Mit freundlicher Genehmigung von M. Kranebitter (Privatfoto ©)

Kranebitter Matthias

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Vestris 4.0 2017 21m
2 accummulation 1 (unnecessary needs) 2016 9m 40s
3 Echotecture Prolog 2016 9m
4 Pancrace Royer: Le Vertigo 2016 6m
5 Wassermusik Suite No.2 2016
6 Stack overflow: exploiting 24 preludes 2016 - 2017 13m
7 die Auflösung traditioneller Stubenmusik in die Geometrie des Alpenhauptkammes 2016 8m
8 pitch study no.1 / contra violin 2016 9m 30s
9 Konzert für die Unsichtbare Hand (nach Adam Smith) 2015
10 nihilisitc study 13 to 14 2015 8m
11 Dead Girl (Requiem E) 2015 15m
12 96bit music for accordion 2014 8m 30s
13 minced and bulbous, also: fast (thanks to Don Van Vliet) 2014 5m 30s
14 state of surfeit 2014 15m
15 survival of the fittest - balzgesänge im spätkapitalismus 2014 30m
16 Noisy Pearl/s 2014
17 nihilistic studies 4 – 6 (piano as neurosis) 2013 6m 30s
18 32bit recorder songs 2013 6m 30s
19 a söchtener reuter möcht i wern 2013 9m
20 nihilistic study no.7 2013 12m
21 grafting II 2013
22 appassionata mit reprise 2012 9m
23 dunkel ist das Leben ist der Tod 2012 8m
24 fröhliche Relativitäten 2012 14m
25 blödmaschinen (karaoke version) 2012 6m
26 Denudationen 1 – 118 2012 13m
27 fröhliche Verunstaltungen (Musik als Neurose) 2012 14m
28 Stop and change 2011 10m
29 Ringelreigen 116,9g CO2 2011 6m
30 Der Apfel aus Basra - Kammeroper 2011 ~ 60m
31 Trinklied vom Jammer der Erde II 2011 8m
32 blödmaschinen 2011
33 gegen die wand 2011
34 stopandchange 2011 10m
35 Konzert für Cembalo und Ensemble in Es Dur 2010 13m
36 Ringelreigen 138,9g CO2 2010 6m
37 Candlelight Music mit Rondo 2010 9m
38 Anfall, Unfall, Abfall 2010 9m
39 2. Streichquartett 2010 7m
40 sustained surprise - haydnsymphony94.remixed 2009 20m
41 beefstudies 2009 7m
42 Kraut und Rüben - für Streichorchester 2009 6m
43 Konzert für Altsaxophon und Midiorchester in D Dur 2009 11m
44 Symphonie 3000 in C Dur 2009 40s
45 "Tschuschen: Power" - Musik zur TV Serie 2009
46 puzzle 2008 5m
47 build'n'blast 2008 7m
48 schaltung 2008 9m
49 spreu und scherben 2008 10m
50 Tezcatlipocas 2008 6m
51 stolpern und hasten 2008 9m
52 "Das große Glück sozusagen" - Musik zum Film 2008
53 zoom in - für Sopransaxophon und Live-Elektronik 2007 4m 30s
54 zoom in 2007 4m 30s
55 7enden 2007 30m
56 unlooped 2007 6m
57 allejahre/widerklingend 2007 4m
58 Kreise - für Viola und tiefes Ensemble 2006 15m 30s
59 "Harz" - Musik zum Film 2006
60 Safiatan - für Orchester 2006 11m
61 Galanti X360.remixed 2006 8m
62 nagapini Rekonstruiert 2006 4m
63 Regenmacher - Klanginstallation mit interaktiven Lasersensoren 2006
64 Breathing - für 32-stimmigen Chor und Live-Elektronik 2005 11m
65 ... unddasbing - für Bigband 2005 6m
66 Schatten - für Klavier und Live-Elektronik 2005 8m 30s
67 Derelicted Athmospheres - Klang- und Videoinstallation 2005
68 Matzleinsdorf 05 - für Viola, Kontrabass und Tonband 2005 6m
69 "washing day" - Musik zum Film 2005
70 "Der Vortrag" - Musik zum Film 2005
71 "spiegelbilder" - Musik zum Film 2005
72 "Fremde Freunde" - Musik zum Film 2005
73 ragzigzag 2004 5m
74 160bpm - für Bigband 2004
75 Szenen - für kleines Symphonieorchester 2004 13m 30s
76 2 Stücke - für Ensemble 2004 7m
77 "lost in function" - Musik zum Film 2004
78 "Teilsames" - Musik zum Film 2004
79 "Völlerei" - Musik zum Film 2004
80 Insight soundscape - [Klanginstallation] 2004
81 Falten - für Klarinette und Bigband 2003
82 Suite für Klarinette und Violoncello 2002 14m
83 Heimatklänge PK02 - für Saxophon, Klarinette, Akkordeon, Gitarre, E-Bass, Synthesizer und Tonband 2002 8m
84 Holz-Luft-Wasser - für Flöte, Marimba und Tonband 2002 9m
85 2 Klavierstücke 2001 7m
86 pitch study no.1 / contra violin 9m 30s
87 Top 10 (Form als Neurose) 10m
88 Versuche gegen die Ohnmacht (v. 3/1) 6m
89 nihilistic study 13 bis 14 7m 30s
90 Dead Girl (Requiem E) 15m
91 Die Auflösung traditioneller Stubenmusik in die Geometrie des Alpenhauptkammes 1.Versuch: Almenmeditation 7m 40s

