swingle), Jazz-Workshops (Greetje Bijma, Mário João)
1991–1994 Wien: Paritätische Bühnenreifeprüfung Schauspiel (bis zur 2. Kontrollprüfung)
1994–1995 Conservatorium Maastricht (Niederlande): Jazzgesang
1995–1996 Amsterdam (Niederlande): Jazzgesang
1998–2000 Musician's Institute, Los Angeles (USA): Gesang, Komposition (Mike Campbell, Ken Stacey)
2000–2001 Los Angeles (USA): Privatunterricht Gesang (Lis Lewis)
2009–2010 Los Angeles (USA): Privatunterricht Gesang (Jeannie Deva)- Tätigkeiten
2008–heute Electroland Records Vienna: Gründerin, Produzentin
2009 Theater am Lend, Graz: Bühnemusikerin, Komponistin (Produktion "Sauschneiden", Regie: Dieter Boyer)
2013 Kunstaktion "Soundritual": Sängerin, Elektronikerin (mit Karl Ritter, Wolfgang C. Kuthan)
2013–heute begleitende Komponistin zur Literatur Gert Jonkes
2015–2016 Konzertreihe "Pocket Session", Wien: Veranstalterin
2015–heute audiofilm e.U., Wien: Sprecherin für barrierefreie Film-/HörspielproduktionenMitglied in den Ensembles/Bands
1998–2001 Treasure, Los Angeles/San Francisco (USA): Sängerin (gemeinsam mit Leah Holtan (voc), Betina Hershey (voc))
2006–heute [koe:r]: Sängerin
2025–heute Ensemble VoCe plus: Sängerin, Komponistin, Elektronik (gemeinsam mit Asja Valčić (vc), Lena Fankhauser (va), Sophie Hassfurther (cl, tsax, fl))Geometrie der Seele: Sängerin (gemeinsam mit Peter Herbert (db), Wolfgang Puschnig (asax))
- Aufträge (Auswahl)
2008 Staatstheater Mainz (Deutschland): Torquato Tasso
2009 Theater am Lend, Graz: Sauschneiden
2012 Thema "Finanzkrise" - Outreach Schwaz: No fear with angst
2014 Carinthischer Sommer: lass uns über den Dorfplatz gehn
2014 Gert-Jonke-Gesellschaft: Die Auflösung des Kreuzes
2015 Gert-Jonke-Gesellschaft: Weil die Erinnerung an Dich...
2017 Gert-Jonke-Gesellschaft: Sternenstaubhimmelwärts
2018 ensemble xx. jahrhundert: Wir:ich
2018 Carinthischer Sommer: 3 "neue" Kärntner Lieder für Männer-Vokaloktett
2019 CD-Projekt "Poetry of Women Composers" - Musica Femina: Mahler's Anna), Tanz, Spieluhr!
2021 Ensemble Zykan+: Noch ana Sindflud
2021/2022 Projekt "Besmette Stad/Befallene Stadt" - Vlaams-Nederlands Huis deBuren (Niederlande): Welt aus dem Takt / Wereld uit de Maat
2024 Tiroler Kammerorchester InnStrumenti: Das gar nicht schöne Lied
2025 anlässlich des 20-jährigen Bestehens - Festival Retz: FRETTEN
2025 Filmmusik zum Dokumentarfilm "sich langsam nähern" (Regie: Maria Arlamovsky)- Uraufführungen (Auswahl)*
2002 Remise Bludenz: Vagina Monologe (UA)
2005 Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Neuland (UA)
2005 Theater mbh Wien, Palais Kabelwerk Wien: Das Verbrechen des 21. Jahrhunderts (UA)2008 anlässlich des 5-jährigen Jubiläums von "Garbarage" - brut Wien, Künstlerhaus Wien: Garbarage-Upcycling Design (UA)
2012 Susanna Ridler (voc, elec), Pepe Auer (bcl, asax), Florian Kmet (e-git), Sascha Lackner (a-bgit), Peter Herbert (db) - Outreach Schwaz, Paulinum Schwaz: No fear with angst (UA)
2014 Carinthischer Sommer, Bamberg Saal Villach: lass uns über den Dorfplatz gehn (UA)
2014 Peter Herbert (db), Susanna Ridler (voc, elec), Zentralfriedhof Wien: Die Auflösung des Kreuzes (UA)2015 Peter Herbert (db), Wolfgang Puschnig (fl, sax), Susanna Ridler (voc, elec), Stadttheater Klagenfurt: Weil die Erinnerung an Dich... (UA)
2016 ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir) - Konzert-Abend "Gegen den Mainstream!", Wien: Chlorophyllklangpulverstaub oder: die Erforschung des botanischen Tongewebes (UA)
2017 Musilmuseum Klagenfurt: Sternenstaubhimmelwärts (UA)
2018 Peter Herbert (db), Wolfgang Puschnig (sax), Susanna Ridler (voc), ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir), Porgy & Bess Wien: Wir:ich (UA)
