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Matbou Riahi Mona

Vorname
Mona
Nachname
Matbou Riahi
erfasst als
Interpret:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Kurator:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Global
Klassik
Neue Musik
Instrument(e)
Klarinette
Bassklarinette
Stimme
Geburtsjahr
1990
Geburtsort
Teheran
Geburtsland
Iran, Islamische Republik
Mona Matbou Riahi

Mona Matbou Riahi © Hessam Samavatian

"Geboren 1990 in Teheran (Iran). Mona Matbou Riahi wurde 1990 in Teheran / Iran geboren. Mit 17 Jahren zog sie nach Wien, um an der Universität für Musik und Darstellende Kunst zu studieren. Sie hat sich als Klarinettistin und Komponistin in verschiedensten Projekten und Musikvermittlungsprojekten einen Namen gemacht. Sie nahm an verschiedenen Musikwettbewerben teil und gewann zahlreiche Preise.
Ihre besondere Vorliebe gilt der Auseinandersetzung mit experimenteller Musik, elektronischer Musik, freier Improvisation und Performance. Sie konzentriert europaweit auf anerkannten Bühnen und Festivals mit verschiedenen Formationen , Naqsh Duo (Golfam Khayam), Gabbeh (Golnar Shahyar, Manu Mayr), Kry (Philipp Kienberger, Alexander Yannilos) u.a und arbeitet bei vielen anderen Projekten als Gast mit. [...]
Sie ist seit 2018 als Klarinettenlehrerin an der Zentrum für Musikvermittlung (1140) tätig."
Mona Matbou Riahi: About (2020), abgerufen am 06.08.2020 [http://www.monamatbouriahi.com/about/]

Stilbeschreibung

Riahis besondere Vorliebe gilt der Auseinandersetzung mit experimenteller Musik, freier Improvisation und Performance, ihr Repertoire umfasst allerdings eine Vielzahl von Genres. Ihre individuelle musikalische Sprache, die auf persönlichen Erfahrungen mit verschiedensten Musik- und Stilrichtungen fusst, findet ihren Ausdruck in vielseitigen Kompositionen und fließt ebenso in ihre musikpädagogische Arbeit ein - so integriert sie in ihren Kompositionen zeitgenössischer Musik und freien Improvisationen westliche wie auch iranische Musikelemente.
Verena Platzer (2020)

Auszeichnungen

2005 Fajr International Music Festival, Teheran (Iran): Erster Preis (Kategorie: Solo-Klarinette)
2006 Tehran Contemporary Music Festival, Teheran (Iran): Erster Preis (Kategorie: Kammermusik)
2007 Mozartwettbewerb Teheran - Kooperation zwischen Universität Teheran (Iran), Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Gewinnerin
2008 National Festival of Youth Music, Teheran (Iran): Erster Preis (Kategorie: Kammermusik)
2011 Austrian World Music Awards - IKKZ – Internationales Kultur- und Kommunikationszentrum: Finalistin (mit Sormeh)
2013 Stella 13: STELLA-Darstellender.Kunst.Preis (Kategorie: Herausragende Produktion für Kinder), gemeinsam mit makemake produktionen
2014 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich: Austrian World Music Award (mit Sormeh)
2015 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2016–2017" (mit Sormeh)
2017 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Startstipendium für Musik
2022 Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2023–2024" (mit /kry)

Ausbildung

2007–2012 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Konzertfach Klarinette, IGP Klarinette (Wolfgang Kornberger, Rupert Fankhauser)

Tätigkeiten

2012–2013 Dschungel Wien: musikalische Begleitung diverser Theaterproduktionen (u.a. "Das Kind der Seehundfrau")
20122014 Tanzcompany tanz.labor.labyrinth, Wien: Musikerin bei diversen Produktionen (u.a. "Seven cities of love", "Falling Up")
2015 Theater in der Josefstadt, Wien: musikalische Begleitung diverser Theaterstücke (u.a. "Anatol")
20152017 Jeunesse – Musikalische Jugend Österreich: Musikerin bei diversen Aufführungen (u.a. "Cinello",  "Wüstenwind") 
2017 Projekt "raum macht musik" - ORF Radio Symphonieorchester Wien: Trainerin und musikalische Leitung
2017 Wiener Festwochen: Musikerin für diverse Produktionen (u.a. "Traiskirchen. Das Musical")
2018–heute Zentrum für Musikvermittlung, Wien: Lehrerin (Klarinette)
2019 Performance-Production "Ganymed in Love" - Kunsthistorisches Museum Wien: Musikerin
2019 Volkstheater Ges.m.b.H., Wien: Musikerin (Theaterproduktion "Rojava")
2020 Landestheater Niederösterreich, St. Pölten: musikalische Begleitung diverser Theaterstücke, u.a. "Die drei Musketiere"
2020 Kompositionsprojekt "Ludwig van JETZT", Krems: Workshop-Leiterin an Schulen
2023 DE/SEMBLE: Kuratorin (gemeinsam mit Regina Fisch, Katharina Fennesz)

Mitglied in den Ensembles/Bands/Orchestern
2007–2008 Teheran Philharmonic Symphony Orchestra (Iran): Solistin
2011–2014 Morgenland Chamber Orchestra, Morgenland Festival Osnabrück (Deutschland): Klarinettistin
2011–2017 Sormeh: Klarinettistin, Sängerin (gemeinsam mit Golnar Shahyar (voc, perc, Berimbau), Jelena Popržan (va, voc, loops))
2012–heute Gabbeh ensemble: Klarinettistin (gemeinsam mit Manuel Mayr (db), Golnar Shahyar (voc))
2013–2014 The Max Steiner Orchestra Vienna: Klarinettistin
2014–heute Naqsh Duo, Wien: Gründungsmitglied (gemeinsam mit Golfam Khayam (git))
2019–heute /kry, Wien: Mitbegründerin (gemeinsam mit Philipp Kienberger (ebass), Alexander Yannilos (dr))
2021–heute Dance With The Ghosts Chamber Sextet: Klarinettistin, Sängerin (gemeinsam mit David Six (pn, perc), Simon Zöchbauer (trp, flh), Clemens Sainitzer (vc), Irene Kepl (vl), András Dés (perc))
2022 Ensemble MULTIPHONICS 8: Klarinettistin (gemeinsam mit Gina Schwarz (db, Komposition) Daniel Manrique-Smith, Annette Maye, Steffen Schorn, Thomas Savy, Lucas Leidinger, Mahan Mirarab (git), Dirk-Peter Kölsch)

Auftritte u. a. mit Solisten wie: Mathias Rüegg, Burkhard Paul Stangl, John Tilbury, Kinan Azmeh, Anja Lechner, François Couturier, Anna Clara Hauf und Maja Osojnik

Aufführungen (Auswahl)

2015 Wiener Konzerthaus: Auftritte von Sormeh und DENK mit dem gemeinsamen Programm "Wüsten & Oasen"
2018 SWR New Jazz Meeting, Baden-Baden (Deutschland): Teilnahme mit dem Septett "On Boit Lumumba" unter der Leitung von Lukas Kranzelbinder
2019 Glatt & Verkehrt, Krems: Auftritte mit Mira Lu Kovacs  und dem Clemens Wenger Ensemble mit dem Programm "The Urge of Night"
2019: Jazzfest Berlin, Berliner Festspiele (Deutschland) : Auftritte mit Anthony Braxton (Programm: "Anthony Braxton’s Sonic Genome")
2020 Jazzatelier Ulrichsberg: Auftritte mit dem Gabbeh ensemble

weitere Auftritte u.a. bei dtirol Jazzfestival Alto Adige, Jazz and the City (Salzburg), Wien Modern, Music Unlimited Wels, Festival Les Nuits du Monde, Festival Ellas Crean (Madrid) etc.

Pressestimmen (Auswahl)

28. Oktober 2022
"„Way To Blue“ ist ein Stück Musik geworden, das darauf abzielt, Bilder im Kopf der Hörer:innen entstehen zu lassen. Und diese Wirkung entfaltet es in einem sehr hohen Maße. Je mehr man den Stücken auf den Grund geht, sie auf sich wirken lässt, desto mehr verliert man sich auch in ihnen. Gina Schwarz zeigt sich auf diesem Album als eine Komponistin, mit einem ausgeprägten Gefühl für packende Stimmung, für einen Jazz-Ton, der seine ganz eigene faszinierende Geschichte erzählt."
mica-Musikmagazin: GINA SCHWARZ & MULTIPHONICS 8 – “Way To Blue” (Michael Ternai, 2022)