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1980
Geburtsdatum:  28. Januar 1980
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Matthias Kranebitter wurde am 28. Jänner 1980 in Wien geboren. Er studierte anfangs Mathematik an der Universität Wien, ehe er im Jahr 2000 an der Universität für Musik und darstellende Kunst sein Kompositionsstudium aufnahm. Nach Abschluss in elektroakustischer Komposition bei Dieter Kaufmann und German Toro Perez, Medienkomposition bei Klaus Peter Sattler und Klavier bei Christiane Karajeva, studierte er postgradual am Konservatorium van Amsterdam Contemporary Music Through Non-Western Techniques bei Rafale Reina und Komposition bei Fabio Nieder, sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz Komposition bei Alexander Stankovski.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1988 - 2001

Musikschule Margareten (Lo Stoiber)

1998 - 2002

Mathematikstudium

2000 - 2002

Komposition

2001 - 2006
2002 - 2007

Medienkomposition

2004 - 2008

Elektroakustische Komposition

2004 - 2008

Elektroakustische Komposition

2008 - 2009

postgraduales Kompositionsstudium (Rafale Reina, Fabio Nieder)

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2001 - 2004

Lektor von Notenmaterial

2008

seither organisatorischer Leiter des Kompositionskurses der Internationalen Sommerakademie (ISA)

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2003

Gewinner des Antonin-Dvorak-Remix-Contests

2005

Förderpreis

2006

Erster Preis des Gustav-Mahler-Kompositionswettbewerbs

2006

Gewinner des Wettbewerbs für moderne Chorliteratur

2007

Vierter Preis beim Kompositionswettbewerb der Münchner Symphoniker

2007

Stipendium

2008

Arbeitsstipendium

2009

Erster Preis des Project Young Composers (PJC)

2009

Zweiter Preis beim Kompositionswettbewerb des Zurich Jazz Orchestras

2009

Startstipendium

2011

nominierter Komponist mit Auftrag für ein neues Werk für das Klangforum Wien für 2013

2013

Publicity Preis

Stilbeschreibung

Ich glaube, dass in der Anhäufung von Schwachsinn mehr Wahrheit liegt als in der Anhäufung von Wahrheit. (Christoph Schlingensief)

 

