Harnik Elisabeth

Vorname
Elisabeth
Nachname
Harnik
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Improvisation
zeitgenössisch
Modern/Avantgarde
Instrument(e)
Klavier
Stimme
Geburtsjahr
1970
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich

Foto © Carmina Escobar

"Die freischaffende Komponistin und Pianistin ELISABETH HARNIK, 1970 in Graz geboren, studierte zunächst klassisches Klavier, später folgte das Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz.
Harniks kompositorische Aktivitäten führen zu Aufträgen und Werkaufführungen im In- und Ausland, etwa beim Komponistenforum Mittersill, beim Musikprotokoll Graz, bei den Klangspuren Schwaz, bei Wien Modern, beim Transart Festival Bozen, bei den Münchner Opern-Festspielen, beim Estonian Harpsichord Society Festival, beim Soundings Festival London, beim Moving Sounds Festival NYC oder am Grazer Opernhaus.
Ihre Kompositionen wurden von zahlreichen Ensembles interpretiert: Ensemble Zeitfluss, Ensemble Schallfeld, Klangforum Wien, Ensemble die reihe, Ensemble Kontrapunkte, Ensemble Reconsil, Ensemble Phace, Ensemble Platypus, Trio Amos, Trio Eis, Airborne Extended, RSO Wien, Thürmchen Ensemble Köln, Ensemble Tonfall der Duisburger Philharmoniker, Ensemble Crush Duisburg, Fidelio Trio London, Cantus Ensemble Zagreb, Ensemble mise-en New York u.a.
Als Improvisationsmusikerin ist sie seit 1996 solo und in Ensembles mit exponierten Vertreter*innen des zeitgenössischen Jazz weltweit zu hören.
Internationale Zusammenarbeiten u.a. mit Johannes Bauer, Melvyn Poore, Thomas Lehn, Gianni Mimmo, Joëlle Léandre, Isabelle Duthoit, Emmanuel Cremer, Mikołaj Trzaska, Jaap Blonk, Paal Nilssen-Love, Alison Blunt, Dominic Lash, Taylor Ho-Bynum, Tomas Fujiwara, Fay Victor, Michael Zerang, Dave Rempis, Fred Lonberg-Holm, Ken Vandermark, Tim Daisy und Clayton Thomas.
Sie ist Mitglied vieler Formationen und konzertiert auf nationalen und internationalen Festivals wie dem V:NM-Festival Graz, dem Ulrichsberger Kaleidophon, den Nickelsdorfer Konfrontationen, dem Artacts Festival St. Johann, dem Music Unlimited Festival Wels, dem Beethoven Fest Bonn, dem Comprovise Festival Köln, dem A L'ARME! Festival Berlin, dem Jazz & More Festival Sibiu, dem Alpenglow Festival London, dem All Ears Festival Oslo, dem Audio Art Festival Pula, dem Krakow Jazz Autumn Festival, dem Umbrella Music Festival Chicago, dem Okka Fest Milwaukee, der Musicacoustica Beijing, dem SoundOut Festival Canberra/Australien oder dem Jazz na Fábrica Festival São Paulo/Brasilien. [...]
CD-Veröffentlichungen dokumentieren ihre kompositorische und pianistische Tätigkeit und sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Zuletzt war sie Composer in Residence im IZZM in Ossiach/Österreich und Preisträgerin des SKE Publicity Awards 2017."
Elisabeth Harnik: Kurzbiografie (2020), abgerufen am 08.10.2020 [http://elisabeth-harnik.at/wp-content/uploads/Elisabeth-Harnik_Bio-1.pdf]

Stilbeschreibung

"Elisabeth Harnik ist bekannt als energiegeladen agierende Improvisatorin. Klangsensible Texturen, gespielt im Klavierinnenraum, ergänzen ihr Spiel, durchbrechen einen mal dichten, mal impulsiven Energiefluss oder aber behalten ihn bei, um keinen Energie-, wohl aber einen Klangfarbenwechsel herbeizuführen. Viele ihrer streng notierten Kompositionen klingen hingegen völlig anders. Sie sind von Ruhe durchzogen, fokussieren klangliche Prozesse. Ein Kontrast im klanglichen Ergebnis und der Entstehungsweise - und doch stehen Erfahrungen des Improvisierens versteckt Pate im Rahmen des Kompositionsprozesses. Konkret: Wesentlicher Aspekt für Elisabeth Harnik als Improvisatorin ist die Interaktion mit einem Gegenüber. Die Mitspielenden geben Impulse in Form einer Ergänzung des gerade gesetzten Klanges oder als kreative Reibefläche und "Störfaktor". Ein solches Gegenüber sucht Elisabeth Harnik auch als Komponistin. Sie findet es, in dem sie sich Regeln setzt, an denen sie sich als Komponistin beim Schreiben reiben kann. Diese selbst und für jedes Werk neu entwickelten Regeln oder Strategien fordern sie zur Reaktion heraus. Sie sind, abstrakt und verkürzt gesehen, mithin vergleichbar mit musikalischen Partnern in der Improvisation - die Tatsache der unterschiedlichen Zeitlichkeit, der Korrekturmöglichkeit im Kompositionsprozess etc. einmal beiseite gelassen. Diese selbst gesetzten Regeln und Strategien zu befolgen, abzuwandeln, zu irritieren oder gar zu brechen, ist Teil des kreativen Kompositionsvorganges. Ziel solcher selbst erstellten Regelwerke ist es für Elisabeth Harnik auch, nicht in schreibende Automatismen beim Komponieren zu verfallen. Während Katharina Klement sich von Prozessen, klanglichen Texturen und konkreten Spielanweisungen aus der Improvisation inspirieren lässt, diese kompositorisch verfestigt und damit zugleich transformiert, geht Elisabeth Harnik noch einen Schritt weiter in die Abstraktion. Ihre Inspirationsfelder beim Komponieren basieren also ebenfalls auf ihren Erfahrungen als Improvisatorin. Doch weder sind es der Klang noch konkrete Prozesse, die sie überträgt, sondern das Phänomen der Interaktion. Ihre Spielregeln und Strategien, die sie für ihre Kompositionsprozesse entwickelt, dienen ihr selbst beim Denken als Gegenüber."
mica-Musikmagazin: Komposition - Improvisation - Experiment: Österreichs Komponierende im 21. Jahrhundert (Nina Polaschegg, 2013)

"Basis ihrer Kompositionen bilden oftmals in Rastern angeordnete rhythmische oder melodische Materialien, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln lesen lassen. Die darauf gründenden Regeln, die sie ihren Kompositionen zugrunde legt, führen sie in ein Wechselspiel zwischen deren Befolgung und dem auf Intuition gestützten Reiben an diesen selbst auferlegten Systemen. Notiert werden die oft raschen, atonalen Verläufe in äußerster Präzision, die in ihrer oftmaligen Komplexität das gesuchte Neue eröffnen. Harnik über sich selbst: "Komponieren und Improvisieren ist für mich ein Wechselspiel von Kalkuliertem und Unvorhergesehenem: Ein Reflektieren über entstandenes Klangvokabular - sei es durch vorgefasste oder spontane Interventionen – und ein Nachspüren einer unbewussten inneren Struktur.""
mica-Musikmagazin: Elisabeth Harnik (Doris Weberberger, 2011)

Auszeichnungen

2005 Stadt Graz: Musikförderungspreis
2006 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Arbeitsstipendium
2007 Amt der Steirischen Landesregierung: Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium
2007 Republik Österreich: Staatsstipendium für Komposition
2007 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Würdigungspreis
2008 KomponistInnenforum Mittersill: Artist in Residence
2009–2010 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Kompositionsförderung (re-framing I)
2010 Amt der Steirischen Landesregierung: Auslandsstipendium (Köln und Chicago)
2010 OMI International Arts Center New York (USA): Artist in Residence
2014 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Kompositionsförderung (Das Haus im Wald)
2012 EU-Art-Network Internationales Kunstsymposion Oslip: Artist in Residence (Wagnerâma)
2013 IZZM – Internationales Zentrum Zeitgenössischer Musik, Ossiach: Composer in Residence
2014 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Kompositionsförderung (Noisy Pearl/s)
2017 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Publicity Award
2018 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds: Kompositionsförderung von Aufträgen für airborne extended, Studio Dan

Ausbildung

1989–1996 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Klavier - Lehrbefähigung mit Auszeichnung
2004 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Komposition und Musiktheorie - Bakkalaureat mit Auszeichnung (Beat Furrer, Georg Friedrich Haas)
2006 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Komposition - Diplom mit Auszeichnung (Beat Furrer)
2016 Center for Deep ListeningRensselaer Polytechnic Institute, Troy (USA): Deep Listening Certificate

Unterricht in Jazzgesang und Stimmimprovisation (Ines Reiger, Sheila Jordan, Jay Clayton)
Teilnahme an zahlreichen Workshops, u.a. bei Pauline Oliveros, Joëlle Léandre, Peter Kowald, Lauren Newton, David Moss

Tätigkeiten

1996–heute als Komponistin und Improvisationsmusikerin solistisch und in Ensembles weltweit tätig
2005–2007 Musiktheaterstück "Kugelstein": Autorin, gemeinsam mit der Schriftstellerin Olga Flor
2010–heute Verein "Kunsthaltestelle Streckhammerhaus", Frohnleiten: Gründung, gemeinsam mit Heidi M. Richter
2011–heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Lehrauftrag (Aufführungspraxis in Improvisation)
2012–2014 Projekt "Patterns Of Intuition" - Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Mitarbeit (gefördert vom Wissenschaftsfonds Österreich)

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1989–1996 Jazzsängerin und Zusammenarbeit mit Ward Swingle (Swingle Singers)
2014–heute DEK Trio: Pianistin, gemeinsam mit Didi Kern (Perkussion) und Ken Vandermark (Blasinstrumente)
2016
–heute Duo-Kooperation mit der Kontrabassistin/Improvisatorin Joëlle Léandre

künstlerische Projekte mit und Mitwirkung in zahlreichen improvisierenden Formationen als Sängerin/Pianistin: Sound Dog, Plasmic Trio, Hobson's Choice, Barcode Quartet, Sydney-Graz-Berlin, London Improvisers Orchestra, Wild Chamber Trio, Styrian Improvisers Orchestra (STIO) etc.
spartenübergreifende Zusammenarbeiten, internationale und nationale Festivalauftritte (Konzerte in Österreich, Deutschland, Litauen, Schweiz, Ungarn, Slowakei und Italien), CD-Einspielungen

Aufträge (Auswahl)

2005 Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H.: anzurühren den himmel
2006 Jeunesse – Musikalische Jugend Österreich, Österreichischer Rundfunk – ORF: Superstructure
2008 für das Haydn-Jahr 2009: schatten.risse
2008 Styria Cantat: klangwandeln
2009 Ensemble Zeitfluss: Open lead near shore
2010 Festival Expan: treideln und above, below and there between
2010 ORF Radio Symphonieorchester Wien: superschwärmen
2010 Styria Cantat: Das Nashorn
2011 Symposion "Autorschaft-Genie-Geschlecht" - Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: keine keiner
2011 Klangforum Wien: reframe another
2011 e_may Festival für neue und elektronische Musik: Solo for Gertrude
2012 cercle – konzertreihe für neue musik: A Leave
2012 e_may Festival für neue und elektronische Musik: Performanz
2012 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Klangspuren – Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz: floating shadows on flatland
2013 IZZM – Internationales Zentrum Zeitgenössischer Musik: grafting II
2013 Ensemble Arcantus: da lei…
2014 anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Ensembles - Ensemble Zeitfluss: die zehnzüngige lilie
2015 Rhizom Graz: articulations in space
2015 Ensemble Reconsil Wien: klopotec
2015 haydn chamber ensemble: happiness lies within
2015 Landgänge 2015: Konvergenzen
2016 Österreichischer Arbeitersängerbund: Wir sind wie die Hunde
2016 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich: im Möglichkeitsraum aus Händen
2017 Musikprotokoll im Steirischen Herbst: Homage à Jeanne Lee
2017 Landgänge 2017: limen
2017 im Auftrag von Claudia Cervenca: hollow ear
2018 Ambitus: moon in the water, straw in the sky
2018 Studio Danholding up a bridge
2019 airborne extended: Sound/Out!
2019 Styriarte: Deep Call
2019 Alte Schmiede Kunstverein Wien, Wien Modern: Raumzeitwendekreisel
2020 Wien Modern, Gesellschaft der Musikfreunde in Wien: Bein im Sprung

Aufführungen (Auswahl)

2000 Elisabeth Harnik (pf), KosmosTheater Wien: Das ausrangierte Klavier (UA)
2001 Yasuko Ueda (voc), Elisabeth Harnik (pf) - V:NM Festival Graz, ESC-Labor Graz: Shi- Shi Odoshi II (UA)
2002 Grazer Osterfestival, Dom im Berg Graz: raumzeitwendeboje (UA)
2003 Hörfest Graz, Forum Stadtpark Graz: spontane renaissance
2004 Hörfest Graz, Forum Stadtpark Graz: šum (UA)
2004 Theater Transit, Darmstadt (Deutschland): Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten (UA)
2005 Ensemble für Neue Musik Graz, Edo Mičič (dir), Kulturzentrum bei den Minoriten Graz: ear area II (UA)
2005
Karin Silldorff (bfl), Lilian von Haussen (bfl), Barbara Sackl (bfl), Eva-Christina Hoffelner (bfl) - die andere saite, Kulturzentrum bei den Minoriten Graz: ungleich rauh (UA)
 2005 Hemma Geitzenauer (fl) - V:NM Festival Graz, IEM Cube: cirrus (UA)
2005 David Kieweg (perc), Erika Chun (pf), Krassimir Sterev (acc), Holger Groh (vl), Raphael Fiedler (vc) - Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H., Radiokulturhaus Wien: anzurühren den himmel (UA)
2006 Cornelia Melian (ms), Ensemble Reconsil Wien - Stadtinitiative Wien, Wien: con las alas plegadas (UA)
2007  in Kooperation mit dem Projekt "Opernreigen der Zukunft" der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz - Jutta Panzenböck (ms), Alexander Puhrer (b), Grazer Philharmoniker, Michael Brandstätter (dir) Vereinigte Bühnen Graz, Opernhaus Graz: Musiktheater "Kugelstein" - Unter der Brücke (2. Szene) (UA)
2007 Jeunesse-Zyklus "Fast Forward. 20:21" - Elisabeth Harnik (pf, dir), Petra Stump-Linshalm (cl), Krassimir Sterev (acc), Michael Moser (vc), Klaus Janek (db), Christian Wolfarth (perc), Josef Novotny (ele), Radiokulturhaus Wien: Superstructure (UA)
2008 Hemma Geitzenauer (fl), Duo Parkdeck - KomponistInnenforum Mittersill: not all there (UA)
2009 Haydn Piano Trio, Stadtcasino Basel (Schweiz): schatten.risse (UA)
2009 Chor der MHS Gratwein - Styria Cantat, Helmut List Halle Graz: klangwandeln (UA)
2009 Ensemble Zeitfluss, Edo Mičič (dir), Minoritensaal Graz: Open lead near shore (UA)
2010 
Fritz Kronthaler (cl), Christoph Hofer (acc), Claudius von Wrochem (vc) - Festival Expan, Spittal/Drau: above, below and there between (UA)
2010
ORF Radio Symphonieorchester WienBilly Bertrand de (dir), Radiokulturhaus Wien: superschwärmen (UA)
2011 Krassimir Sterev (acc), KosmosTheater Wien: tender buttons (UA)
2011
Klangforum Wien, Clement Power (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Helmut List Halle Graz: reframe another (UA)
2012
Kaoko Amano (s), Doris Nicoletti (fl) - cercle – konzertreihe für neue musik, OFF-Theater Wien: A Leave (UA)
2012 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC - Transart Festival Bozen (Italien): floating shadows on flatland
2013 Ensemble Arcantus, Otto-Wagner-Kirche am Steinhof Wien: da lei… (UA)
2014 Ensemble Musikfabrik Süd, Bruno Strobl (dir), Klagenfurt: grafting II
2014 Ensemble Zeitfluss, Edo Mičič (dir), Minoritensaal Graz: die zehnzüngige lilie (UA), For B. Oulot (UA)
2015 Martin Zrost (sax), Elisabeth Harnik (pf), Miro Manojlovic (vibra), Forum Stadtpark Graz: grafting I (UA)
2015
Ensemble Reconsil Wien, Gols: klopotec (UA)
2016 Gesamtchor des Österreichischen ArbeitersängerbundsSavaria Symphonieorchester Szombathely, Bruck an der Mur: Wir sind wie die Hunde (UA)
2016 Ilona Seidel-Jerey (schsp), Gina Mattiello (voc), Maruta Staravoitava (fl),  Manuel Alcaraz Clemente (vibr), Minoritensaal Graz: im Möglichkeitsraum aus Händen (UA)
2016 
Studio Dan - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Innenhof der Neuen Chemie der TU-Graz: ON (UA)
2017
Elisabeth Harnik (pf, voc) - Sound Exhibition Homages, Österreichisches Kulturforum New York (USA): Homage à Jeanne Lee (UA)
2017
Kaoko Amano (voc), Arnold Plankensteiner (cl), Margarethe Maierhofer-Lischka (db) - Klangspuren – Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz, Ellmau: hollow ear (UA)
2018 Elisabeth Harnik (pf) - Moving Sounds Festival NYC, New York (USA): inspiring the inspired (UA)
2018 Studio Dan - Wien Modern, Porgy & Bess Wien: holding up a bridge (UA)
2019 
Tina Žerdin (hf), Sonja Leipold (cemb), Ljubljana (Slowenien): Sound/Out! (UA)
2019 Maria Beatrice Cantelli (fl), Wolfgang Kornberger (cl), Andor Csonka (fg), Yusyuan Liao (ob), Christian Binde (hr, dir) - Styriarte, Palais Attems Graz: Deep Call (UA)
2019 Projekt "Saiten-Tasten" - Kimiko Krutz (pf) - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: of all stars the most beautiful (UA)
2021 FRAUFELD - Wien Modern: Floating Perspective II (UA)
2021 Ensemble Kontrapunkte, Cantando Admont, Cordula Bürgi (Leitung), Jaap Blonk (Stimme), Beat Furrer (Leitung) - Wien Modern: Bein im Sprung (UA)

weitere Aufführungen bei bekannten Festivals (bspw. Münchner Opern-Festspiele, Steirisches Kammermusikfestival, Paul-Hofhaimer-Tage Radstadt, e_may Festival für neue und elektronische Musik, Festival 4020 – mehr als Musik, Soundings Festival London, Comprovise Festival Köln) sowie mit bekannten Ensemblen/Orchestern (u.a. die reihe, Ensemble Kontrapunkte, Platypus / Ensemble für Neue Musik, Trio Eis, Trio Amos, Thürmchen Ensemble Köln, Fidelio Trio London, Cantus Ensemble Zagreb, Ensemble mise-en New York)

Pressestimmen

Mai/Juni 2017
"[...] Elisabeth Harnik brilliert, quasi als das E von DEK, an der Seite von Didi Kern und Ken Vandermark. Freejazz, Impro und Klangskulpturen mit viel Soul, das alles von imponierenden Dynamikwechseln gekennzeichnet, kredenzt das glänzend disponierte Trio. Befördert von Harniks Einfalls- und Detailreichtum am und im Klavier sowie von Kerns perkussiver Spannweite zwischen Rockbasics, hartem Swing, smarten Gimmicks und wummerndem Beckenmikrofon, holt Vandermark weit aus und das Beste aus seinem Holzblasinstrumentarium. Ein Wechselbad der Temperamente zwischen Coolness und glühenden Sounds ergießt sich über das Publikum, das so unorthodox wie folgerichtig gleich beim Festivalauftaktkonzert eine Zugabe herausschindet."
freiStil: Radikale Resultate (Christoph Haunschmid/Andreas Fellinger)

2014
"Die Grazerin Elisabeth Harnik erinnerte mit ihrem uraufgeführten Stück "For B. Oulot" an die Pazifistin Bertha v. Suthner, deren kaum verständliche Stimme auf einer Phonographenwalze indentifiziert wurde. Dieses faszinierende Klangmaterial machte Harnik zum Ausgangspunkt ihrer Musik. Die rhythmisch reichen Dreh- und Schleifgeräusche des Originals übertrug sie ins Orchester. Man lauschte gespannt wie in eine aufgeschlossene, rätselhafte Zeitkapsel."
Kleine Zeitung: In eine Zeitkapsel lauschen (Herbert Schranz)

21. September 2011
"[...] Wenn sich zwei MusikerInnen solch außergewöhnlichen Formats zusammentun, dann darf in der Tat mit einem ganz besonderen Hörerlebnis gerechnet werden. Elisabeth Harnik und Clementine Gasser zählen zu jener Gattung von KünstlerInnen, die in ihrem Schaffen und Werken stets bestrebt sind, neue und ungewöhnliche Wege abseits herkömmlicher Begrifflichkeiten zu beschreiten und sich weigern, sich musikalischen Zwängen und Stilfragen zu unterwerfen. Sie lieben das Spiel mit dem Machbaren, das Außerkraftsetzen von musikalischen Konventionen, das Experiment in Form der freien Improvisation, das Schlagen von Brücken mit dem gleichzeitigen Bruch traditioneller Hörgewohnheiten. Irgendeinem Kategoriedenken fühlen sich die gebürtige Grazerin Harnik und die in Wien lebende Schweizerin  Gasser klarerweise nicht verbunden. Es handelt sich hier um zwei Freigeister, um zwei Grenzgängerinnen, die sich im Entwerfen ihres höchst individuellen Klangkosmos am liebsten an den Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Genres bewegen (Neue Musik, Jazz in all seinen Ausformungen, Improvisation, Elektronik, Elektroakustik). Irgendwelche Vorhersagen darüber zu treffen, welche Richtung die Pianistin und die Cellistin im Rahmen ihres gemeinsamen Konzertes einzuschlagen gedenken, ist daher nahezu unmöglich. Was also erwartet werden darf, ist ein hoch interessanter musikalischer Dialog zweier Künstlerinnen, die bestrebt sind, ihren ureigenen Klangkosmos entstehen zu lassen. Auf jeden Fall sollten sich Liebhaber anspruchsvoller Klänge die sich bietende Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen, darf doch ein an Stilrichtungen und Stimmungen ungemein buntes, überaus facettenreiches Musikerlebnis erwartet werden."
mica-Musikmagazin: Elisabeth Harnik trifft auf Clementine Gasser (Michael Ternai)

11. April 2007
"In dem Konzert trat Harnik als Komponistin und Interpretin eigener Werke in Erscheinung. Einen Brückenschlag wagt auch die Programmierung: Neben der Uraufführung des Kompositionsauftrages von ORF und Jeunesse Superstructure für Klarinette, Perkussion, Klavier, Akkordeon, Violoncello, Kontrabass und Elektronik stand eine Solo-, eine Quartett und eine Quintett-Improvisation auf dem Programm. Der Brückenschlag wurde dann auch bis in Superstructure hinein zelebriert, das ausnotierte Teile mit freieren Bereichen verbindet. Die Improvisatorin in der Komponistin zeigte sich auch an der "Lust zum Klang": Glockenklänge bimmelten aus dem Klavier, Bögen brachten kratzende Laute hervor, Beckenklänge erinnerten in der Ferne an ein Didgeridoo. Superstructure: eine vielfältige Klangreise am Schnittpunkt zwischen Individualität und gemeinsamem Spiel. Als versierte Klangkünstlerin zeigte sich Harnik auch in der Solo-Improvisation mit interessanten Nachhalleffekten, erzeugt mittels eines eigenen Pedals."
Österreichische Musikzeitschrift: Portrait Elisabeth Harnik (Sabine Seuss)

Diskografie (Auswahl)

Als Komponistin
2019 Elisabeth Harnik (ORF Edition Zeitton)
2018 Ways Of My Hands: Music for Piano - Elisabeth Harnik (Klopotec)
2009
"re​-​framing I" for ensemble - Ensemble ZEITFLUSS, Edo Mičić (relay new composers)
2005 Irrt, Irrt Das Ohr: Elisabeth Harnik solo[klavier] (Extraplatte)

Als Interpretin/Improvisatorin
2020 Burrum​-​bah - Frank Gratkowski & Elisabeth Harnik (SoundOut)
2020 Tangram - Elisabeth Harnik, Paal Nilssen-Love (Catalytic Artist Album)
2020 Triple Tube - Rempis / Harnik / Zerang (Not Two Records)
2020 Duophonic Landscape - Andrea Centazzo, Elisabeth Harnik (Klanggalerie)
2019 Soigne Ta Droite - Entr'acte (Audiographic Records)
2019 Morphic Resonance And Other Habits Of Nature - Alison Blunt / Elisabeth Harnik (Inexhaustible Editions)
2018 Tender Music - Joëlle Léandre & Elisabeth Harnik (Trost Records)
2017 New York-St. Johann - ReDDeer ‎(Evil Rabbit Records)
2017 Construct 3 : Divadlo 29 - DEK Trio (Audiographic Records)
2017 Construct 2 : Artfacts - DEK Trio (Audiographic Records)
2017 Construct 1 : Stone - DEK Trio (Audiographic Records)
2017 Botenstoffe - Udo Schindler (Confront)
2017 Burning Below Zero - DEK Trio (Trost Records)
2016 Live in Brazil - Barcode Quartet
2016 Wistfully - Rempis / Harnik / Zerang (Aerophonic Records)
2014 Plasmic: Live At Chilli Jazz Festival 2013 (Leo Records)
2013 Empty Pigeonhole - Elisabeth Harnik, Udo Schindler (Creative Sources)
2012 10.000 Leaves - Wild Chamber Trio (Not Two Records)
2012 You're it - Barcode Quartet (Slam Productions)
2009 Dr. Au - Plasmic feat. Agnes Heginger (ein_klang records)
2005 Sounddog - Elisabeth Harnik, Katharina Klement, Josef Novotny, Fredi Pröll, Uli Winter (Extraplatte)

Tonträger mit ihren Werken
2019 Ensemble NeuRaum - Ensemble NeuRaum (Austrian Gramophone) // CD 1, Track 3: grafting II
2017 Trzaska / Glawischnig / Harnik / Oberleitner/ Ziegerhofer (Klopotec) // Track 6: Heavy Trains And The Ghost Passengers
2017 Tribute to Pauline Oliveiros (
Irreverence Group Music) // Track 3: Klapotetz
2009
Die andere Saite, Volume 1 (ORF Edition Zeitton) // CD 1, Track 2: Kugelstein II (Unter der Brücke)
2009 D2H: dedicated to Haydn - Haydn-Trio Eisenstadt (Capriccio) // CD 3, Track 7: schatten.risse
2008
KOFOMI#13 STIMMEN.ATMEN (ein_klang records)
1997 Wibschma Vol. 1 (Extraplatte)

Literatur

mica-Archiv: Elisabeth Harnik
2007 Rögl, Heinz: Elisabeth Harnik im RadioKulturhaus. In: mica-Musikmagazin.
2010 Ternai, Michael: Elisabeth Harnik präsentiert das Plasmic Quartett. In: mica-Musikmagazin.
2011 Ternai, Michael: Elisabeth Harnik trifft auf Clementine Gasser. In: mica-Musikmagazin.
2012 Weberberger, Doris: Elisabeth Harnik, Clementine Gasser und Gianni Mimmo im Echoraum. In: mica-Musikmagazin.
2013 Polaschegg, Nina: Komposition - Improvisation - Experiment: Österreichs Komponierende im 21. Jahrhundert. In: mica-Musikmagazin.
2020 Klebinger, Isabella; Woels, Michael Franz: „DER SCHLÜSSEL IST DAS HIN-HÖREN“– JAMILLA BALINT, ELISABETH HARNIK, MILENA STAVRIC (HUMMING ROOM) IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.

Harnik, Elisabeth (2012): Die Komponistin Elisabeth Harnik. In: Nierhaus, Gerhard / Sontacchi, Alois (2012) (Hrsg.): Algorithmische Komposition im Kontext Neuer Musik - Eine Kooperation des Instituts für Elektronische Musik und Akustik und des Instituts für Komposition, Musiktheorie und Dirigieren. Beiträge zur Elektronischen Musik 14. Graz: Universität für Musik und Darstellende Kunst, S. 28-39.
Harnik, Elisabeth (2015): Im Spannungsfeld von Komposition und Improvisation. In: Reissig, Elfriede (2015): Dialoghi - Gespräche über Giacinto Scelsi. Hofheim: Wolke-Verlag.
Harnik, Elisabeth / Rutz, Hanns Holger / Nierhaus, Gerhard (2015): Elisabeth Harnik/Improvisational Re-assemblies. In: Nierhaus, Gerhard (2015) (Hrsg.): Patterns of Intuition - Musical Creativity in the Light of Algorithmic Composition. Dordrecht: Springer Science+Business Media, S. 9-32.
Harnik, Elisabeth (2019): Die wichtigsten Dinge am Wegrand. Erfahrungsbericht einer Nomadin zwischen notierter und improvisierter Musik. In: Ellmaier, Andrea / Ingrisch, Doris / Walkensteiner-Preschl, Claudia (2019) (Hrsg.): Kunst/Erfahrung. Wissen und Geschlecht in Musik • Theater • Film. mdw Gender Wissen Bd. 7. Wien/Köln/Weimar: Böhlau-Verlag.

Quellen/Links

Website: Elisabeth Harnik
Wikipedia: Elisabeth Harnik
austrian music export: Elisabeth Harnik
Soundcloud: Elisabeth Harnik
YouTube: Elisabeth Harnik
Website: Patterns of Intuition – POINT

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 20. 9. 2021): Biografie Elisabeth Harnik. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/80404 (Abrufdatum: 27. 9. 2021).

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