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Anderluh Anna

Vorname
Anna
Nachname
Anderluh
erfasst als
Interpret:in
Performancekünstler:in
Komponist:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Global
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Improvisation
Singer/Songwriter
Performance
Experimental/Intermedia
Klangexperimente
Instrument(e)
Stimme
Klavier
Autoharp
Geburtsjahr
1988
Geburtsort
Klagenfurt
Geburtsland
Österreich
Anna Anderluh

Anna Anderluh © Philipp Felzmann

"Die in Klagenfurt geborene Sängerin, Komponistin, Performerin und Musikerin ANNA ANDERLUH bewegt sich gekonnt zwischen Jazz und Literatur, Musiktheater und Performance, experimenteller und Neuer Musik. Ein großer Teil spielt sich im improvisierten Bereich ab, auch das Unvollendete wird miteinbezogen.
Als Performerin ist sie am gesungenen und gesprochenen Wort interessiert. In ihren Projekten geht sie gerne Verbindungen mit anderen Musikerinnen und Musikern ein [...]."
Woels, Michael Franz: Biografie Anna Anderluh (2021), abgerufen am 12.01.2022 [https://www.annaanderluh.com/bio/]

Stilbeschreibung

"Ihre Musik, welche sie selbst als "Pop mit Riss" bezeichnet, schlägt eine Brücke zwischen zarter Poesie und harter Sozialkritik; zwischen zerbrechlichen, simplen Liedern und experimenteller Vokalimprovisation. Mit Humor und Einfühlsamkeit spürt sie dem Wesen scheinbar unbedeutender Kleinigkeiten nach, welche sie glänzen lässt, ohne ihnen zusätzliche Politur aufzuzwingen. Daraus entstehen berührende, unkonventionelle Klänge, die sich über Eile und Effekthascherei hinwegsetzen, sich jedesmal anders zeigen und nie den Anschein erwecken wollen fertig zu sein. Begleitet von einer von ihr spezifizierten Autoharp, dem präparierten Klavier oder minimalistischen Loops, die von ihrer Stimme oder zweckentfremdeten Alltagsgegenständen live erzeugt werden, entführt sie in eine Traumwelt, die einem vor lauter Staunen den Atem verschlägt."
Anderluh, Anna: Startbereich ihrer Webseite, abgerufen am 12.01.2022 [https://www.annaanderluh.com/]

Auszeichnungen

2014 Lautstark-BandwettbewerbDer Posthof, Life Radio, Oberösterreichische Nachrichten, Linz: Gewinnerin (gemeinsam mit HANS)
2017 Amt der Kärntner Landesregierung: Jahresstipendium für Musik und Darstellende Kunst
2020 Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport: Startstipendium für Musik
2022 Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2023–2024"

Ausbildung

1997–2006 Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt: Violine, Viola, Jazz-Viola
2006 Musikgymnasium Viktring, Klagenfurt: Matura
2008–2013 Anton Bruckner Privatuniversität Linz: Improvisierte Musik, Jazzgesang (Elfi Aichinger, Agnes Heginger); Schwerpunkt Komposition - Diplom
2016–2019 Lichtenberger Institut für Angewandte Stimmphysiologie, Fischbachtal (Deutschland): Lehrgang "Physiologie und Funktionsweise der Stimme und ihre verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten" - Zertifikat

Auslandssemester u. a. an: der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Deutschland), Norges Musikkhøgskole Oslo (Norwegen)

Tätigkeiten

2017–heute künstlerische Zusammenarbeit mit Alex Miksch in diversen Projekten (bspw. Alex Miksch Trio, Alex Miksch Quartett, Alex Miksch und Anna Anderluh Duo, Alex Miksch Band)
2019–heute Auftritte mit dem eigenen Soloprogramm
2019–heute Fraufeld – zur Sichtbarmachung von Künstlerinnen: Mitglied des Leitungsteams (gemeinsam mit Verena Zeiner, Sara Zlanabitnig, Milly Groz)

Mitglied in den Ensembles/Bands/Orchestern
2010–2019 HANS: Sängerin (gemeinsam mit Helgard Saminger (fl))
2014–2019 Luzid Chaos: Sängerin (gemeinsam mit Alexander Kranabetter (tp), Simon Raab (pf, synth), Hubert Bründlmayer (dr), Philipp Kienberger (bgit))
2016–heute HALS: Sängerin (gemeinsam mit Su Rehrl, Anna László - wechselnde Besetzungen)
2017–heute Alex Miksch und Anna Anderluh Duo: Sängerin, Autoharfistin (gemeinsam mit Alex Miksch (git))
2017–heute Little Rosies Kindergarten: Sängerin (gemeinsam mit Anna Widauer (voc), Lisa Hofmaninger (sax), Werner Zangerle (sax), Robert Schröck (sax), Johannes Bankl (tp), Matteo Haitzmann (vl), Florian Sighartner (vl), Clemens Sainitzer (vc), Helmut Mühlbacher (git), Lukas Leitner (pf, kybd), Philipp Kienberger (bgit), Judith Schwarz (perc))
2017–2020 Vaginas im Dirndl: Sängerin (gemeinsam mit Sina Heiss, Ursula Baumgartner)
2017–heute Chick Chock (aka Cigaretts and Chocolate Milk - Band): Sängerin (gemeinsam mit Philipp Kienberger (bgit), Andreas Haidecker (git))
2018–heute Christoph Cech Jazz Orchestra Project – CCJOP: Sängerin
2020–heute s q u a m a t a: Sängerin (gemeinsam mit Matteo Haitzmann (vl), Lisa Hofmaninger (sax), Judith Schwarz (perc))
2020–heute Anna Anderluh Band: Sängerin (gemeinsam mit Philipp Kienberger (bgit) usw.)
2021–2022 Stageband Porgy & Bess - Little Rosies' Kindergarten: Sängerin
2021–heute Enfleurage: Sängerin (gemeinsam mit David Gratzer (git), Lukas Aichinger (perc))

UrBan-Native: Sängerin (gemeinsam mit Marco Annau (pf), Mahan Mirarab (git), Martin Berauer (bgit), Michael Leibetseder (dr), Özlem Bulut (voc))

weitere musikalische Zusammenarbeit u. a. mit: Verena Zeiner, Stefan Sterzinger

Pressestimmen (Auwahl)

27. Mai 2022
über: Around its Tail - Enfleurage (Waschsalon Records, 2022)
"Hört man sich durch die Nummern von Enfleurage bekommt man unweigerlich Bilder in die Gedanken gepflanzt. Die Musik von Anna Anderluh, David Gratzer und Lukas Aichinger wirkt wie ein Soundtrack zu einem imaginären Film, den man sich – von der geheimnisvollen Atmosphäre inspiriert – als Hörer*in selbst erdenkt und mit der eigenen Fantasie mit Leben erfüllt. "Around its Tail" ist ein faszinierender Blick über den Tellerrand des musikalisch Gewöhnlichen hinaus, es ist ein Stück Musik, das wirklich zu fesseln vermag, und das auf eine ganz eigene Art und Weise."
mica-Musikmagazin: ENFLEURAGE – "Around its Tail" (Michael Ternai, 2022)

21. Mai 2021
über: Leave Me Something Stupid - Anna Anderluh (Session Work Records, 2021)
""They say leave me the birds and the bees, and I say yes, but leave me the TV and some fat cheese too." So singt Anna Anderluh in ihrem ersten Soloalbum "Leave me Something Stupid" von der Notwendigkeit des Sinnlosen, Verwegenen und Blöden. Ihre Musik, welche sie selbst als "Pop mit Riss" bezeichnet, schlägt eine Brücke zwischen zarter Poesie und harter Sozialkritik; zwischen zerbrechlichen, simplen Liedern und experimenteller Vokalimprovisation. Mit Humor und Einfühlsamkeit spürt sie der Magie scheinbar unbedeutender Kleinigkeiten nach, welche sie glänzen lässt, ohne ihnen zusätzliche Politur aufzuzwingen. Daraus entstehen unkonventionelle Klänge berührender Ehrlichkeit, die sich über Eile und Effekthascherei hinwegsetzen, sich jedes Mal anders zeigen und nie den Anschein erwecken wollen, fertig zu sein."
Radiokulturhaus Wien: Anna Anderluh – Album-Präsentation, abgerufen am 12.01.2022 [https://radiokulturhaus.orf.at/artikel/683438/Anna-Anderluh-Album-Praesentation]