Der Klangfetisch der neuen Musik hat ausgedient, daher gilt mein Interesse nicht mehr der Suche und Erweiterung des klanglichen Materials. Vielmehr bin ich in meiner Musik einerseits an neuen Formen des Ausdrucks interessiert, nicht in einer expressionistischen oder auch pseudoromantischen Vorstellung, sondern im Sinne einer hyperaktiven, schizophren flirrenden Mediengesellschaft und Trashkultur mit ihrer Aufmerksamkeitsstörungen verursachenden Informationsflut, andererseits üben sowohl musikalische Klischees und Tonalität, im Sinne von Alltagslärm, wie auch das quasi "Antimusikalische", das Dilettantische oder das Scheitern selbst, das ich als eine entscheidenden ästhetische Kategorie der jüngsten Zeit wahrnehme, sei es durch Realitydokuboom oder Selbstdarstellungsversuche via Youtubeclips, eine große Faszination auf mich und meine Musik aus. Also nicht im Sinne des sich erhaben fühlenden Voyeurs, sondern im Sinne der Schönheit von Authentizität. Bei dem bewussten Versuch der Integration solcher Elemente in meine Werke ist die zu Grunde liegende Idee nicht mehr die Zerstörung von Tradition, welche ja bereits in der Moderne stattfand, auch nicht die ebensolche Verfahrensweise mit der bereits zur neuen Tradition gewordenen Moderne, sondern eine Störung bzw. Zerstörung, die sich ausschließlich selbst zum Inhalt hat, somit auch für den Außenstehenden wahrnehmbar und nachvollziehbar wird.
Denn gerade dies sehe ich als Aufgabe des Komponisten, da ein elitärer Diskurs (z.B. der über die "innere Beschaffenheit" des Klanges) den Komponisten als Künstler in nur sehr begrenztem Maße mit der Gesellschaft interagieren lässt, jene Interaktion, die für Kunst unumgänglich ist.

 

Matthias Kranebitter, 2011

Pressestimmen

12. Oktober 2010

[...] Matthias Kranebitter ein eigenes Cembalokonzert, das unter Edo Micic vom Ensemble für Neue Musik der Grazer Kunstuniversität ohne Cembalisten aufgeführt wurde; der unspielbar "virtuose" Solopart hätte ohne elektronische Ausführung jedes Cembalo binnen Minuten zum Kollaps geführt. Der dürre zweite Satz karikierte treffend einen ausgeuferten Punktualismus. 

Kleine Zeitung 

 

19. Dezember 2009

"Rag 'ZigZag", die witzig-verschrobene Ragtime-Hommage des Wieners Matthias Kranebitter, in der es auch Platz gibt für lärmige, anarchische Passagen, schaffte es erwartungsgemäss weit. 

Neue Zürcher Zeitung 

 

13. September 2009

Het was uiteindelijk de Oostenrijker, Matthias Kranebitter (29), die met zijn "Sustained Surprise", een ietwat ongebreidelde remix van Haydns 94ste symfonie, de 4.000 euro grote Jonge Componistenprijs in de wacht sleepte. 

de Volkskrant 

 

28. Juni 2007

Matthias Kranebitter, der 27-jährige Soundelektroniker und Komponist, zählte zu den dergestalt Musikbeauftragten: "7enden" hat er sein neues Werk genannt [...] Christoph Cech (p), Herbert Mayr (b) und Michael Williams (Cello) musizierten sorgfältig ausgearbeitete Miniaturen, die wie ein Katalog klingender Aggregatzustände anmuteten: Filigrane Glissando-Strukturen, pseudojazzige Swing-Abstraktionen, kontrapunktische Verflechtungen, strenge Geräuschtexturen - ihre stärksten Momente erreichte die Musik, wenn der Komponist selbst vom Mischpult aus intervenierte und den Klängen über elektronische Live-Prozessierung Unkalkulierbarkeit zurückgab. 

Der Standard (Andreas Felber)

Kontaktperson von (Organisation)

Band-/Ensemblemitglied bei

Band-/Ensemblemitglied bei: 

Kontakt, Links

Sprache:  Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Deutsch, Englisch
Links: