Johanna Doderer
Subgenre:
Instrument: Klavier

Fotografin: Nora Schoeller ©

Doderer Johanna

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 5. Klaviertrio 2016
2 Papageno. Eine Ausflucht - Miniatur-Mono-Oper 2011 20m
3 Liederzyklus (10 Lieder) 2009
4 40 sec - für großes Orchester 2009
5 Studie über Zaha Hadids Gemälde "Vision for Madrid" 2009 16m
6 Werk für Bassklarinette 2009 8m
7 Neues Orchesterwerk - Studie über Zaha Hadids Gemälde "Vision for Madrid" (1992) 2008 20m
8 Wutmarsch für Klavier - Phantasie für Klavier Solo 2008 4m
9 2. Streichquintett 2008 12m
10 2. Klaviertrio 2008 15m
11 A Kind of Yellow 2008 - 2010 ~ 2h
12 Variation über den Krebsenteich - für Klavier 2008 ~ 6m
13 Der leuchtende Fluss - Oper in drei Akten nach einem Text von Wolfgang Hermann 2008 - 2010
14 Mon cher cousin 2007
15 DER GROSSE REGEN - für Orchester 2007 10m
16 Für Solovioline 2 2007 12m
17 Falsch verbunden - Kurzoper 2006 15m
18 Astraios - für Mezzosopran und Kammerensemble 2006
19 Fanfare 2006
20 Psalm 2 - Kammerorchesterfassung 2006 12m
21 Für Akkordeon und Streicher 1 2006 14m
22 3 Chorstudien 2006
23 1 Symphonie - für Orchester 2006 - 2007 40m
24 Orchesterlieder für Mezzosopran und Klavier - nach Texten von Wolfgang Herrmann (Klavierfassung) 2005
25 Orchesterlieder - für Mezzosopran 2005
26 Für Solovioline 2005 ~ 5m
27 Werk für Violoncello und Klavier 2005 ~ 15m
28 Psalm 2 - für Streichquartett 2005 12m
29 Violinkonzert 2004 45m
30 Bolero für 2 Klaviere und Orchester 2004 30m
31 Phantasien für den Grenzwald - für Klavier 2004 8m
32 Toccata - für Orgel 2003 10m
33 Lieder für Bariton und Klavier - nach Texten von Wolfgang Herrmann 2003 12m
34 Strom - Oper in einem Akt 2002 - 2006 1h 50m
35 Ikaros - für Kammerorchester 2002 - 2003 ~ 20m
36 Klaviertrio 2002 15m
37 Messe für Wilhelm Doderer 2002 12m
38 Erwachen III - für 3 Geigen 2001 30m
39 silence I - für Violine und Klavier 2001 15m
40 silence II - für Violine und Violoncello 2001 12m
41 Rondane - Fassung für großes Orchester 2001 15m
42 Rondane - für Kammerorchester 2000 ~ 10m
43 Die Fremde - Oper in einem Akt 2000 - 2001 1h 10m
44 Für ein Obdach am Rand aller Sinne - Lied für Sopran und Klavier nach einem Text von Christine Lavant 2000 10m
45 Für Orchester oder Violoncello Solo 2000 10m
46 Für Orchester - Orchesterstudie 1999 6m
47 Stimmen - für Instrumentalensemble 1999 15m
48 Feuerkreis - für Sopran, Mezzosopran und Vokalensemble 1998 ~ 15m
49 Erwachen II - für drei Geigen 1998 10m
50 Terra - für Sopran und Orchester 1997 23m
51 Psalm - für E-Gitarre und Violoncello 1997
52 Feuerkreis - für Streichquintett 1997 16m
53 Terra - für Sopran und Instrumentalensemble 1997 12m
54 Gazellens Hjerte - für Mezzosopran, Violonchello und Klavier 1996 ~ 15m
55 Rot - nach Texten von Reinhard Kräuter für Sopran und Streichquartett 1996 ~ 15m
56 Vergessene Erde - für gemischten Chor 1995 ~ 4m
57 Skumring - für Instrumentalensemble 1995 ~ 30m
58 Brennpunkt - für Streicher und jav. Gongs 1994 ~ 25m
59 Psalm - für Streichquartett 1994 ~ 18m
60 Klänge aus einer verlorenen Zeit - für Alt, gemischten Chor, 2 Gläser und Viola 1994 ~ 15m
61 Eine Sonnenfinsternis - für Streichorchester und Pauken 1993 ~ 20m
62 Erwachen I - für 3 Geigen 1993 ~ 8m
63 Der Fall Medea - Oper 1993
64 Zwiespalt - für Flöte und Violoncello 1991 ~ 2m
65 Ziel - für Violine und Violoncello 1991 ~ 2m
66 Stück - für zwei Violinen und Violoncello 1991 ~ 4m
67 Fall 1 - für Flöte, Violine und Violoncello 1991 ~ 4m
68 Fall 2 - für Flöte, Klarinette, Trompete, 3 Pauken/Tempelblock und 2 Celli 1991 ~ 8m
69 Der Verfall - Passion nach Texten von Georg Trakl für Sopran, Chor und Kammerorchester 1991 ~ 20m
70 Ikarus - für Streichorchester 1991 15m
71 Salve Regina - Werk für Sopran, Chor und Orchester 24m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1969
Geburtsdatum:  18. September 1969
Geburtsort:  Bregenz
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Die 1969 in Österreich geborene Johanna Doderer entdeckt ihr Talent kreativ mit Musik umzugehen bereits in ihrer Kindheit. Frühe Improvisationen lassen Gerold Amann auf sie aufmerksam werden. Er ist ihr wichtigster Mentor und Förderer. Sie studierte bei Beat Furrer, Klaus Peter Sattler und Erich Urbanner. Johanna Doderer arbeitet seit Jahren an der Auseinandersetzung von Dynamik und Gleichzeitigkeit in der Musik.

