Reinhard Fuchs
erfasst als:
Genre:
Instrument: Akkordeon, Klavier

Mit freundlicher Genehmigung von R. Fuchs ©

Fuchs Reinhard

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 MANIA - für Ensemble 2014
2 Neues Werk 2013 4m
3 TOX 2012 - 2013 13m
4 alarm call 2012 - 2013 3h 30m
5 Invers - für Akkordeon, Klarinette und Streichtrio 2010 13m
6 Torus 2010 13m
7 twined traces 2008
8 Feodora - für Akkordeon solo 2007
9 in circles 2005 8m
10 streut licht | an den bebenden rändern 2005 12m
11 umwebt von leisem Schatten - fünf Bücher für Streichquartett 2004 25m
12 Im unaufhörlichen Wandel bebt ohne Ende 2004 10m
13 descrittivi di stati d'animo di Didone 2004 11m 30s
14 blue poles 2003 17m
15 Invisible Gravitation 2002 15m
16 Transkript 2001 10m
17 wo Angst auf Umhülle prallt 2001 18m
18 gereist in Feldern durch Zeit 2000 12m 52s
19 von der wiederkehr desselben gleichsam zur jagd 2000 15m
20 erstickt vom röcheln verschwindet 1999 12m
21 Labyrinth I 1998 12m
22 et expectat et memenit 1998 8m
23 wo Lippen die Blätter zu Zeichen bewegen 1997 9m
24 ...und... (...und doch so...) 1997 9m
25 Traumsequenz 1997 7m
26 2 Miniaturen 1997 3m
27 wo Lippen die Blätter zu Zeichen bewegen - für Flöte und Live-Elektronik 1997 - 2011

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1974
Geburtsdatum:  3. April 1974
Geburtsort:  Wels
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

Reinhard Fuchs (*1974), studierte zunächst Akkordeon am Brucknerkonservatorium Linz (1991-1995) und absolvierte anschließend seine kompositorische Ausbildung bei Michael Jarrell (1996-2002). Von 1997/98 verbrachte Fuchs ein Studienjahr an der University of Miami in Florida. Weitere wertvolle Impulse für sein Schaffen erhielt er bei Studien mit Brian Ferneyhough, Marco Stroppa, Magnus Lindberg, Klaus Huber, u.a. 1997 gründete er mit Kollegen die Komponistengruppe Gegenklang.

 

Neben Kompositionsaufträgen renommierter Ensembles und Veranstalter (Klangforum Wien, Konzerthaus Wien, Konzerthaus Berlin, Musiktage Donaueschingen etc.) kann Reinhard Fuchs auch auf zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen verweisen. Seine Werke wurden u.a. von Ensembles wie Klangforum Wien, RSO Wien, Les Percussion de Strasbourg & Dirigenten wie z.B. Johannes Kalitzke, Matthias Pintscher u.a. bei Festivals wie Wien Modern, Salzburger Festspiele, Musiktage Donaueschingen, Musikprotokoll, Hörgänge, Konzerthaus Berlin, Contemporary Music Festival Alicante, etc. aufgeführt.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1991 - 1995
1991 - 1995
1991 - 1995

Instrumentalpädagogik

1991 - 1995

Musiktheorie

1996 - 2002

Komposition

1997

University of Miami, Florida/USA: Studium

Kompositionskurse, u.a. bei Brian Ferneyhough, Marco Stroppa, Magnus Lindberg, Klaus Huber, Antoine Bonnet und Jean-Marc Singier

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1997

Mitbegründer der Komponistengruppe

2008

Geschäftsführer und künstlerischer Leiter

freischaffender Komponist

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
2001
2002

Konzerthaus Berlin

2002
2003

SWR und Klangforum Wien

2004
2005

WDR und Klangforum Wien

2006

Bayerische Staatsoper

2006

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1997

European Composition for Cathedral Choirs: Sonderpreis der Fondation Royaumont beim internationalen Kompositionswettbewerb

