Willi Herbert

Vorname
Herbert
Nachname
Willi
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Modern/Avantgarde
Geburtsjahr
1956
Geburtsort
Bludenz
Geburtsland
Österreich

lebt als freischaffender Komponist


Ausbildung
Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck Fagott
Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck Klavier
1983 - 1985 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Komposition Eder Helmut
1985 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Kompositionsdiplom und Mag. art.
1985 Weitere Studien Schaeffer Boguslaw Julien
1988 Begegnungen mit Olivier Messiaen
Universität Innsbruck Innsbruck Abschluss Mag. phil.
Universität Innsbruck Innsbruck Schulmusik
Universität Innsbruck Innsbruck Theologie

Aufträge (Auswahl)
2006 Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H.
1994 Opernhaus Zürich Schlafes Bruder - Oper
1990 Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Für 16 - Kleines Kammerkonzert
1983 Jeunesses Musicales International Froher Gesang - Stück für Klarinette und Klavier
1987 Bregenzer Festspiele Aurora - Giove - für Orchester
1989 Festival Strings Lucerne Il Combattimento di Cecco e la sua Compagnia - per violoncello ed orchestra d'archi
1989 Wien Modern Der Froschmäusekrieg - für Sprechgesang, 3 Orchestergruppen und Tonband
1991 BR - Bayerischer Rundfunk Räume - für Orchester (Zur Erinnerung an Andrej Tarkowskij)
1993 Bayerische Staatsoper Flötenkonzert
2006 Salzburger Festspiele Auftrag anlässlich des Mozartjahrs 2006 ego eimi - Konzert für Klarinette und Orchester

Aufführungen (Auswahl)
1996 Il Combattimento di Cecco e la sua Compagnia - per violoncello ed orchestra d'archi
2006 Wiener Concert-Verein Wien ...geraume Zeit... - Konzert für Flöte (auch Piccolo und Altflöte), Oboe und Orchester (aus dem Zyklus "Montafon")
2006 Venedig Teatro La Fenice Eirene - Konzert für Trompete in C (auch hoch B) und Orchester
2006 Musikverein Wien - Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Wien ego eimi - Konzert für Klarinette und Orchester
Aufführungen an vielen wichtigen Opern- und Konzerthäusern Europas und Amerikas sowie bei Festivals

Auszeichnungen
1985 Republik Österreich Staatsstipendium
1986 Republik Österreich Staatsstipendium
1987 Wiener Konzerthausgesellschaft Preisträger beim Streichquartettwettbewerb Streichquartett 1986
1989 Republik Österreich Staatsstipendium
1990 Körber Stiftung: Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkompositionen
1991 Ernst von Siemens Musikstiftung Förderpreis
1992 Salzburger Festspiele Composer in residence
1994 UNESCO - United Nations Educational, Scientific an Cultural Organisation UNESCO - International Rostrum of Composers: Komponistenpreis für Konzert für Orchester
1996 Camerata Salzburg Composer in residence
1997 Republik Österreich Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
1998 Amt der Vorarlberger Landesregierung Großes Verdienstzeichen
2002 Musikverein Wien - Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Composer in residence
2002 Wiener Concert-Verein Composer in residence
2005 Amt der Vorarlberger Landesregierung Ehrengabe

Stilbeschreibung

 

Wenn ich in mich hineinhöre, immer kann ich Musik hören - alle Einflüsse des Tages hinterlassen ihre Spuren. Mir geht es aber darum, in der Stille davon frei zu werden, darin zu verweilen, bis aus dieser Situation heraus neue Gestalt erkennbar, sichtbar, hörbar wird.

 

Herbert Willi, zitiert nach: Fuhrmann, Axel: "Klänge aus der Stille", ÖMZ, 48 (1993), Heft 6, S. 321


Pressestimmen

 

8. Februar 2006

 

Willi ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Klangverwandtschaften zu anderen Komponisten oder Stilen sind kaum auszumachen.

Welser Rundschau

2002

Aus kosmischen Fernen
Versteht man unter einem Komponisten einen Mann, der das tut, was diese vom lateinischen Zeitwort componere (zusammenstellen) abgeleitete Bezeichnung meint, der also Noten, Themen, Akkorde nach den verschiedensten Gesichtspunkten in den unterschiedlichsten Varianten zusammenstellt, oft genug auch, aktuellen stilistischen Diktaten gehorchend, mühsam zusammenstoppelt und -klittert, so wäre es beinah kränkend, Herbert Willi einen Komponisten zu nennen. Willis Musik entsteht auf andere Weise. Es fragt sich überhaupt, ob seine Musik entsteht, wie alles, nicht nur die Kunst, eben zu entstehen pflegt, und ob sie vielmehr nicht schon immer da ist, da war und von Herbert Willi in der bestürzenden Stille seiner selbst gewählten Einsamkeiten in der Vorarlberger Bergwelt abgelauscht und aus kosmischen Fernen herunter oktaviert wird in den Bereich des allgemein Hörbaren. Die Parameter von Willis Schaffen sind daher nicht im gängigen Metier der Herstellung von Musik zu suchen, sondern in Bereichen des Empfindens und Erkennens, an die vor allem westliche Kunst und westliches Denken unter dem Diktat des Rationalismus längst kaum noch Erinnerung hat.

Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Peter Vujica)

 

Diskographie:

 

  • 2005: Eirene / Räume / ... geraume Zeit ... / Begegnung / Rondino. Wergo, WER 66732.
  • 1997: Neue Musik aus Österreich ORF CD 160.
  • 1994: Vienna Brass Fanfare for a new theatre, Extraplatte CD EX 208 094-2.
  • Herbert Willi Amadeo CD 431 077-2 (=Österreichische Musik der Gegenwart).
  • Casablanca CD CASA 007 (Edition Moderne).


Links Musikdokumentationsstelle Vorarlberg, Schott Music

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Herbert Willi. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/67522 (Abrufdatum: 23. 9. 2020).

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