Schwerpunkt ihres Schaffens liegt in der Oper, in Solo- und Orchesterwerken und in der Vokalmusik. Ein Markenzeichen der Komponistin ist die konstante Zusammenarbeit mit einigen bedeutenden Künstlern: Ulf Schirmer, Patricia Kopatchinskaja und Sylvia Khittl-Muhr sind einige jener Menschen, die sie in ihrer musikalischen Sprach­findung stark beeinflusst haben.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1991 - 1993

Unterricht bei Melody Wu

1991 - 1993
1991 - 1993

Privatstudium Komposition

1993 - 1995

Komposition

1996 - 2000

Film- und Medienkomposition

1996 - 2000

Komposition

2000

Diplom Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1995

Gründung des Ensembles

1998

Teilnahme

verschiedenen Musikschulen: Unterrichtstätigkeit (Hauptfach Klavier), Organisation von Auftrittsmöglichkeiten für die Klavierschüler

Gründung eines Chores mit Aufführungen eigener Werke, Einstudierung der Chorwerke größtenteils unter Leitung Doderers

Gründung eines Streichorchesters zur Aufführungen von Kompositionen des Vereins "die andere saite" gemeinsam mit dem Dirigenten Nassir Heidarian Rasty

regelmäßige Arbeit mit KünstlerInnen wie zum Beispiel Patricia Kopatschinskaja, Sylvia Khittl-Muhr, Ulf Schirmer und Edua Zadory

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Münchner Rundfunkorchester

Ensemble Linz 09

Graz

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2001

Kompositionsstipendium

2002

Kulturförderpreis

2002

Kulturpreis

2002

Staatsstipendium für Komponistinnen

2004

composer in residence

2004

Publicity-Preis

Stilbeschreibung

Ihr Stil ist umstritten. Diskussionen, was zeitgenössische Musik darf oder nicht, führt die Künstlerin oft. Unverblümt tonale Bezüge prägen ihre Werke. Bewusst gestaltet sie ihre Stücke strahlender als viele andere Kompositionen, die seit 1945 entstanden sind. „Es ist die Bereitschaft, innere Räume zu kultivieren, die Neues entstehen lässt“, sagt Johanna Doderer. Diese inneren Freiräume sind es, die es ihr ermöglichen, mit Offenheit in alle Richtungen an neue Kompositionen heran zu gehen. National und international erfreuen sich ihre Kompositionen großer Beliebtheit. Patricia Kopatchinskaja, Édua Zádory, Marlis Petersen oder Ildiko Raimondi gehören zu dem stetig wachsenden Kreis an Künstlern, die Johanna Doderers Sprache verstehen und lieben.