25. Jänner 2017
über: Oamoi mit! - HANS (Freifeld Tontraeger, 2017)
"Eine bestimmte stilistische Verortung der Musik von HANS kann man getrost sein lassen, denn der stilistische Mix, den die zwei auf der Bühne in bunte Pyjamas gekleideten Protagonistinnen darbieten, ist der wohl wildeste und bunteste, den man in letzter Zeit gehört hat. Anna Anderluh und Helgard Saminger, die beide ursprünglich eigentlich aus dem Jazz stammen, verbraten in ihrem Sound auf eine sehr eigene Art so ziemlich alles: Punk, Pop, Rock, Jazz, Neue Deutsche Welle, Musical, Hip-Hop, Kammermusik, Volksmusik und vieles mehr. Dabei gehen die beiden musikalischen Querdenkerinnen und ihre Begleiter mal mehr experimenteller, mal mehr geradliniger zu Werke, mal mehr düster, kantig oder einfach nur rotzfrech. Was sich im ersten Moment vielleicht als das pure Chaos liest, entpuppt sich nach mehrmaligem Durchlauf als etwas, was wirklich Qualität besitzt. Die Musik von HANS ist von dieser bestimmten Note, die das Interesse weckt und dazu animiert, immer und immer wieder hinzuhören. Es sind vor allem auch die vielen kleinen versteckten Details, die das Gesamtbild mitzeichnen und dieses zu etwas Aufregendem machen [...]."
mica-Musikmagazin: HANS – "Oamoi mit" (Michael Ternai, 2017)

22. Mai 2015
über: "It's all about breaking the wall!" - Luzid Chaos (Freifeld Tontraeger, 2015)
"Was der aus Kärnten stammende und in Wien lebende Kontra- und E-Bassist und seine Kollegen [...] in den Nummern der Doppel-CD betreiben, ist die undogmatische, innovative und von allen stilistischen Fragen befreite Klangmalerei zwischen absoluter Reduktion, schrägem Experiment, rhythmischer Vertracktheit und elegischer Eleganz. Und obwohl sie alles in eher herausfordernden musikalischen Bahnen laufen lassen, gelingt es ihnen doch, die Musik alles andere als sperrig und verkopft erklingen zu lassen.Der musikalischen Vielfalt wird in keinem Moment Einhalt geboten. Philipp Kienberger und seine Band lassen den sich über weite Spannungsbögen erstreckenden und mit Improvisationen aller Art angereicherten Nummern alle Zeit, die diese benötigen, um sich wirklich vollends hin zur ganzen Form zu entwickeln. Herauskommen dabei sind ereignisreiche, sehr vielschichtige und stimmungsvolle musikalische Geschichten mit vielen packenden Momenten und Höhepunkten. [...] Ein wirklich starkes Erstlingswerk, das definitiv auf noch große musikalische Taten hoffen lässt."
mica-Musikmagazin: PHILIPP KIENBERGERS LUZID CHAOS - "It's all about breaking the wall!" (Michael Ternai, 2015)

Diskografie (Auswahl)

2022 Around its Tail - Enfleurage (Waschsalon Records)
2021 Leave Me Something Stupid - Anna Anderluh (Session Work Records)
2021 Lobau - Anna Anderluh (Singel; Session Work Records)
2020 Jeder gegen Jeden - Little Rosies Kindergarten (Listen Closely)
2020 Let Go - Anna Anderluh (Single; Session Work Records)
2019 Vaginas im Dirndl - Vaginas im Dirndl (Zach Records)
2018 Little Rosies Kindergarten - Little Rosies Kindergarten (Listen Closely)
2017 Oamoi mit! - HANS (Freifeld Tontraeger)
2016 Elements - Luzid Chaos (EP; Freifeld Tontraeger)
2015 It's All About Breaking the Wall! - Luzid Chaos (Freifeld Tontraeger)
2010 Musik die das Herz berührt, Aufgenommen in Jonis Keller - HANS