2018 VieVox - Programmschwerpunkt "Lebenszeichen - Kärntner Lieder alt und neu" - Carinthischer Sommer, Steindorf am Ossiacher See: 3 "neue" Kärntner Lieder für Männer-Vokaloktett (UA)2021 Ensemble REIHE Zykan + - Anna Clare Hauf (voc), Johanna Zachhuber (voc), Gernot Heinrich (voc), Richard Klein (voc), Gebhard Heegmann (voc), Irene Suchy (dir), Michael Mautner (dir) - Kultursommer Wien: Noch ana Sindflud (UA)
2022 Sprechchor - Anna Eble, Willem Bongers-Dek, Marleen Nagtegaal, Susanna Ridler (elec, voc), Matthijs de Ridder (spr) - Haus für Poesie, WABE Berlin (Deutschland): Welt aus dem Takt / Wereld uit de Maat (UA)
2024 Gerhard Ruiss (Texte, Lesung & Gesang), Tiroler Kammerorchester InnStrumenti, Gerhard Sammer (dir) - klang_sprachen, Remise Bludenz: Das gar nicht schöne Lied (UA, Susanna Ridler)
2025 Ensemble VoCe plus - Asja Valčić (vc), Sophie Hassfurther (tsax, fl, cl), Lena Fankhauser (va), Susanna Ridler (Komposition, voc, elec) - Reihe "RETZitativ" - Festival Retz, Sparkassengarten Retz: FRETTEN (UA)
- Pressestimmen (Auswahl)
18. Februar 2026
"Der sterbliche Gert Jonke wird seit 2009 am Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrabmal mit einem Hinkelstein geehrt. Die Unsterblichkeit seiner Texte verdankt er neben seinen Verlegern vor allem der Komponistin und Vokalistin Susanna Ridler, die sich in einem laufend luzide erweiteren Projekt das Ziel gesetzt hat, mit Kompositionen, Stimmen, Loops & Sounds Jonkes »Sprachintensität aus der Musik aufsteigen zu lassen«. Dabei kombiniert Ridler ästhetische Verfahren aus den Arsenalen der Avantgarde, der Montage und der Improvisation mit Wort, Ereignis und Kommentar, rekombiniert die getrennten Elemente und macht sie anhand eleganter Abweichungen wieder fruchtbar. Ihr instinktsicheres Faible für Kollisionen wird vom Live-Elektronik-Bastler Wolfgang Seierl an der E-Gitarre und von Österreichs erfahrensten Spurenlesern Wolfgang Puschnig (Altsaxophon, Flöte) zum eindringlichen Bühnenereignis hochgeschraubt. Hingesagte Worte, minutenlange Litaneien und die aus Audiokassetten-Mitschnitten von Lesungen, Gesprächen und Interviews herbei gerufene Originalstimme Jonkes akkumulieren zu einem poëtischen Vergnügen. Das Klangkunstwerk verharrt fast zwei Stunden lang in einer Art Schwebezustand, beschränkt die Wahrnehmung auf geflüsterte, geraunte oder gesprochene Rezitation, auf Vokalstimmen, auf Jazzbar-Klänge und bizarre Avantgarde-Gespinste. Auf diese Weise gebührt dem Verstorbenen die verdiente Anerkennung. Der Abend gehört unbedingt zur Hochliteratur, der Jonke so viele Seiten widmete, aber er gehört sich jener Provinz der Töne, die Jonke und seine Halbschwester schon als Kinder in den Ohren hatten. Man kann sagen: Jonkes Dichtung wird von Susanna Ridler weniger inszeniert als mobilisiert. Sie verschmilzt ihr Jonke-Projekt mit dem von Wolfgang Seierl (›Jonkipel‹). Gemeinsam mit den beiden entfalten die fünf weiteren Musikerinnen und Musiker ein wahres Netz aus aussergewöhnlichen Attitüden, komplexen Wort-Klang-Kompositionen und melodiösem Ensemble-Jazz [...]. Susanna Ridler pflegt ihre meisterliche Liebe zur Assoziationsmontage; immer wieder lässt sie Jonkes deliranten Frequenzen, den eindringlichen Blick und sein aufsässiges Lachen im Raum aufleuchten. Diese Geometrikerin der Seele teilt bedingungslos Jonkes modulatorische Verständnis von der prinzipiellen Veränderbarkeit jedweder bestehender Lautäusserung. Dazu braucht es weder sensationslüsterne Beats noch eine elaborierte Klangsprache der Soundeffekte. Raketen können keine Raketen zeugen. Literatur jedoch kann Musik, und Musik kann Literatur zeugen. Mehr muss heute nicht gesagt werden, um nützlich zu sein. – Die fulminante Wiener Hommage an den unvergessenen österreichischen Dichter Gert Jonke ist jedem Kulturzentrum, jedem Konzertveranstalter und jedem Literaturhaus im deutschen Sprachraum wärmstens zu empfehlen."
taz blogs: Der grandios enthüllte heimliche Musiker Gert Jonke (Wolfgang Koch, 2026), abgerufen am 08.07.2026 [https://blogs.taz.de/wienblog/2026/02/18/der-grandios-enthuellte-heimli…]01. August 2025
"Alljährlich gelangt ein im Auftrag des Festivals Retz geschaffenes zeitgenössisches Werk zur Uraufführung, das auf innovative Weise verschiedene künstlerische Ausdrucksformen sinnig und stimmig miteinander verbinden soll [...]. Das Auftragswerk wurde in die Hände der Komponistin und Vokalistin Susanna Ridler gelegt, die die Besucher den sprach- wie bildgewaltigen Text der im Vorjahr mit nur 40 Jahren verstorbenen österreichischen Schriftstellerin Helena Adler durch die Emotion ihrer Stimmkunst miterleben ließ. Zeilen, die vom Landleben, modrigem Geruch und Mühen des Alltags erzählen. Sätze, die von Unterdrückung, schon alleine durch das Frausein, berichten, und ein "Nein" zum Aufschrei werden lassen. Ridler singt nicht, sie spricht. Sie wiederholt Wörter, mitunter ganze Sätze, ihre Klangbilder zwingen die Zuhörer förmlich, ihr zu folgen. Vom leisen Säuseln bis zum lauten Anklagen. Als wahre Stimmkünstlerin erfüllt sie den Text mit Leben. Asja Valcic, eine Cellistin mit unerschöpflicher Kreativität und viel Erfahrung im In- und Ausland, versteht es, die Dramaturgie zu verstärken. Einen wichtigen musikalischen Part tragen außerdem Lena Frankhauser auf der Bratsche und Sophie Hassfurther am Tenorsaxofon und auf ihrer Klarinette bei. Hervorragende Musikerinnen, die sich hier nicht bloß auf ein Experiment einlassen, sondern geradezu erst das Ganze ermöglichen. Für die Uraufführung von "Fretten" gab es vom zahlreichen Publikum kräftigen Applaus. Die Künstlerinnen widmeten ihre Zugabe der Schriftstellerin Helena Adler [...]. Das Festival Retz hat sich mit "RETZitativ" gemeinsam mit Susanna Ridler über Neues gewagt. Das Lob und die Anerkennung gaben den Veranstaltern recht."
NÖN: RETZitativ: Vier Frauen hauchten dem Roman „Fretten“ Leben ein (Wolfgang Hanousek, 2025), abgerufen am 09.07.2026 [https://www.noen.at/hollabrunn/festival-retz-2025-retzitativ-vier-fraue…]24. Oktober 2024
über: Farewell - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna, 2024)
"Die Komponistin und Vokalistin Susanna Ridler verleiht ihrem eigenen Song "Farewell" eine beeindruckende neue Dimension. Das Lied war ursprünglich Teil des Albums [koe:r] "Susystems", das 2012 veröffentlicht wurde und von Medien wie dem Rolling Stone Magazin, Jazzthing oder dem Kurier besprochen wurde. Die neu interpretierte Version von "Farewell" besticht mit minimalistisch-verhaltener Instrumentierung und einem emotionsgeladenen Spannungsbogen. Mit sanftem, aber epischen Stimmeinsatz thematisiert Susanna Ridler die unaufhaltsame Veränderung des Lebens. Im Video werden Farben, Formen und Strukturen ineinander geblendet, die harmonische Verbindung von Ton und Bild schafft ein immersives Erlebnis, das sowohl die Vergänglichkeit als auch die Schönheit des Lebens reflektiert."
