Herzl Benjamin

Vorname
Benjamin
Nachname
Herzl
erfasst als
Interpret:in
Solist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Künstlerische:r Leiter:in
Genre
Klassik
Neue Musik
Instrument(e)
Violine
Viola
Geburtsjahr
1994
Geburtsort
Salzburg
Geburtsland
Österreich

"Der Geiger Benjamin Herzl (1994) wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine "virtuose Perfektion" und "hohe Musikalität" gefeiert.
Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahms-Wettbewerbs sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.

Seine Ausbildung absolvierte er am Mozarteum Salzburg sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin.
Bereits im Alter von 13 Jahren debütierte er beim Internationalen Mozartfest Mannheim und gastiert seither auf renommierten Bühnen, u.a. Wiener Konzerthaus, Stiftung Mozarteum Salzburg, Konserthus Örebro, Brucknerhaus Linz, Festspielhaus Salzburg, Staatstheater Wiesbaden, Teatro Malibran oder dem Konzerthaus Dortmund.

Er ist zu Gast bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem International Music Festival Póvoa de Varzim, den Maifestspielen Wiesbaden, dem Grafenegg Festival oder dem Mozart Festival in Havanna.
Zu seinen Kammermusikpartner:innen zählen unter anderem Imogen Cooper, Rafael Fingerlos, Julia Hagen, Ingmar Lazar, Othmar Müller, Julian Rachlin, Beatrice Rana, Fazıl Say und Thomas Zehetmair.

Benjamin Herzl tritt als Solist mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Stuttgarter Kammerorchester (Goldenen Saal, Wiener Musikverein), dem Swedish Chamber Orchestra und dem Orchester der Wiener Volksoper auf. 2026 gibt er sein Debüt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Nil Venditti in der Berliner Philharmonie. Anlässlich des Kurt-Weill-Jahres erscheint 2025 eine Einspielung seines Violinkonzerts – in Zusammenarbeit mit dem Swedish Chamber Orchestra unter der Leitung von H.K. Gruber – bei BIS Records.
Der Künstler spielt auf der "Ex Guilet"-Violine von Joseph Guarnerius aus dem Jahr 1732 – einer Leihgabe der OeNB, die zuvor von Daniel Guilet, David Oistrach und Henryk Szeryng gespielt wurde.

Herzl ist künstlerischer Leiter des in Salzburg stattfindenden Festivals Concerti Corti, das zu Ehren des Regisseurs Axel Corti gegründet wurde. (https://www.concerticorti.at/)"
Benjamin Herzl: Biografie Kurzversion (2025), abgerufen am 03.06.2026 [https://www.benjaminherzl.at/wp-content/uploads/2025/10/Benjamin-Herzl-Biografie.pdf]

Stilbeschreibung

"Der 1994 in Salzburg geborene und in Wien lebende Geiger Benjamin Herzl zählt zu den vielseitigsten Musikern seiner Generation und wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine "virtuose Perfektion" sowie seine "Tiefe und hohe Musikalität" gelobt."
Benjamin Herzl: Biografie, abgerufen am 09.06.2026 [https://www.benjaminherzl.at/biografie/]

Auszeichnungen & Stipendien

2004–2006 prima la musica: mehrere 1. Preise (Solist, Kammermusik)
2007 Universität Mozarteum Salzburg: Gewinner des Auswahlspiels
2008 Concorso Europeo "Alfredo e Vanda Marcosig", Gorizia (Italien): 1. Preis
2014 Mozartgesellschaft Dortmund (Deutschland): Stipendiat
2016 23. Internationaler Johannes Brahms Wettbewerb, Pörtschach: 3. Preis i.d. Kategorie "Violine", Vadim-Repin-Mozartpreis für die herausragende Mozart-Interpretation i.d. Sparte "Violine"
2017 Académie de Musique de Lausanne (Schweiz): 1. Preis (mit Ingmar Lazar)
2019–2020 70 Jahre-Jubiläum Jeunesse Musicales - Jeunesse – Musikalische Jugend Österreich: Featured Artist