Tonträger mit ihren Werken
2020 Café Wolf Sampler (LP; Pumpkin Records, Cooks Records) // B4: Leave Me Something Stupid
2019 Fraufeld Vol. 2 (arooo.records) // Track 11: Leave Me Something Stupid

als Interpretin
2019 Urban Native - Marco Annau (ATS Records)
2019 Metrix - Christoph Cech Jazz Orchestra Project (Marmota Records)
2019 Nur a Opfe - Alex Miksch (Preiser Records)
2019 Urban Native - Marco Annau (ATS Records)
2018 Blue - Christoph Cech Jazz Orchestra Project (Marmota Records)
2017 Titan - Christoph Cech Jazz Orchestra Project (Marmota Records)

Literatur

mica-Archiv: Anna Anderluh
mica-Archiv: Fraufeld
mica-Archiv: Luzid Chaos
mica-Archiv: HANS
mica-Archiv: Little Rosies Kindergarten
mica-Archiv: Enfleurage

2014 Ternai, Michael: PHILIPP KIENBERGERS LUZID CHAOS - "It's all about breaking the wall!". In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: Der mal etwas andere Musikentwurf – HANS. In: mica-Musikmagazin.
2016 Ternai, Michael: LUZID CHAOS – "Elements". In: mica-Musikmagazin.
2017 Ternai, Michael: HANS – "Oamoi mit". In: mica-Musikmagazin.
2017 Ternai, Michael / Röggla, Philip: Die weibliche Handschrift in der österreichischen Musik. In: mica-Musikmagazin.
2017 Ternai, Michael: KICK JAZZ 2017. In: mica-Musikmagazin.
2019 Karlbauer, Ada: "Es geht nicht darum, etwas Exklusives zu machen" – FRAUFELD im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2020 Woels, Michael Franz: "WIE EINE GROSSE SPIELWIESE" – LITTLE ROSIES' KINDERGARTEN IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.
2020 Ternai, Michael: STERZINGER III EXTENDED live. In: mica-Musikmagazin.
2020 mica: Aktuelle Veröffentlichungen aus Pop/Rock/Elektronik (12/2020). In: mica-Musikmagazin.
2021 Woels, Michael Franz: "DANN GAB ES KEIN ZURÜCK MEHR" – ANNA ANDERLUH IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.
2021 mica: Musikerinnen und Musiker im "Music Career Check". In: mica-Musikmagazin.
2021 Fleur, Arianna: "Verbindung findet nicht auf dem Papier statt" – Verena Zeiner & Anna Anderluh (Fraufeld). In: mica-Musikmagazin.
2022 Ternai, Michael: Anlässlich des International Jazz Day: Ein Blick auf die österreichische Jazzszene. In: mica-Musikmagazin.
2022 Ternai, Michael: ENFLEURAGE – "Around its Tail". In: mica-Musikmagazin.
2022 mica: 2022 Auslandskultur: Jury nominiert 25 neue Acts für das Nachwuchsprogramm "The New Austrian Sound of Music (NASOM)" 2023/2024. In: mica-Musikmagazin.
2022 mica: The New Austrian Sound of Music (NASOM) – Präsentation des Förderprogramms 2023/2024. In: mica-Musikmagazin.
2023 mica: "Gib mir ein Liebeslied" – Künstler:innen stellen Liebeslieder vor. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Anna Anderluh
Lautmalerei KünstlerInnenagentur: Anna Anderluh
Wikipedia: Anna Anderluh
austrian music export: Anna Anderluh
Facebook: Annaanderluh.music
Facebook: Anna Anderluh
YouTube: Anna Anderluh
Webseite: Fraufeld
Webseite: Enfleurage
Facebook: Enfleurage
Webseite: Little Rosies Kindergarten
austrian music export: Little Rosies Kindergarten
YouTube: Little Rosies Kindergarten
Webseite: Cigaretts and Chocolate Milk - Band
Facebook: Cigaretts and Chocolate Milk - Band
Facebook: HALS
Facebook: Luzid Chaos
Soundcloud: Luzid Chaos
cba – cultural broadcasting archive: aufg'legt: Anna Anderluh (Mario Lang, 2021)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 17. 7. 2024): Biografie Anna Anderluh. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/204360 (Abrufdatum: 19. 7. 2024).

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