Skweres Tomasz

Vorname
Tomasz
Nachname
Skweres
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Violoncello
Geburtsjahr
1984
Geburtsort
Warschau
Geburtsland
Polen

Foto © Dominant Media

Tomasz Skweres ist ein polnischer Komponist und Cellist (geb. 03.04.1984 in Warschau), der seit 1997 in Wien lebt. Er studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition bei Detlev Müller-Siemens (Schüler von György Ligeti und Olivier Messiaen) und Chaya Czernowin sowie Violoncello bei Valentin Erben (Alban Berg Quartett) und Stefan Kropfitsch.

Als Komponist ist Tomasz Skweres Gewinner des Internationalen Joseph Reinl Kompositionswettbewerbes, des Wettbewerbes für das Auftragswerk des Internationalen Joseph Haydn Kammermusik Wettbewerbes (2006 für Streichquartett, 2008 für Klaviertrio), des Theodor Körner Preises, des 2. Preises des Internationalen Kompositionswettbewerbes der Deutschen Hochdruckliga sowie der Förderstipendien der Thyll-Dürr und der Czibulka-Stiftung. Seine Werke wurden beim Festival Wien Modern, Festival Klangspuren, Festival Komponistenmarathon (Wiener Konzerthaus), im Wiener Musikverein, Gasteig (München), Trafo Theater (Budapest), in Guangzhou Xinghai Concert Hall (Volksrepublik China), in der Alten Schmiede (Wien) uraufgeführt und von Radiosendern wie ORF/Ö1, Bayrischer Rundfunk, Radio Stephansdom, ABC Classic FM (Australien) und Frecuencia Universitaria (Mexico) übertragen. Interpreten seiner Werke sind das Altenberg Trio, das Apollon Musagete Quartett, das Platypus Ensemble und das Reconsil Ensemble Wien. Werke von Tomasz Skweres werden exklusiv beim Doblinger Musikverlag publiziert.

Als Cellist ist er ein aktiver Interpret im Bereich der neuen Musik (Vorstand des Ensembles Platypus, Mitwirkung bei dem Ensemble Online und dem Reconsil Ensemble). Solistische Aufnahmen machte er mit dem ÖGZM Symphonieorchester. Seit 2009 ist er engagiert als Cellist bei dem Radiosymphonieorchester Wien. Desweiteren war er als Gründer des ehem. Hibiki Quartetts (gemeinsam mit Xiaoming Wang - Konzertmeister der Zürcher Oper und Hibiki Oshima - Stimmführerin der 2.Violine der Hamburger Philharmoniker) Preisträger des Internationalen Kammermusikwettbewerbes Gaetano Zinetti in Verona (2. Preis und Sonderpreis), des Gradus ad Parnassum Musikwettbewerbes in Österreich, des Residenzwettbewerbes der Wiener Musikuniversität sowie Stipendiat der Karajan Stiftung.


Ausbildung
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Konzertfach Violoncello Erben Valentin
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Konzertfach Violoncello Jess-Kropfitsch Stefan
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Müller-Siemens Detlev
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Czernowin Chaya

Tätigkeiten
2009 Platypus / Ensemble für Neue Musik seitdem Cellist und Vorstandsmitglied
2009 - 2011 ORF Radio Symphonieorchester Wien Wien Cellist
2012 Regensburg seitdem Solochellist des Philharmonischen Orchesters Regensburg
2015 Regensburg Lehrbeauftragter an der HfKM Regensburg - College für Katholische Kirchenmusik & Musikerziehung
2016 - 2017 Hochschule für Musik Detmold Detmold Lehrbeauftragter für Violoncello
Ensemble Reconsil Wien Mitwirkung
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC Mitwirkung
ÖGZM-Orchester solistische Aufnahmen
Gründer des ehemaligen Hibiki-Quartetts
rege Konzerttätigkeit im Bereich der Kammermusik und v.a. der zeitgenössischen Musik

Aufträge (Auswahl)
Wien Modern
Apollon Musagete Quartett
Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr
Ensemble Reconsil Wien
Ensemble Wiener Collage
Platypus - Verein für Neue Musik
Duo Souffle
Verein Snim
Philharmonisches Orchester Regensburg Critical Mass - für symphonisches Orchester
Module Saxophone Quartet
Verein ikultur

Aufführungen (Auswahl)
Wien Modern Wien
Biennale Bern Bern
Klangspuren - Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz Schwaz in Tirol
Musikverein Wien - Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Wien
Wiener Konzerthaus Wien
Alte Schmiede Kunstverein Wien Wien
ORF - Österreichischer Rundfunk Ö1
Guangzhou Xinghai Concert Hall
München Münchner Gasteig
Budapest Trafo Theater
Philharmonie Lemberg
Bukarest Palast Cantacuziono
Puebla - Mexiko Teatro Universitario de la BUAP
WUK - Werkstätten- und Kulturhaus Wien
Eisenstadt Schloss Esterhazy

Auszeichnungen
2006 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Gewinner des internationalen Joseph Haydn Kammermusik Wettbewerbes in der Kategorie "Streichquartett" String Quartet no.1
2008 Franz Josef Reinl Stiftung 2. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbes
2008 Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr Förderstipendium
2009 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Gewinner des internationalen Joseph Haydn Kammermusik Wettbewerbes in der Kategorie "Klaviertrio" Wasser (Water) - für Violine, Cello und Klavier
2009 Theodor Körner Fonds Theodor Körner Preis in der Sparte "Musik und Komposition"
2009 Czibulka-Stiftung Förderstipendium
2009 2. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbes der Deutschen Hochdruckliga
2013 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 1. Preis beim Ernst Krenek Kompositionswettbewerb
2014 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Staatsstipendium für Komposition
2015 Stadt Wien Förderpreis für Musik
2016 International composition competition Citta' di Udine: Spezialpreis
2017 Tonalis17 Kompositionswettbewerb: 1. Preis
Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Srebrna Szybka
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Preisträger des Residenzwettbewerbes
Preisträger des Internationalen Kammermusikwettbewerbes Gaetano Zinetti in Verona
Preisträger des Gradus ad Parnassum Musikwettbewerbes in Österreich
Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung
verschiedene Auszeichnungen des österreichischen Ministeriums für Kultur

Stilbeschreibung
Tomasz Skweres konzentriert sich in seinen Kompositionen stets auf den Klang. Ein häufiges, durch den differenzierten Einsatz spannend bleibendes Stilmittel sind Glissandi. In Kombination mit dynamischer Entwicklung werden diese in fein abgestimmte Klangfarben getaucht, wobei diese kontinuierlichen Fortschreitungen die Hörenden in die mal schnell, mal langsam schleifenden Klänge eintauchen lassen. Kontrastiert werden diese von wiederholten Tönen oder Akkorden, die zeitliche Orientierung schaffen. Gleiches gilt auch für den Einsatz der Stimme, die mit ebendiesen Materialien gestaltet wird. Titel wie "Linie" oder "Hypertonie" regen freie Assoziationen an, konkreter werden diese beim Einsatz von Text in "Wasser", "Mond" oder "Psalm 13" und lassen dennoch genügend Raum, um eigene Gedanken zu entwickeln.

Links mica-Archiv: Tomasz Skweres, Facebook Tomasz Skweres

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 4. 9. 2020): Biografie Tomasz Skweres. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/168174 (Abrufdatum: 4. 12. 2020).

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