15. Juni 2016
über "Narrante" (ECM Records)
"Es ist eine faszinierende musikalische Reise in eine ferne Welt, die die beiden aus dem Iran stammenden Künstlerinnen Golfam Khayam (Gitarre) und Mona Matbou Riahi (Klarinette) auf ihrer CD "Narrante" unternehmen, eine Rückkehr zu ihren persischen Wurzeln, die sie in einer ungemein lyrischen, sehr ausdrucksstarken und berührenden Form zum Ausdruck bringen. Hört man sich durch die stimmungsvoll wunderbar aufgeladenen Stücke des Duos, pflanzen sich unweigerlich Bilder in den Kopf von einsamen, kargen, aber wunderschönen Landschaften, in denen die Zeit seit Ewigkeiten stillzustehen scheint. Man wird regelrecht verzaubert. Die weichen Klänge und zarten Melodien umschmeicheln sanft, sie erklingen melancholisch, geheimnisvoll und auch - trotz aller Reduzierung - sehr vielschichtig und erzählen über weit gespannte Spannungsbögen Geschichten, die einfach unter die Haut gehen und die Fantasie wecken. Das Schöne an der Musik von der in der Schweiz lebenden Golfam Khayam und der in Wien lebenden Mona Matbou Riahi ist zudem, dass sie keineswegs nur starr in der Tradition verhaftet bleibt, sondern dass in ihr sehr wohl auf eine ganz eigene Art Brücken hin zu anderen Spielformen und Genres geschlagen werden. Hin und wieder klingen in den insgesamt neun Nummern leichte Anleihen aus dem Jazz durch, an anderer Stelle wiederum blitzen kurzzeitig immer wieder kammermusikalische Elemente hervor oder es wird schlicht und munter drauflosexperimentiert, was das ohnehin schon abwechslungsreiche Geschehen noch vielfältiger werden lässt. Es ist einfach kaum möglich, von der Musik dieses Zweiergespanns nicht in irgendeiner Art berührt zu werden, denn sie hat diese ganz bestimmte und in die Tiefe gehende Note, die einfach nicht mehr loslassen will. Mit "Narrante" legen Golfam Khayam und Mona Matbou Riahi ein Hörerlebnis der Extraklasse vor. Es ist ein Album, das man sich wieder und wieder zu Gemüte führen will und muss, weil es eben so atemberaubend schön ist. Wirklich ganz großes (Klang-)Kino."
mica-Musikmagazin: GOLFAM KHAYAM/MONA MATBOU RIAHI - "Narrante" (Michael Ternai, 2016)

Diskografie (Auswahl)

mit eigenen Bands/Ensembles
2022 Way To Blue - Ensemble MULTIPHONICS 8 (CD, cracked anegg records)
2019 Fraufeld Vol. 2 (arooo.records) // Track 2: Cardio FM
2019 The Urge Of Night: Live - Mira Lu Kovacs & Clemens Wenger (LP; Ink Music)
2018 Unlimited 31 Ribbons Of Euphoria (Pan Rec) // Track 19: Gabbeh
2016 Narrante - Naqsh Duo (ECM Records)
2016 Radio Vienna: Sounds from the 21st Century (Galileo MC) // Track 10: What Can You Mach; Track 15: Adio Querida (beide mit Sormeh)
2013 SORMEH - Sormeh (Lotus Records)

als Interpretin
2019 Mahan Mirarab: Persian Side of Jazz, Vol. 2 (RHE Records) // Track 2: Mr. Hyper; Track 5: Improvisation; Track 6: Anar

Literatur

mica-Archiv: Mona Matbou Riahi

2013 mica: STELLA 2013 für makemake-Produktion: "Das Kind der Seehundfrau". In: mica-Musimagazin.
2014 mica: AUSTRIAN WORLD MUSIC AWARDS 2014 - Die FinalistInnen stehen fest. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: Sormeh präsentieren ihr Debüt. In: mica-Musikmagazin.
2015 mica: SAM'S BAR geht in die dritte Runde!. In: mica-Musikmagazin.
2017 Hauk, Katrin: "Ich finde diesen Ansatz sehr wichtig, weil wir uns als Menschen begegneten und miteinander Musik machten" - ANNEMARIE MITTERBÄCK im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2020 Kochmann, Alexander: MAHAN MIRARAB - "Persian Side of Jazz Vol. 2". In: mica-Musikmagazin.
2020 mica: SALAM ORIENT 2020. In: mica-Musikmagazin.
2022 Ternai, Michael: GINA SCHWARZ & MULTIPHONICS 8 – “Way To Blue”. In: mica-Musikmagazin.
2023 mica: DE/SEMBLE – NEW DIRECTIONS IN JAZZ: CALL FOR ARTISTS no.1. In: mica-Musikmagazin.
2023 mica: SHIFT-Projekte starten feministisch in den Sommer. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Mona Matbou Riahi
austrian music export: Mona Matbou Riahi
Wikipedia: Mona Matbou Riahi
Facebook: Mona Matbou Riahi
Webseite: Sormeh
austrian music export: Sormeh
Facebook: Sormeh
Facebook: Gabbeh
YouTube: Gabbeh
Facebook: Naqsh Duo
YouTube: /kry
Webseite: Zentrum für Musikvermittlung

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 20. 3. 2024): Biografie Mona Matbou Riahi. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/200984 (Abrufdatum: 27. 5. 2024).

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