Ausbildung

1999–2001 Salzburg: Privatunterricht Violine (Harald Herzl)
2001–2005 Landesmusikschule Mondsee: Violine (Erntraud Passin)
2005–2011 Leopold Mozart Institut für Hochbegabte - Universität Mozarteum Salzburg: Konzertfach Violine (Klara Flieder-Panillon)
2010 Internationale Sommerakademie Mozarteum Salzburg: Meisterkurse Violine (Jacqueline Ross, Vadim Gluzman)
2011–2012 Wien: Privatunterricht Violine (Christian Altenburger)
2012–2019 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Konzertfach Violine (Christian Altenburger) - MA
2019–2021 MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien: Solistenklasse Violine (Julian Rachlin) - Abschluss

Ausbildungsimpulse u. a. durch: Christian Tetzlaff, Pierre Amoyal, Ivry Gitlis, Benjamin Schmid, Vadim Gluzman

Tätigkeiten

2019–2020 ausgedehnte Österreich-Tournee
2022–heute Austrian Master Classes, Schloss Zell an der Pram: Dozent (Violine, Viola, Violoncello)
2023–heute Festival "Concerti Corti", Salzburg: Gründer, künstlerischer Leiter

Zusammenarbeit u. a. mit: Ariane Haering, Matthias Bartolomey, Beatrice Berrut, Milana Chernyavska, Imogen Cooper, Christoph Croisé, Rafael Fingerlos, Lily Francis, Jakob Gruchmann, Clemens Hagen, Julia Hagen, Christopher Hinterhuber, Ingmar Lazar, Reinhard Latzko, Othmar Müller, Julian Rachlin, Valentin Radutiu, Beatrice Rana, Gerald Resch, Thomas Riebl, Fazıl Say, Andreas Schablas, Valerie Schmelter, Kurt Schwertsik, Thomas Zehetmair, Dennis Russell Davies, Heinz Karl Gruber, Gérard Korsten, Florian Krumpöck, Lavard Skou Larsen, Jean-Michaël Lavoie, Nil Venditti, Erina Yashima
Solist mit renommierten Orchestern/Ensembles, u. a. mit: Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Orchester der Wiener Volksoper, L'Orfeo Barockorchester, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim, Stuttgarter Kammerorchester, Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Filarmonica de Stat Oradea, Svenska Kammarorkestern

Uraufführungen (Auswahl)

2016 Rafael Fingerlos (bar), Benjamin Herzl (vl), Sascha El Mouissi (pf) - anlässlich der Trakl-Preis-Verleihung - Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg: Melancholie des Abends (UA, Jakob Gruchmann)
2023 Benjamin Herzl (vl), Ingmar Lazar (pf), Brucknerhaus Linz: fluid (UA, Gerald Resch)

Pressestimmen (Auswahl)

25. Jänner 2020
"Vor allem Herzl, der ein intensives Studium an der Wiener Musikuniversität bei Christian Altenburger sowie in der Solistenklasse bei Julian Rachlin genießen durfte, hat eine große Gabe: Kein Ton erweckt jemals den Anschein von Schärfe. Niemals breitet sich das Gefühl der Aufdringlichkeit aus. Mag der Beginn der Mozart’schen e-Moll-Sonate für Violine und Klavier, mit der dieser Abend eröffnet wurde, zwar noch etwas behäbig wirken, spätestens nach einigen Takten wird klar, wohin diese Reise führen wird: ins Land der Träume, der zarten und feinfühligen Klänge. Egal ob Wiener Klassik wie bei Mozarts Sonate, Impressionismus wie bei der g-Moll-Sonate für Violine und Klavier von Debussy oder Romantik wie in Ravels Sonate in G-Dur, sein Geigenspiel ist stets gezeichnet von großer Anmut und Klarheit. Nichts als pure Musik und klare Linien. Selbst die Zugabe, die Melodie aus Glucks Oper "Orfeo ed Euridice" in der Bearbeitung Fritz Kreislers trägt er ohne jeglichen Schwulst und überbordendes Vibrato vor, weiß aber dennoch zu berühren – wie bereits im E-Dur-Abschnitt der Mozart'schen e-Moll-Sonate, den Alfred Einstein als "kurz aufleuchtende Seligkeit" bezeichnete, drückt dieser feinfühlige Zauber stark auf die Tränendrüsen."
Klassik begeistert: Benjamin Herzl & Ingmar Lazar: Kammermusik von großer Anmut und Klarheit (Jürgen Pathy, 2020), abgerufen am 10.06.2026 [https://klassik-begeistert.de/benjamin-herzl-ingmar-lazar-lorely-saal-wien-22-januar-2020/]