mica-Musikmagazin: Release Radar: ELLA STERN, Candlelight Ficus, SCHMUSECHOR; UVM… (Sophia Olesko, 2024)28. Jänner 2021
über: Geometrie der Seele - Susanna Ridler (Electroland Records Vienna, 2020)
"Gert Jonkes Stimme aus Originalmitschnitten von Lesungen, Gesprächen und Interviews sozusagen als viertes Instrument neben Wolfgang Puschnig an Flöte/Altsaxophon, Peter Herbert am Kontrabass und ihre Stimme/Elektronik einzubauen, war folglich eine glänzende Idee Susanna Ridlers, die sich schon seit 2013 in unterschiedlichsten Projekten und Formationen eingehend mit dem tiefsinnigen Querdenker beschäftigte. Dessen in vielen Werken durchaus auch realisierte Aussage "Ich möchte mit der Sprache nicht nur erzählen, sondern auch Musik machen" weckte das Interesse der mit dem elektroakustischen Ensemble {koe:r} im Grenzbereich von Jazz, Elektronik und Neuer Musik bekannt gewordenen Avantgardistin, die nun [...] eine vielschichtige, mutige, Emotionen und Intellekt gleichermaßen ansprechende Hommage vorlegt. In der fast 44 Minuten langen Tondichtung "Der Sprachkomponist" fügen sich 20 mehr oder weniger lange Sprach/Musikschnipsel wie ein Puzzle zu einem Gesamteindruck zusammen und lassen die Dimension von Jonkes musikalisch-dichterischem Gedankengebäude erahnen [...]. Dabei wirkt die vielgestaltige, stilübergreifende Musik – frei Improvisiertes, Jazziges, Vokalartistisches bis hin zu elektronisch generiertem Orchestralem – keineswegs nur untermalend, sondern vielmehr kommentierend, interpretierend und in gewisser Weise auch die Worte erhellend. Im besten Falle gelingt ein sich wechselseitiges Emporschrauben der Deutungsebenen [...]. Für aufgeschlossene Musikfreunde ist dieses Album eine wahre Wundertüte, aber auch Jonke-Kennern bietet sie Überraschendes, da Susanna Ridler von der Gert-Jonke-Gesellschaft die Möglichkeit erhielt, im Arbeitszimmer des großen Dichters herumzustöbern, wo sie auf großartige, bislang unveröffentlichte Trouvaillen gestoßen ist, die sie für ihr faszinierendes, Aufmerksamkeit forderndes und verdienendes Meisterwerk verwenden durfte."
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft: Susanna Ridler: Geometrie der Seele (Peter Füssl, 2021), abgerufen am 08.07.2026 [https://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/susanna-ridler-geomet…]05. April 2012
über: Susystems - [koe:r] (Electroland Records Vienna, 2012)
"Die Entscheidung für das Coverbild war die falsche. Gar so ernst und arty blickt uns Frau Ridler da entgegen, während sie doch im Inneren der CD-Hülle viel verspielter und witziger herumtollen darf ?? und diese Tollerei entspricht auch mehr dem akustischen Mehrwert, der »Susystems« tatsächlich bedeutet. Hui, da geht es bunt durch den jazzigen Gemüsegarten, ein wenig funky Elektronik hier, ein wenig eisblaue Ballade da, eine Handvoll 80er Synthiesounds zwischendurch ?? und dann wieder hochklassiger, durchaus zeitgenössischer Jazz (?? schreibe ich aber fast immer, wenn eine kompetent bespielte Bassklarinette mit im Spiel ist, oder?). Jedenfalls: Großartige Musiker, eine großartige Sängerin und ein wirklich hörenswerter Spagat zwischen Jazz und Pop, der gerade, weil immer wieder herrlich unzeitgemäße Töne durchrieseln, viele neugierige Ohren verdient."
skug: Susanna Ridler »Susystems« (Curt Cuisine, 2012), abgerufen am 08.07.2026 [https://skug.at/susystems-susanna-ridler/]19. Jänner 2012
über: Susystems - [koe:r] (Electroland Records Vienna, 2012)
"Eine Künstlerin, die sich schon bislang an keinerlei traditionelle musikalische Begrifflichkeiten gehalten hat, ist Susanna Ridler. Vielmehr war es ihr immer schon ein Anliegen, Wege zu beschreiten, die möglichst weit von herkömmlichen und bereits tausend Mal gehörten Mustern wegführen. So verhält es sich auch auf der neuen CD "Susystems" (Electroland Records Vienna) ihres Projektes [koe:r]. Die Sängerin, Komponistin und Arrangeurin schlüpft einmal mehr in die Rolle eines Freigeistes mit einer ganz eigenen musikalischen Vision. Diese ist von jeglichen Stilfragen losgelöst, erklingt unverkennbar eigenständig und offenbart sich als eine ungemein stimmungsvolle und spannende Klangreise mit überaschenden Richtungsänderungen und Wendungen [...]. Will man das Gehörte unbedingt in Worte fassen, liegt man mit der Umschreibung, es handelt sich hier um eine überaus moderne und stileübergreifende Interpretation des Begriffs Fusionmusik, vermutlich nicht wirklich falsch. Susanna Ridler versucht in ihren Kompositionen Brücken zu schlagen, zwischen unterschiedlichen Stilen genauso, wie zwischen artifiziellen Computersounds und akustischem Instrumentarium, zwischen Tradition und Moderne. Was sie entstehen lässt, sind einzelne ungemein bunte, vielschichtige und bis ins letzte Detail ausgefeilte Klanggemälde, die sich nur schwer in eine einzelne Kategorie fassen lassen. Die Art und Weise mit der die aus Oberösterreich stammende Künstlerin es versteht, die unterschiedlichen Ingredienzen in fesselnden, ungemein abwechslungsreichen und kunstvollen Arrangements zu vereinen, beweist ihr ausgeprägtes Verständnis für die verschiedenen Formen der Musik. Irgendwo zwischen den Polen Pop, Jazz, Elektronik, Funk und Rock agierend, versteht sie es ihrer Musik eine Form zu geben, ihr trotz ihrer Vielschichtigkeit etwas Verbindendes zu verleihen."
mica-Musikmagazin: Susanna Ridler [koe:r] – Susystems (Michael Ternai, 2012)31. Jänner 2008
über: Susanna Ridler's [koe:r] - [koe:r] (Geco/Electroland Records Vienna, 2008)
"Ein erstaunliches Debüt-Album legt Susanna Ridler mit [koe:r] - das französische Wort für Herz - vor. Im Spannungsfeld Jazz, Elektronik und Pop und angereichert mit melancholisch-downbeatigen Klangcharakteristiken - angelehnt an den Trip Hop der späten 1990er Jahre - schuf Ridler reduzierte Klangfassaden mit meisterlichen Garnierungen von den Koryphäen Peter Herbert am Kontrabass, Wolfgang Puschnig am Saxofon und Flöte, Thomas Gansch an Trompete, Rainer Deixler am Schlagwerk und Helmut Jasbar an Gitarre. Dem nicht genug zerschnipselt die Sängerin und Komponistin die jeweiligen Soli und formt daraus in aller Unbekümmertheit experimentelle Sounds und mit viel Gespür neue Sichtweisen. Herausragend [...] Ridlers entzückender Gesang in "5 Parrots in an Appletree". Generell auffallend die Grundstimmung ihrer Soundästhetik, dieses düstere, melancholische, unwirkliche und doch nie unterkühlte. Elektronik mit Seele. Den sieben Eigenkompositionen stehen vier Coverversionen (Summertime, Fever, Corcovado, Comes Love) gegenüber, wobei diese altbekannten Lieder bei Susanna Ridler quasi eine Neugeburt erfahren und eigentlich bereits wie Neukompositionen daherkommen. Gewagt. Gewonnen. Herzerfrischend und einfach gut."
Kulturwoche.at: Reduktion der Reduktion: Interview mit Susanna Ridler (Manfred Horak, 2008), abgerufen am 08.07.2026 [https://www.kulturwoche.at/podcasts/kulturviertelstunde/1393-interview-…]- Diskografie (Auswahl)
2026 Greatest Little Hits II - [koe:r] (Electroland Records Vienna)
2026 Radio Jonke - Susanna Ridler (EP; Electroland Records Vienna)
2026 Greatest Little Hits I - [koe:r] (Electroland Records Vienna)
2026 Time Goes By - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna)
2025 Aria Electrica - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna)
2025 Der Sprachkomponist: Tondichtungen in 20 Erzählungen - Susanna Ridler (Electroland Records Vienna)
2024 Chlorophyllklang - Susanna Ridler (EP; Electroland Records Vienna)
2024 Prayer for Democracy - Susanna Riegler (Single; Electroland Records Vienna)
2024 Kein Violinkonzert - Susanna Riegler (Single; Electroland Records Vienna)
2024 Where Do We Go - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna)
2024 Farewell (Vocal Edit 2024) - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna)
2024 Walk (Vocal Edit 2024) - [koe:r] (Single; Electroland Records Vienna)
2020 Geometrie der Seele - Susanna Ridler (Electroland Records Vienna)
2012 Susystems - [koe:r] (Electroland Records Vienna)
2011 Winter - [koe:r] (Single, Electroland Records Vienna)
2009 [koe:r] Remix-EP - [koe:r] (EP; Geco/Electroland Records Vienna)
2008 Susanna Ridler's [koe:r] - [koe:r] (Geco/Electroland Records Vienna)
2003 Summertime This Is Now - tristan (Single, Universal Music Austria)Tonträger mit ihren Werken
2021 Poetry of Women Composers (Capriccio) // CD 1, Track 1: For Anna Mahler (Mahler's Anna); CD 1, Track 2: For Olga Neuwirth (Dance, Music Box)
2009 Brazilution 5.6: The Winter Edition (Stereo Deluxe) // CD 2, Track 13: Corcovadoals Gast-/Studiomusikerin
2010 Seven Echoes - Kava & Christopher Chaplin (Fabrique Records)
2002 Wests und Zobernigs Zweifel - West Und Zobernig (Verlag der Buchhandlung Walther König)- Literatur
mica-Archiv: Susanna Ridler
2008 Susanna Ridler im Porgy. In: mica-Musikmagazin.
2008 Deisenberger, Markus: "Wie ein Befreiungsschlag!" – Susanna Ridler im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2008 Ternai, Michael: Susanna Ridler im Radiokulturhaus. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: Susanna Ridler [koe:r] – Susystems. In: mica-Musikmagazin.
2015 Kompositionsauftrag der Gert-Jonke-Gesellschaft an SUSANNA RIDLER. In: mica-Musikmagazin.
2015 Ternai, Michael: Jazz in Österreich – Ausdruck einer großen musikalischen Vielfalt. In: mica-Musikmagazin.
2017 Fürnkranz, Magdalena: "If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together". In: mdw-Webmagazin (29.09.2017), abgerufen am 08.07.2026 [https://www.mdw.ac.at/magazin/2017/09/29/if-you-want-to-go-fast-go-alone-if-you-want-to-go-far-go-together/].
2021 Ternai, Michael: "Musik ist in seiner Sprache hörbar […]" – SUSANNA RIDLER im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2022 Woels, Michael Franz: Crossways in Contemporary Music: Natur II. In: mica-Musikmagazin.
2024 klang_sprachen: Das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti beim Lyrikfestival W:ORTE. In: mica-Musikmagazin.
2024 Olesko, Sophia: Release Radar: ELLA STERN, Candlelight Ficus, SCHMUSECHOR; UVM… In: mica-Musikmagazin.
2025 Festival Retz: Susanna Ridler & Ensemble Voce plus – "Feretten" (Uraufführung). In: mica-Musikmagazin.
2025 Susanna Ridler vertont Helena Adler im Rahmen der Reihe RETZitativ / Festival Retz. In: mica-Musikmagazin.- Quellen/Links
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Bandcamp: Susanna Ridler
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Webseite: Electroland Records Vienna
* Unter "Uraufführungen (Auswahl)" werden vorwiegend Werke von österreichischen oder in Österreich lebenden Komponist:innen gelistet.
Normdaten / IdentifikatorenSR-Archiv: https://sra.at/person/37521
GND: https://d-nb.info/gnd/1023881160
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WIKIDATA: https://www.wikidata.org/wiki/Q1413241
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Susanna_Ridler
Wikipedia-Personensuche: https://persondata.toolforge.org/p/Susanna_Ridler
Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 16. 7. 2026): Biografie Susanna Ridler. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/82172 (Abrufdatum: 17. 7. 2026).


