Musikdatenbank von mica - music austria (2001ff.) - Komponistinnen
Im Jahr 2001 erfolgte durch das mica – Music Information Center Austria eine erste umfassende Online-Veröffentlichung: Die mica-Webseite war als genreübergreifende Online-Promotionplattform konzipiert – gewissermaßen als österreichische Musik-Enzyklopädie. Sie versammelte Informationen zu Musikschaffenden, Institutionen und Unternehmen und erfasste zunächst rund 804 Künstler:innen aller Genres, darunter Komponist:innen, Interpret:innen, Ensembles und Bands. Den zentralen Ausgangspunkt bildete das EU-Projekt „European Music Navigator“ (2000–2003). Projektleiter und ehemaliger mica-Geschäftsführer Peter Rantasa entwickelte die Vision einer digitalen Plattform, die das europäische Musikleben systematisch sichtbar macht.
Die 422 im „Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich“ erfassten Komponist:innen zeitgenössischer Musik aus dem Jahr 1997 – eines der ersten Projekte des 1994 gegründetem Vereins – waren zunächst in den bestehenden Verzeichnissen nicht systematisch abgebildet. Dieses Defizit wurde im Zuge der Weiterentwicklung gezielt behoben.
Im März 2003 wurde die mica-Webseite vollständig neu aufgesetzt. Der Relaunch, der sich optisch durch die Farbe Orange auszeichnete, ging mit der Einführung einer neuen, einheitlichen Lösung für sämtliche Bereiche einher: Das Musiklexikon, das Expert:innennetzwerk und die Informationsplattform wurden technisch und inhaltlich zusammengeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits rund 3.800 Datensätze zu Komponist:innen, Interpret:innen, Orchestern, Ensembles und Bands unterschiedlichster Stilrichtungen online zugänglich. Innerhalb dieser Bestände fanden sich 2.093 Personenprofile, darunter 418 Komponist:innen, von denen wiederum 342 dem Bereich der zeitgenössischen Musik zugeordnet waren.
Im Jahr 2010 lag der Schwerpunkt auf der stärkeren Sichtbarmachung von Frauen im Musikleben. Geplant war ein eigener frauen/musik-Channel, der Akteurinnen der österreichischen Musiklandschaft gesondert recherchier- und filterbar macht. In das Projekt wurde das im Jahr 2009 vom österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA) herausgegebene Buch „frauen/musik österreich”, bei dessen inhaltlicher Zusammenstellung das mica – music austria bereits maßgeblich beteiligt war, eingearbeitet. Die Publikation enthält Kontaktdaten und Informationen von Komponistinnen, DJs, VJs, Performancekünstlerinnen, Musikmanagerinnen, Interpretinnen, Musikwissenschaftlerinnen und Publizistinnen. Im Jahr 2011 wurden diese Daten in die mica-Musikdatenbank integriert und als eigenständiger Bereich öffentlich zugänglich gemacht. Damit wurde nicht nur ein inhaltlicher Schwerpunkt gesetzt, sondern auch ein strukturelles Signal: Sichtbarkeit entsteht nicht allein durch Sammlung, sondern durch gezielte Systematisierung.
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von mica – music austria im Jahr 2024 wurde der Bereich „frauen/musik” neu gestaltet. Entsprechend der inhaltlichen Ausrichtung der Musikdatenbank stehen hier Frauen als Komponistinnen, Interpretinnen sowie als Teil von Ensembles und Bands im Fokus. All jene Komponistinnen in diesem Bereich, werden hier extra nochmals angezeigt:
Komponistinnen in der Musikdatenbank von mica - music austria
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