22. September 2015
"Eröffnet wurde der letzte Konzertabend beim Mattseer DiabelliSommer zunächst ganz "klassisch" mit Bach: Benjamin Herzl war der Solist in Johann Sebastian Bachs Violinkonzert E-Dur BWV 1042. Der junge Geiger betörte quasi vom ersten Bogenstrich an mit seinem ebenso kraftvollen wie reich timbrierten Ton, den er, glasklar in der Intonation, bei aller Strahlkraft beinah viola-samtig zu grundieren weiß. In Erinnerung bleiben die immer wieder klangvoll aufblühende, scheinbar so schlichtee melodische Kantilene des Adagio und die Funkens sprühende Energie, mit der Benjamin Herzl sich und die "Salzburg Strings" in das Allegro assai stürzte."
DrehpunktKultur: Die Heiligen tanzen Tango (Heidemarie Klabacher, 2015), abgerufen am 10.06.2026 [https://www.drehpunktkultur.at/index.php/kultur-im-land/die-heiligen-tanzen-tango?highlight=WyJiZW5qYW1pbiIsImhlcnpsIl0=]

02. Jänner 2015
"Wirklich begeisterte in diesem Konzert aber nur der Solist Benjamin Herzl [...]. Eine wirkliche Novität bedeutete aber diesmal die Carmen-fantázia op. 3/3 von Jenö Hubay, in der der junge Benjamin Herzl alle Register seines Könnens innerhalb kürzester Zeitdauer ausbreitete: Ein Teufelsgeiger in der Nachfolge seines Lehrers Benjamin Schmid, der virtuos sowohl sonor die g-Saite ausreizte wie sich in höchste Flageolett-Töne hinein verströmte. Eine Zugabe im Anschluss nach dieser kurzen ersten Programmhälfte wäre sicherlich genauso herzlich bedankt worden – so blieb dies mehr als bloß ein Versprechen für eine erfolgreiche Zukunft: Man sollte Benjamin Herzl sich bald einmal selben Orts an einem kapitalen Opus erproben lassen."
DrehpunktKultur: Janusköpfig (Horst Reischenböck, 2015), abgerufen am 10.06.2026 [https://www.drehpunktkultur.at/index.php/musik/meldungen-kritiken/januskoepfig]

Diskografie (Auswahl)

Anlässlich des Kurt-Weill-Jahres erscheint 2025 eine Einspielung seines Violinkonzerts in Zusammenarbeit mit dem Swedish Chamber Orchestra unter der Leitung von H. K. Gruber bei BIS Records.

Benjamin Herzl wirkt in einer 2021 beim Label CPO in Kooperation mit dem WDR erschienenen Einspielung des österreichischen Baritons Rafael Fingerlos mit bisher unveröffentlichten Kompositionen Max Bruchs mit.

Literatur

2016 Zeitgenössische Musik bei Salzburg 20.16. In: mica-Musikmagazin.
2019 70 Jahre Jeunesse – Österreichs größtes Musiknetzwerk feiert in der Saison 2019/20 Geburtstag. In: mica-Musikmagazin.
2021 mdw-Streaming-Highlights im Sommersemester. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Benjamin Herzl
YouTube: Benjamin Herzl
Instagram: Benjamin Herzl