1997

stasis et vita - Neue Musik in Kassel: Zweiter Preis beim Kompositionswettbewerb

1999

7. Internationaler Kompositionswettbewerb Mozarteum Salzburg: Erster Preis

2000

Internationaler Kompositionswettbewerb Bach 2000: Zweiter Preis

2001

Theodor-Körner-Preis

2003

Anton-Bruckner-Preis

2003

Staatsstipendium für Komposition

Arbeitsstipendium

Stilbeschreibung

Viele Kompositionen von Reinhard Fuchs gehen auf literarische Einflüsse zurück (W. Benjamin, H. Broch, G. Ungaretti, A. Wölfli, F. Schmatz ...). Seine erste große Orchesterkomposition "Wo Angst auf Umhülle prallt" für Stimme und großes Orchester (2002), basierend auf Texten von E.A. Poe, G. Ungaretti, A. Wölfli, verschmilzt die wesentlichsten musikalischen und außermusikalischen Ideen, die Reinhard Fuchs seit vielen Jahren faszinieren: Dicht geknüpfte Netze an Beziehungen, oszillierende Vielschichtigkeiten anstelle einfacher geradliniger Verläufe sowie kontinuierlich vorwärtstreibende, unmittelbare Energie. Dadurch wird dem Zuhörer die Möglichkeit geboten, sich auf einen selbständigen Hör-Weg durch die vielschichtig verwobenen Klänge einzulassen. Dennoch teilt sich die Musik von Reinhard Fuchs ebenso sehr mit, wenn man nur ihre fluktuierende Oberfläche hörend abtastet. Die Stringenz und Reichhaltigkeit seiner weitverzweigten musikalischen Labyrinthe vermitteln sich unmittelbar. Als Initialerlebnis für die Entwicklung dieser Poetik nennt er die Lektüre des französischen Symbolisten Stéphane Mallarmé (1842-1898): "Die Begegnung mit dem späten Prosagedicht "Un coup de dés" von Mallarmé hat einen nachhaltigen Eindruck auf mein Komponieren ausgeübt. Ich war fasziniert von dem vielschichtig gewebten Muster seiner Texte, wo Sprache, Musik und Bilder zu einer komplexen Einheit verschmelzen. An die Stelle einer transparenten Syntax tritt ein Textkondensat, das die Fähigkeit des Lesers zu kombinieren fordert. Dinge werden nicht beschrieben, sondern nur angedeutet. Der Leser wird somit aufgefordert, an dem Schaffungsprozess aktiv teilzunehmen, nach und nach zu entdecken."

 

Reinhard Fuchs, 2003

Pressestimmen

07. April 2010

[...] bot man mit Reinhard Fuchs' "Invers für Klarinette, Akkordeon und Streichtrio" eine bemerkenswerte Uraufführung. Ausgehend von einem Ton entwickelte sich – nicht ganz neu – ein reizvolles Geflecht kleinster Bausteine, die innere Klangwerte bedeutungsvoll in Beziehung setzten. 

Oberösterreichische Nachrichten, Michael Wruss 

 

23. Oktober 2003

Blue Poles von dem in Wien lebenden Komponisten Reinhard Fuchs, inspiriert von einem "Drip-Painting" Jackson Pollocks, erwies sich als die weitaus dichteste und interessanteste Arbeit. 

Salzburger Nachrichten 

 

23. Oktober 2003

Zupackend ins Tumultuöse gewendet, vielschichtig aufgetürmt und konsequent abgewandelt [...]

Die Presse 

 

23. März 2003

Ausgezeichnet hingegen das Werk "Blue Poles" aus der Feder des nicht einmal 30-jährigen Reinhard Fuchs, der neben formaler, an die Maltechnik von Jackson Pollock gemahnender Präzision auf atmosphärische Dichte setzt. Ein Versprechen für die Zukunft. 

Kurier 

 

28. Februar 2001

[...] aufwühlend der hochbegabte, sehr eigenständige Reinhard Fuchs. 

Kurier 

 

28. Februar 2001

Ansonsten waren die innovativen Stücke in den kammermusikalischen Abenden zu finden [....] Einige Namen wird man sich merken müssen, wie Reinhard Fuchs, der in "... erstickt vom röcheln verschwindet..." einem Gedicht Giuseppe Ungarettis folgt. 

Die Zeit

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