 

Quelle: Website der Komponistin

 

 „Die Zeit ist es, die Dinge wieder neu werden lässt. Was darf man, was darf man nicht – diese Diskussionen hatte ich alle schon. Natürlich kann man nicht einfach alte Stile kopieren, aber ich komme immer weiter weg vom Schweren, Negativen. Ich möchte Menschen mit Musik auch ein Stück glücklich machen. Das klingt jetzt sehr esoterisch, ist es aber nicht. Ich glaube, dass ein Element der Freude absolut möglich sein muss. Die Düsterkeit vieler Neuer Musik seit 1945 will ich ganz bewusst verlassen. Ich suche mir meine Herausforderungen anderswo: Einen Saal mit Klängen zum Strahlen zu bringen – das muss man erst einmal schaffen!“

 

Quelle: Die Komponistin im Gespräch mit Walter Weidringer in "Haydn und der nackte Wahnsinn", Klangpunkte 28, Frühjahr 2009, S. 5

 

Pressestimmen

16. Juni 2009

Zukunftsmusik, die keine mehr sein konnte
Opulent im Klang, manchmal fast neoromantisch schwelgerisch, mit beinahe "klassischen" Effekten und tonalem Fundament, zeichnete Doderer Hadids nicht minder expressives Gemälde nach. Reine Lust am Klang, aber auch beim Spielen und Hören. [...] 

ÖO Nachrichten 

 

2008

Zu "Mon Cher cousin" für Sopran und Orchester (Augsburger Mozartfest 2008):
Her music was so strong and colorful that it rather disturbed the delicate balance of the Classical-era works that made up the rest of Wednesday's opening night concert. 

The Washington Post 

 

5. September 2006

Doderer gelang eine Partitur von höchst eigenständigem Charakter, inwendig voller Figur, nach aussen hin voll ungebrochener Energie. 

Süddeutsche Zeitung 

 

4. September 2006

Rauschhafte Ekstasen bestimmen derart über weite Strecken das Bild dieses pausenlos präsentierten, eineinhalbstündigen Musiktheaters, das sich gleichwohl traditionell gibt. Denn Doderer geht es um die Sache, nicht um den billigen Effekt. Weil sie ihr Handwerk perfekt versteht, kann sie mit ihrer dicht gearbeiteten Partitur immer wieder den überzeugenden Beweis antreten, dass sich auch heute Spannung mit an die Spätromantik anknüpfenden Klangmodellen erzeugen lässt, diese sich zudem ideal mit Formen der "minimal music" verknüpfen lassen. 

Die Presse (Walter Dobner) 

 

27. Jänner 2005

Auf dem Konzertsektor gab es klare Höhepunkte mit dem Gastspiel des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks /Mariss Jansons und dem Portraitkonzert der aus Dornbirn stammenden Komponistin Johanna Doderer, die mit der Uraufführung ihres klangopulent-suggestiven Violinkonzerts durch den Wiener ConcerVerein tief beeindruckte. 

ÖMZ (Anna Mika) 

 

15. August 2003

Johanna Doderer ist keine Theoretikerin, sondern eine Vollblutmusikerin. Sie hat sich ein Menschen- ein Frauenschicksal hergenommen, das sie offenbar innerlich bewegt hat, und diese Emotion in Klang umgesetzt. Ihre Musik, die erst am Ende, wenn der unfassbare Mord Gestalt gewinnt, in die Atonalität gleitet, ist von starker rhythmischer Gedrängtheit, von dramatischer Spannung, von hoher Ausdruckskraft. 

Vorarlberger Nachrichten (Renate Wagner) 

Kontaktperson von (Organisation)

Kontakt, Links

Telefon:  ++43 (1) 7121044
Fax:  ++43 (1) 7121044
E-Mail :  managementatdoderer [dot] at
Website:  doderer.at
Links: