Harnik Elisabeth

Vorname
Elisabeth
Nachname
Harnik
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
Genre
Neue Musik
Klassik
Instrument(e)
Klavier
Stimme
Geburtsjahr
1970
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich

Fotografin: Carmina Escobar ©

Die freischaffende Komponistin und Pianistin ELISABETH HARNIK, 1970 in Graz geboren, studierte zunächst klassisches Klavier, später folgte das Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz.
Ihre kompositorischen Aktivitäten führen zu Aufträgen und Aufführungen ihrer Werke im In- und Ausland, etwa beim Komponistenforum Mittersill, beim Musikprotokoll, bei den Klangspuren, bei Wien Modern, beim Transart Festival Bozen, bei den Münchner Opern-Festspielen, bei Soundings London, beim Moving Sounds Festival NYC oder am Grazer Opernhaus.

Ihre Werke wurden u.a. interpretiert durch die Ensembles Zeitfluss, Schallfeld, Klangforum, die reihe, Kontrapunkte, Reconsil, Phace, Platypus, das Trio Amos, das Trio Eis, Airborne Extended, das RSO Wien, das Thürmchen Ensemble Köln, das Ensemble Tonfall der Duisburger Philharmoniker, das Ensemble Crush Duisburg, das Fidelio Trio London, das Cantus Ensemble Zagreb, das Ensemble mise-en New York etc.
Harnik ist als Improvisationsmusikerin weltweit tätig und erhielt viele Stipendien und Auszeichnungen. 2017 war sie Preisträgerin des SKE Publicity Awards.


Ausbildung
Unterricht in Jazzgesang (Ines Reiger, Sheila Jordan und Jay Clayton)
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Klavier
1996 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Lehrbefähigung mit Auszeichnung
2004 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Bakkalaureat Komposition und Musiktheorie mit Auszeichnung Furrer Beat
2006 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Abschluss des Kompositionsstudiums mit Auszeichnung Furrer Beat
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Komposition - Musiktheater Furrer Beat
2016 New York Deep Listening Certificate / Center for Deep Listening at Rensselaer in Troy

Tätigkeiten
1996 seitdem als Komponistin und Improvisationsmusikerin solistisch und in Ensembles weltweit tätig
2010 Gründung des Vereins "Kunsthaltestelle Streckhammerhaus" (gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Heidi M. Richter)
2011 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz seither Lehrauftrag für Aufführungspraxis in Improvisation
spartenübergreifende Zusammenarbeiten, internationale und nationale Festivalauftritte, CD-Einspielungen, Auftragskompositionen und Theatermusik

Aufträge (Auswahl)
2005 Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. anzurühren den himmel - für Schlagwerk, Klavier, Akkordeon, Violine und Violoncello
2006 Jeunesse - Musikalische Jugend Österreich in Kooperation mit dem ORF Superstructure
2008 Haydn-Jahr 2009 schatten.risse
2008 Styria Cantat klangwandeln
2009 Ensemble Zeitfluss Open lead near shore
2010 ORF Radio Symphonieorchester Wien superschwärmen
2010 Festival Expan above, below and there between - für Klarinette, Violoncello und Akkordeon
2010 Festival Expan treideln - für Klavier solo
2010 Styria Cantat Das Nashorn - für Kinder oder Jugendchor
2011 Symposion "Autorschaft-Genie-Geschlecht" an der Kunstuniversität Graz keine keiner - für Klavier solo
2011 e_may Festival für neue und elektronische Musik Solo for Gertrude - für Solo Stimme
2011 Klangforum Wien reframe another - für 12 Instrumente
2012 cercle - Konzertreihe für Neue Musik A Leave - für Frauenstimme und Flöte
2012 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC floating shadows on flatland - für Saxophon, Violoncello und Kontrabass
2012 e_may Festival für neue und elektronische Musik Performanz - für Klavier, Skulptur und Video
2013 Ensemble Arcantus da lei… - für 5-stimmiges Vokalensemble
2013 IZZM - Internationales Zentrum Zeitgenössischer Musik grafting II
2014 Ensemble Zeitfluss die zehnzüngige lilie - für Ensemble
2015 haydn chamber ensemble happiness lies within - für Klaviertrio
2015 Rhizom Graz articulations in space - für raumgreifenden Flügel, 4 Spieler*innen und Violoncello
2015 Ensemble Reconsil Wien klopotec - für 6 Instrumente
2015 Landgänge 2015 Konvergenzen
2016 Österreichischer Arbeitersängerbund Wir sind wie die Hunde - für Chor und Orchester
2016 Internationale Gesellschaft für Neue Musik - IGNM Österreich im Möglichkeitsraum aus Händen - für Gebärdensprachperformerin, Stimme, Flöte und Vibraphon
2017 Musikprotokoll im Steirischen Herbst Homage à Jeanne Lee - für Klavier und Stimme
2017 Cervenca Claudia hollow ear - für Frauenstimme, Klarinette und Kontrabass
2018 Ambitus: moon in the water, straw in the sky
2019 airborne extended: Sound/Out!
2019 Styriarte: Deep Call
2019 Alte Schmiede Kunstverein Wien, Wien modern: Raumzeitwendekreisel

Aufführungen (Auswahl)
2002 Grazer Osterfestival Graz raumzeitwendeboje - für Mezzosopran und Violoncello
2003 Hörfest Graz Graz spontane renaissance - für Streichtrio
2004 Hörfest Graz Graz šum - für Klarinette, Violoncello und Klavier
2005 Verein zur Förderung und Verbreitung neuer Musik - V:NM Graz cirrus - für Solo-Feedback-Blockflöte
2005 Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. Wien anzurühren den himmel - für Schlagwerk, Klavier, Akkordeon, Violine und Violoncello
2005 Darmstadt Wacker Theater-Festival Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten - Bühnenmusik
2007 Vereinigte Bühnen Graz Opernhaus Graz in Kooperation mit dem Projekt "Opernreigen der Zukunft" der Grazer Universität für Musik und Darstellende Kunst Musiktheater "Kugelstein" - Unter der Brücke (2. Szene)
2008 KomponistInnenforum Mittersill
2018 Generationen/Decennials: toppings (UA)
2018 Moving Sounds Festival NYC, New York (USA): inspiring the inspired (UA)
2019 Styriarte, Graz: Deep Call (UA)
2019 Wien modern - Saiten-Tasten, Wiener Konzerthaus: of all stars the most beautiful (UA)

Veranstaltungen:
Paul-Hofhaimer-Tage Radstadt
Festival 4020 - mehr als Musik
e_may Festival für neue und elektronische Musik
Musikprotokoll im Steirischen Herbst
Klangspuren - Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz
Wien Modern
Transart Festival Bozen
Ensemble Zeitfluss
Ensemble musikFabrik Köln
ORF Radio Symphonieorchester Wien
Klangforum Wien
die reihe
Ensemble Kontrapunkte
Ensemble Reconsil Wien
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC
Platypus / Ensemble für Neue Musik
Trio Eis
Steirisches Kammermusikfestival
Comprovise Festival Köln
Soundings Festival London
Haydn-Trio Eisenstadt
Trio Amos
Thürmchen Ensemble Köln
Fidelio Trio London
Cantus Ensemble Zagreb
Ensemble mise-en New York
weitere Infos auf der Homepage der Komponistin

Auszeichnungen
2005 Stadt Graz Musikförderungspreis
2006 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Arbeitsstipendium
2007 Amt der Steirischen Landesregierung Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium
2007 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
2007 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Würdigungspreis
2008 KomponistInnenforum Mittersill Artist in Residence
2010 Amt der Steirischen Landesregierung Auslandsstipendium (Köln und Chicago)
2010 Music Omi International Musicians Residency (New York)
2012 EU-Art-Network Kunst-Symposion, Oslip: Artist in Residence
2013 IZZM - Internationales Zentrum Zeitgenössischer Musik Composer in Residence
2017 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana - SKE Fonds Publicity Award

Stilbeschreibung
Harnik bewegt sich in ihrer künstlerischen Arbeit in den Spannungsfeldern von Improvisation und Komposition. Die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Materialverwendung, dem "Repertoire" in Improvisation und Komposition und den damit verbundenen Möglichkeiten der Gestaltung sind Brennpunkte der aktuellen künstlerischen Auseinandersetzung.
"Neues" zu gewinnen innerhalb der jeweiligen Rahmenbedingungen und die eigenen Grenzen dabei zu erweitern ist ihr stets ein Motor für beide Disziplinen.
Komponieren und Improvisieren sieht sie als ein Wechselspiel von Kalkuliertem und Unvorhergesehenem: Ein Reflektieren über entstandenes Klangvokabular, sei es durch vorgefasste oder spontane Interventionen, und ein Nachspüren einer unbewussten inneren Struktur.

In ihrer kompositorischen Arbeit setzt Harnik selten am Beginn eines Stückes an, sie bewegt sich gerne sprunghaft auf der Zeitlinie, wobei Strukturen eines späteren Abschnittes oftmals auf vorangehende Teile zurückwirken. Strukturell arbeitet Harnik gerne mit vielschichtigen rhythmischen und melodischen Mustern, die in unterschiedlicher Weise kombiniert und ausgelesen werden. Notiert werden die musikalischen Verläufe in äußerster Präzision, die in ihrer oftmaligen Komplexität das gesuchte Neue eröffnen. In den Kompositionen Harniks kommt es oft zu einer erfrischenden Reibung zwischen selbst auferlegten Regeln und deren Abwandlung, auch Brechung, durch intuitive Entscheidungen – die Regel eröffnet einen Diskursbereich, der durch die musikalische Intuition sowohl bewertet und verarbeitet als auch vollkommen neu gestaltet werden kann.
Harnik's Pianistik als Improvisatorin wartet mit "virtuoser Freisinnigkeit" auf und "bietet Harmonien, die stets zur rechten Zeit in Schräglage versetzt werden, kraftvolle perkussive Passagen, temporeichen, schillernden Pointillismus, elegische Einkehr und ungestüme Ungetüme".

Pressestimmen

Diskografie:

Bibliografie:


Links mica-Archiv: Elisabeth Harnik, mica-Artikel: Elisabeth Harnik im RadioKulturhaus (2007), mica-Artikel: Elisabeth Harnik präsentiert das Plasmic Quartett (2010), mica-Artikel: Elisabeth Harnik trifft auf Clementine Gasser (2011), mica-Artikel: Elisabeth Harnik, Clementine Gasser und Gianni Mimmo im Echoraum (2012), Soundcloud Elisabeth Harnik

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 24. 7. 2020): Biografie Elisabeth Harnik. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/80404 (Abrufdatum: 10. 8. 2020).

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