Staar René

Vorname
René
Nachname
Staar
erfasst als
Interpret:in
Solist:in
Dirigent:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Genre
Neue Musik
Klassik
Instrument(e)
Klavier
Violine
Viola
Geburtsjahr
1951
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich

"René Staar, 1951 in Graz geboren, studierte Violine, Klavier, Komposition und Dirigieren in Stockholm, Wien, Helsinki und Zürich. Prägend für seine künstlerisches Denken wurden Nathan Milstein, Hans Swarovski und Roman Haubenstock-Ramati. Zwischen 1988 und 2017 war er aktiv im im Orchester der Wiener Staatsoper engagiert und Mitglied der Wiener Philharmoniker. Er war als Lehrender an der UCSB und den Musikuniversitäten in Graz und Wien tätig und ist Mitbegründer des Ensemble Wiener Collage.

René Staar studierte Musiktheorie bei Prof. Walter Wasservogel in Stockholm, Kontrapunkt, Harmonielehre und Komposition bei Alfred Uhl und postgraduell bei Roman Haubenstock-Ramati in Wien. Vor allem durch seinen Einfluss entwickelte sich sein Denken und Schaffen weiter. Das Bestreben, ganz eigene Verfahren der Komposition zu entwickeln, führt dabei zu eigenen Prinzipien und Positionen.

Sein vielfältiges Werk wurde zum Teil durch äußere Ereignisse mitbestimmt. So hat nicht nur seine Tätigkeit als Solist, Kammer- und Orchestermusiker Spuren in seinem Werk hinterlassen, auch die verschiedenen Orte seines Wirkens waren von großer Bedeutung. Seine freischaffenden Jahre in Genf (1981–86) bezeichnet er noch heute als  die Jahre, in denen er zum Komponisten wurde. Die eigene Unterrichtstätigkeit, die ihn nach Kalifornien, Graz und Wien führte, aber natürlich auch die langen Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und als künstlerischer Leiter des Ensemble Wiener Collage, Studienaufenthalte in Japan und der Schweiz vermittelten viele wichtige Impulse für sein Schaffen.

Die vielfältige, beinahe zerrissene Tätigkeit René Staars tritt in vielen seiner Werke auch als Tendenz zur fragmentarische Ausarbeitung zutage, die der Komponist selbst als "immer wieder unterbrochenen Versuch, den babylonischen Turm zu errichten", bezeichnet."
Ensemble Wiener Collage: René Staar, abgerufen am 05.05.2026 [https://www.ewc.at/rene-staar-komponist/]

Stilbeschreibung

"Mein kompositorisches Werk wurzelt in einer sich stets fortsetzenden Linie von Bach über Schönberg bis heute: die großen Komponisten dieser Traditionslinie haben ihre Spuren in meinem Werk hinterlassen.
Als »Frühwerk« könnte man alle meine bis etwa 1981 komponierten Werke bis inklusive Op. 6, sowie die Miniaturen aus dem ersten Band der Violinschule op. 26 und die daraus später entstandenen Bearbeitungen wie z. B. das Balkan-Mosaik bezeichnen (wenngleich die harmonischen Eingriffe dieser Bearbeitungen den Erfahrungsreichtum eines älteren Komponisten erfordern). Sie alle zeichnen sich durch freitonale und quasi improvisatorische Elemente aus, fallweise auch Zitate aus älterer Musik aufgreifend.

Seit 1980 beschäftigen mich mehr und mehr strukturelle Verarbeitungsprozesse im weitesten Sinne, da diese mich sowohl theoretisch als auch vom Hören her zu einer ganz eigenen Harmonik und in der Folge auch Gestik geführt haben. Zunächst richtete ich das Augenmerk auf die verschiedenen Qualitäten der Intervalle innerhalb diverser Akkordfolgen. Zwei Phasen können dabei unterschieden werden: die erste ist geprägt durch eine Annäherungen an die Ideen der Wiener Schule, wobei jedoch weniger die Dodekaphonie als die durch Reihenbildungen hervorgebrachten harmonikalen Fortschreitungen im Vordergrund standen. Hier muss ich eine später immer stärker werdende Vorliebe für Fünfklänge gestehen! In dieser Phase entstehen die Opera 7-9, die beiden ersten Divertissements Suisses op. 10 sowie mehrere Sätze des 3. und 4. Divertissement Suisses (op. 10/1-4) und das Klaviertrio op. 11/1, die Kyrie-Vertonungen für Chor a capella aus op. 12, der erste Teil des Wachsenden Schlosses (Fragmente eines Traumspiels), die Sorgemusik für Olof Palme op. 13a und Ständchen und Sitzchen Ernst Krenek zum Geburtstag op. 14/1a-b.

Die späte Begegnung mit der Avantgarde der 1950er Jahre, als dessen prominenteste Vertreter Stockhausen, Nono, Boulez, Xenakis, Haubenstock-Ramati und Ligeti gelten können, führte etwa 1985 zu einer sukzessiven Neuorientierung. Obzwar mir diese Komponisten bereits zuvor bekannt waren, hatte ich bis dahin weder als Interpret noch als Komponist Möglichkeiten, mich schöpferisch mit der Musik dieser Komponisten auseinanderzusetzen.
Man kann diesen neuen Impuls bereits im Halbthurn Capriccioso per Roberto op. 14/2, im Werk Da stehn wir mit Spiegeln ... und fangen auf I und II (aus op. 15), der Orgelvision op. 17/1, der Komposition ... Ich bin es, ohne dass es mir gleicht ... für Sopran, Bariton und Kammerensemble op. 19 (zur Überarbeitung zurückgezogen), den Liedern op. 20 und den Colliding movements op. 21/1 spüren. Doch erst die nun folgenden Werke sollten die neuen Erkenntnisse auch kompositorisch vollkommen greifbar machen und auch über sie hinauswachsen.

Die Bagatellen auf den Namen György Ligeti op. 14/3a aus den Jahren 1989-1996 sind das Protokoll einer Annäherung und einer Abwendung von dessen Schaffen. Die 15 Gemini Duos op. 24 A1-A15, B1) sind ein Experimentierfeld der Beziehung zweier vierstimmiger Akkorde zueinander.
Diese beiden Entwicklungsschübe wurden für mein Schaffen seit den 1990er Jahren impulsgebend. Akkorddispositionen (d. h. die Umschichtung der Intervalle eines Akkords) und eine durch die Relationen verschiedener Tempi geprägte Rhythmik prägen von nun an meine Werke.

Eine weitere Besonderheit ist, dass ich Einzelwerke gerne zu Zyklen zusammenfasse, auch wenn sie verschiedenen Werkgattungen angehören. Der bislang umfangsreichste dieser Zyklen ist meine imaginäre "Harmonielehre", mein Opus 22, das als progressive Mammutstudie so wichtige Werke umfasst wie die Metamorphosen eines Labyrinths op. 22a, La Fontaine de Sang op. 22b, Versunkene Träume op. 22c, Metropolitan Midnight Music op. 22d, Klischees op. 22e, Descendances imaginaires op. 22f, das Oratorium Hammabbul op. 22g, Inventionen op. 22h, Der Tag nach dem Regen op. 22i, die 5x5 (also 25) kurzen Intermezzi für Klavier op. 22j, die Fantastic Dances op. 22l, den Prolog eines Namenlosen op. 22m und Time Recycling op 22n.
Andere Zyklen werden fortgesetzt, so die Hommagen op. 14.

In den nun entstehenden Werken werden die harmonischen Beziehungen immer reicher, ja gliedern sich einander durchdringend nach Gesichtspunkten, die Umkehrungen, Transpositionen und Dispositionen gleichermaßen berücksichtigen. Das gilt z. B. für die Minotaurus-Studie op. 23a, den 2. Band der Miniaturen für die Violinschule op. 26 II, die Studies for Strings op. 27, die Studies for Winds op. 29, Europafanfaren op. 28, PreFan (op. 28 bis), das Adagio in memoriam Nino Lo Bello (aus Quintette op. 32), Monumentum pro Thomas Alva Edison op. 34 und Cat Music op. 38.

Eine eigenständige Harmonielehre entwickelt sich gerade in dem obengenannten Werkzyklus op. 22.
Die Idee einer harmonischen Neugestaltung der populären Musik mit Hilfe der harmonikalen Mittel, die uns heute zur Verfügung stehen, gerierte zum Projekt POP revolution, das nicht einzig durch ein Werk, sondern durch eine Idee, die beständig in neuen Stücken weiterentwickelt wird, sein Potential erkennen lässt. Das erklärt die beachtliche Zahl von Werken an der Grenze zur Unterhaltungsmusik, und die vielen Arrangements, sowie Werke mit parodistischen Elementen (z. B. April op. 3 oder eine Fata Morgana auf den Kopf gestellt).

Bis hin zu Möglichkeiten der Mikrotonalität reicht dabei die harmonische Entwicklung, wobei mir die Problematik, diese Intervallbildungen durch das Ohr vollständig kontrollieren zu können, bewusst ist. Differenzierte Lösungsvorschläge lassen sich aus den Descendances imaginaires op. 22f, den Inventionen op. 22h, aber auch aus dem - einem anderen Zyklus (op. 26) zugehörigen - ViolinMicroMix op. 26 I ableiten.
In gewisser Weise gehören zu diesem Ideenkomplex auch die Kompositionen für traditionelles japanisches Instrumentarium und Violine, Kodai-no-ibuki aus Rinne Ten-Sho op. 30, sowie Moyo op. 31."
René Staar: Mein kompositorischer Werdegang (2015), abgerufen am 05.05.2026 [http://www.staar.at/index.php/kompositionen-uebersicht/kompositionen-li…]

Auszeichnungen & Stipendien

1973 Bach-Mozart-Wettbewerb Lissabon - European Broadcasting Union (Portugal): Preisträger
1986 Stadt Wien: Ernst-Krenek-Preis (Just an accident?)
2004 Republik Österreich: Verleihung des Berufstitels "Professor"
2014 Amt der Salzburger Landesregierung: Großes Verdienstzeichen des Landes Salzburg

Ausbildung

1955–19?? Graz: Violine (Josef Staar)
1962–1963 Östermalms Musikskola Stockholm (Schweden): Klavier, Musiktheorie (Walter Wasservogel)
1963–1974 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien/Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Pflichtfach Klavier (Maria Brunthaler-Peros), Konzertfach Violine (Franz Samohyl) - Diplom
1965–1968 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien/Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Harmonielehre, Kontrapunkt
1968–1969 Sibelius-Akatemia, Helsinki (Finnland): Konzertfach Klavier (Izumi Tateno), Konzertfach Violine (Anja Ignatius)
1969–1973 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien/Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Stilistik Neuer Musik (Francesco Valdambrini), Zwölftonmusik (Erich Urbanner), Komposition (Alfred Uhl) - Diplom
1972–1975 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Dirigieren (Hans Swarowsky)
1977–1979 Zürich (Schweiz): Meisterkurse Violine (Nathan Milstein) 
1977–1980 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Dirigieren (Karl Österreicher) - Diplom
1977–1981 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: postgraduelles Studium (Roman Haubenstock-Ramati)

Tätigkeiten

1955 Graz: erste Kompositionsversuche
1973 internationale Konzerttätigkeit, Rundfunkaufnahmen selten gespielter Stücke für Geige/Klavier
1974–1976 Autor einer Violinschule mit 30 Duetten
1974–1981 Konzerte als Solist, mit Orchester, Klavierbegleitung, u. a. mit: Wiener Symphoniker, Ensemble xx. jahrhundert, Orchestre de Chambre de Lausanne, Daniel Nazareth, Harald Ossberger, Claus-Christian Schuster, Johannes Marian, Chinho Kim, Igo Koch, Thomas Hlawatsch, Anette Weisbrod, Carolyne Noble Hague, Carolyn Horn
1974–1981 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Dozent (Violine), Assistent (für Franz Samohyl)
1975 Carinthischer Sommer: Solist beim Geburtstagskonzert für Leonard Bernstein
1981–1986 Genf (Schweiz): freischaffender Künstler/Komponist
1982–1984 Niederösterreichisches Fest der Neuen Musik: Mitbegründer, Interpret, Komponist
1982–1986 intensive Auseinandersetzung mit Meisterwerken des 20. Jahrhunderts, Violin-Klavier-Duoliteratur, Entdeckung/Aufnahmen zahlreicher Raritäten (Sonaten von Roussel, Elgar, Saint-Saens, Villa-Lobos, Rodrigo, Ives, Bruno Walter, Hindemith)
1984 internationale Konzertreisen als Solist, u. a. nach: Frankreich, Deutschland, USA
1986 Ensemble xx. jahrhundert: Konzertreise durch Schweden 
1986 USA-Tournee, Leiter von Meisterklassen (University of California Santa Barbara, Philips Exeter Academy Hampshire)
1987–1988 University of California Santa Barbara (USA): Gastprofessor
1988 Konzerte in Frankreich, Recitaltournee nach England/Irland
1990–1994 Wiener Streichersolisten: Geschäftsführer
1991 Ensemble Wiener Collage: Präsentation von Kompositionen Mozarts/ zeitgenössischer österreichischer Komponisten in Japan/USA 
1994–2000 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz/KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Gastprofessor
1995–2008 Streichorchesterprojekt EYCOS - KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Leiter
1995–heute Konzertreihe "Passwort: Klassik" - Wiener Philharmoniker: Mentor
2004–2014 Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker: Dozent
2009 Ensemble Wiener Collage: Zusammenarbeit mit Pierre Boulez, Arnold Schönberg Chor
2010–2011 Playback-Aufnahmen für den 1. Band "Violinschule"
2010–2011 Sìchuān Yīnyuè Xuéyuàn, Sechuan (VR China): Gastdozent
2012 Schönberg-Akademie für Komponisten und Musikwissenschaftler - Arnold Schönberg Center, Wien: Dozent

Mitglied in den Ensembles/Orchestern
1979–1981 Trio des Trois Mondes: Gründer, Violinist
1987–heute Ensemble Wiener Collage: Mitbegründer (mit Eugene Hartzell, Erik Freitag), künstlerischer Leiter, Dirigent, Violinist
1987–1994 Wiener Streichersolisten: Violinist
1988–2017 Orchester der Wiener Staatsoper: Violinist
1991–2017 Wiener Philharmoniker: Violinist
1995–2005 Ensemble Graz-St. Petersburg: Leiter, Dirigent 
1996–20?? Ensemble Wien-Paris: Gründer, Violinist (gemeinsam mit Roger Muraro (pf))
2008–heute Breughel Ensemble Wien: Violinist (gemeinsam mit Dieter Flury (fl), Tamás Varga (vc), Stefan Gottfried (cemb))

Zusammenarbeit u. a. mit: Jaime Wolfson, Erich Eder de Lastra, Karlheinz Schrödl

Aufträge (Auswahl)

1981 Wiener KammerOrchester: Movimientos para Don José Haydn
1987 Musikprotokoll im Steirischen Herbst: Lieder der Liebe und der Sehnsucht, ... Ich bin es, ohne daß es mir gleicht ...
1990 Wiener Streichersolisten: Metamorphosen eines Labyrinths
1993 Bundesministerium für Unterricht und Kunst: Versunkene Träume
1994 Bundesministerium für Unterricht und Kunst: Divertissement Suisse No. 5
1996 Wien Modern: Rinne Ten-Sho
2002 BR – Bayerischer Rundfunk (Deutschland): Hammabbul
2008 EXPO Office Austria: eine Fata Morgana auf den Kopf gestellt
2013 Wiener Philharmoniker: Time Recycling
2020 Tonhalle Düsseldorf (Deutschland): Schwarzer Schnee

Uraufführungen (Auswahl)

als Komponist
1978 René Staar (vl), Claus-Christian Schuster (pf), Weiz: April (UA)
1979 ORF Kammermusikvereinigung, Wien: Sonatine (UA)
1980 Wien: Structures I (UA)
1981 René Staar (vl), Wiener Konzerthaus: Hommage à un temps perdu (UA)
1982 Studierende der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Werner Hackl (dir), Wien: Structures IV (UA)
1982 Motti Miron (cl), René Staar (vl), Harald Ossberger (pf) - Fest der Neuen Musik in NÖ, Wiener Neustadt: Structures II (UA), Structures V (UA)
1983 Wiener KammerOrchester, Chihiro Hayashi (dir), Brucknerhaus Linz: Movimientos para Don José Haydn (UA)
1984 René Staar (vl), Harald Ossberger (pf) - Musikalischer Sommer Wien: Epilogue to "Just an accident?" (UA)
1985 René Staar (vl) - Carinthischer Sommer, Ossiach: Ständchen (UA)
1986 New Orleans Symphony Orchestra, Philippe Entremont (dir), New Orleans (USA): Just an accident? (UA)
1986 René Staar (vl), Carnegie Recital Hall New York (USA): Divertissement Suisse No. 3 (UA)
1986 René Staar (vl) - Halbthurner Schlosskonzerte: Halbthurn Capriccioso per Roberto (UA)
1986 René Staar (vl), Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir), Konserthus Göteborg (Schweden): Fragmente eines Traumspiels: Växande slottet (UA), Sorgemusik för Olof Palme (UA)
1987 Inga Nielsen (s), Carl Zytowski (bbar), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Graz: ... Ich bin es, ohne daß es mir gleicht ... (UA)
1988 Kärntner Meisterkurse für Musik: Prolegómini per due guitarre (UA)
1988 René Staar (pf), University of California Santa Barbara (USA): Sitzchen (UA)
1990 Gustav Mahler Quartett, Jugendstiltheater am Steinhof Wien: Structures III (UA)
1991 René Staar (vl), Wiener Streichersolisten - Festival de Paris, Salle Gaveau Paris (Frankreich): Metamorphosen eines Labyrinths (UA, 1. Fassung)
1991 Chor der Beverly Hills Baptist Church, Nick Strimple (dir), Los Angeles (USA): Kyrie I "Durham Cathedral" (UA)
1991 Wiener KammerOrchester, Philippe Entremont (dir), Wiener Konzerthaus: Movimientos para Don José Haydn (UA, rev. Version)
1992 Sendai (Japan): Metamorphosen eines Labyrinths (UA, 2. Fassung)
1993 Küchl-Quartett, Musikverein Wien: Versunkene Träume (UA)
1994 Wolfgang Wölfer (va), Johannes Kostner (vl), Eisenstadt: Jeux (UA)
1994 Ensemble Wiener Collage: Dieter Flury (fl), Tobias Lea (va), Gabriela Mossyrsch (hf), Puchberg: Divertissement Suisse, Nr. 5 (UA)
1994 René Staar (vl), Rafael Flieder (vc), Harald Ossberger (pf), Odessa (Ukraine): Premier trio pour piano, violon et violoncelle en un mouvement (UA)
1996 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Brucknerhaus Linz: Jam Session "for Fritz" (UA der Linzer Fassung)
1996 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Radio France, Paris (Frankreich): Jam Session "for Fritz" (UA der Pariser Fassung)
1996 Kifu Mitsuhashi (Shakuhachi), René Staar (vl), Toshi Ichiyanagi (dir), Tokio International Music Ensemble - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Rinne Ten-Sho (UA)
1997 Marie Landreth (s), Michael Ingham (bar), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Jubiläumskonzert 10 Jahre Ensemble Wiener Collage, Radiokulturhaus Wien: Heine-Fragmente (UA)
1997 Philipp von Steinaecker (vc), Stefan Neubauer (cl), Jeremy Day (h), Johannes Marian (pf), René Staar (vl) - Jubiläumskonzert "10 Jahre Ensemble Wiener Collage", Radiokulturhaus Wien: Adagio in Gedenken an Nino Lo Bello (UA)
1998 Lissabon (Portugal): august 18th, 1936 ... (death of a gypsy boy) (UA)
1999 Gunda König (spr), Amy Leverenz (voc), Vince Pirillo (spr), Ensemble Wiener Collage - Projekt "Da Capo al Capone" - K & K Experimentalstudio, WUK Wien: Fortunes of War (UA)
1999 Johannes Marian (pf), Arnold Schönberg Center Wien: Gesamtaufführung Bagatellen auf den Namen György Ligeti (ÖEA)
2000 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Zyklus "Kammerensembles der Wiener Philharmoniker" - Kölner Philharmonie (Deutschland): Cat Music (UA)
2001 Stefan Neubauer (cl), Arnold Schönberg Center Wien: Burlesken für Soloklarinette (UA)
2001 Ensemble Kontrapunkte Wien, Peter Keuschnig (dir), Musikverein Wien: Structures VI (UA)
2002 Tibor Kováč (vl), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Peter Hirsch (dir) - Zyklus "Musik der Gegenwart" - SFB – Sender Freies Berlin, SFB-Sendesaal Berlin (Deutschland): La Fontaine de Sang (UA)
2003 René Staar (vl), Wiener Streichersolisten, St. Petersburg (Russische Föderation): Metamorphosen eines Labyrinths (UA, endgültige Fassung)
2003 Münchner Rundfunkorchester, Chor des Bayerischen Rundfunks, Marcello Viotti (dir) - Zyklus "Paradisi Gloria" - BR – Bayerischer Rundfunk, München (Deutschland): Hammabbul (UA)
2005 Wolfgang Schulze (fl), Arnold Schönberg Center Wien: Drei Studien verträumter Augenblicke (UA)
2005 René Staar (vl), Susanne Müller (vc) - Theater Akzent, Wien: Invention I (UA)
2005 Ensemble Wiener Collage, Arnold Schönberg Center Wien: Sechzig Mal (Sigrid Wiesmann) (UA)
2008 Quintett der Wiener Philharmoniker - Galadinner anlässlich des Österreichtags auf der EXPO - EXPO Office Austria, Saragossa (Spanien): eine Fata Morgana auf den Kopf gestellt (UA)
2009 Ensemble Wiener Collage, Pierre Boulez (dir), Arnold Schönberg Center Wien: P. B. forever (UA)
2009 Ian Bousfield (pos), Arnold Schönberg Chor, Ensemble Wiener Collage, Erwin Ortner (dir), René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Kantate auf den Namen Hartmut Krones und lateinische Sprichwörter (UA)
2010 Tamás Varga (vc), Britta Malpricht (pf), Arnold Schönberg Center Wien: Morgengabe (UA)
2011 ensemble clarinettissimo, St. Otmar Wien: Divertissement Suisse No. 1 (UA)
2011 Ian Bousfield (pos), Küchl-Quartett, Musikverein Wien: ... in lichten Fernen ... ein traumhaft Glänzen (UA)
2011 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Gesamtaufführung Structures (UA)
2012 The Philharmonics, Wiener Konzerthaus: Les Deux Diables (UA)
2014 Ines Schüttengruber (org), Jesuitenkirche Wien: Visions "Kosmos" (UA)
2014 Wiener Philharmoniker, Semyon Bychkov (dir), Musikverein Wien: Time Recycling (UA)
2015 Steven Scheschareg (bar), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Konzert "Revolution, Flucht und Exil"- Internationales Musikfest der Wiener Konzerthausgesellschaft, Wiener Konzerthaus: Prolog eines Namenlosen (UA)
2015 Ines Schüttengruber (org), Georg Hamann (vl), Jesuitenkirche Wien: Lullaby (to my unborn children) (UA)
2016 Izumi Tateno (pf), Tokyo Juventus Philharmonic Orchestra, Kenshiro Sakairi (dir), Daichi Semei Hall Tokio (Japan): Fantastic Dances (UA)
2016 Ensemble Wiener Collage, Arnold Schönberg Center Wien: Раз в крещенский вечерок (UA)
2017 Klavierduo Christos Marantos & Harald Ossberger, Mozarthaus Wien: L'homme sans avenir (UA)
2018 Iva Mihanovic (s), Ensemble Wiener Collage, Arnold Schönberg Center Wien: Totenklage (UA)
2019 Stefan Neubauer (cl), Johannes Marian (pf), Alte Schmiede Wien: Fünf Balladen für Klarinette und Klavier (UA)
2020 Gabriela Mossyrsch (hf), Wien: … von dieser Sterneinsamkeit zu jener Sterneinsamkeit … 2. Lesung (UA)
2020 Kaori Nishii (pf), Wien: Monsieur Moderne (UA)
2021 Dieter Flury (fl), Ensemble Wiener Collage, Arnold Schönberg Center Wien: Flöte in Pastell (UA)
2021 Trio Eis - Streaming-Konzert «Für René Staar» (Hommage), Alte Schmiede Wien: Atemlose Beklemmung (UA), Monumentum pro Thomas Alva Edison Nr. 3, Ostinate Figuren (UA), Réminiscences sur le nom de B.A.C.H. (UA)
2022 Stefan Neubauer (cl), Johannes Piirto (pf), Arnold Schönberg Center Wien: Brief Definition – a memorial for Eugene Hartzell (UA)
2024 Düsseldorfer Symphoniker, David Reiland (dir), Tonhalle Düsseldorf (Deutschland): Schwarzer Schnee (UA)

als Interpret
1980 René Staar (vl), Harald Ossberger (pf), Wiener Konzerthaus: Konzertstück für Violine und Klavier (UA, Robert Schollum)
1982 René Staar (va), Wiener Neustadt: Reflections for Violin (UA, Eugene Hartzell)
1982 René Staar (vl), ORF-Sinfonieorchester, Edgar Seipenbusch (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Stefaniensaal Graz: 3. Violinkonzert (UA, Robert Schollum)
1983 René Staar (vl), Thomas Hlawatsch (pf), Roger Salander (cl), Wiener Neustadt: Trio (UA, Eugene Hartzell)
1984 René Staar (vl), Harald Ossberger (pf), New York (USA): Episodes (UA, Eugene Hartzell)
1984 René Staar (vl), Thomas Hlawatsch (pf) - Wiener Musiksommer, Palais Liechtenstein Wien: El retablo de la catedral de Tarragona (UA, Erik Freitag)
1984 René Staar (va), Wiener Neustadt: Fünf chinesische Drachen in hellgelb (UA, Paul Hertel)
1985 René Staar (vl), Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwirk (dir), Wiener Konzerthaus: Konzert für Violine und dreizehn Bläser (UA, Kurt Rapf)
1987 René Staar (vl), Marialena Fernandes (pf), Hospitalkirche Schwäbisch Hall (Deutschland): Swietas Garten (UA, Paul Hertel)
1987 Michael Ingham (bar), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Grazer Congress: Passages in the wind (UA, Erik Freitag)
1994 Alexandra Regenfelder (voc), Gunda König (spr), Mitglieder des Ensembles Wiener Collage, René Staar (dir) - Carinthischer Sommer, Stiftskirche Ossiach: Moritaten (UA, Dieter Kaufmann)
1995 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Nyíregyháza (Ungarn): Spiel für Dreizehn (UA, Horst Ebenhöh)
1995 Slovenská filharmónia, René Staar (dir) - Melos-Ethos International Festival of Contemporary Music, Bratislava (Slowakei): quasi una fantasia (UA, Erich Urbanner)
1995 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Radiokulturhaus Wien: Yotziguanazí (UA, Erik Freitag)
1996 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Mozarteum Salzburg: Bewegungen. Dimensionsverschiebung (UA, Thomas Herwig Schuler)
1996 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - aspekteSALZBURG, Mozarteum Salzburg: Kamaloka (UA, Kurt Anton Hueber), PSIchosen (UA, Ulf-Diether Soyka)
1997 René Staar (vl), Stefan Neubauer (cl), Wien: Duo for Violin and Clarinet (UA, Eugene Hartzell)
2003 Ian Bousfield (pos), Gabriela Mossyrsch (hf), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Salzburger Festspiele, Mozarteum Salzburg: Concerto Doppio (UA, Zdzisław Wysocki
2004 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Sujets (UA, Simeon Pironkoff)
2004 Alfred Melichar (acc), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Konzert für Akkordeon und neun Instrumente (UA, Erich Urbanner)
2008 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: meer, teich, schwefelquelle (UA, Thomas Wally)
2008 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Konzert "Schönberg und der Norden", Arnold Schönberg Center Wien: Strindberg - Licht und Schatten (Neufassung) (UA, Erik Freitag)
2009 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: pieni joulusoitto (UA, Thomas Wally)
2009 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Hommage à Schreker (UA, Martin Kapeller)
2011 Johannes Marian (pf), René Staar (vl), Stefan Neubauer (cl), Ensemble Reconsil Wien, Arnold Schönberg Center Wien: Privacy (in memoriam László Polgár) (ÖEA, Detlev Müller-Siemens)
2014 Ensemble Wiener Collage - Johannes Fleischmann (vl), Rafał Dominik Zalech (va), Roland Schueler (vc), Alfred Melichar (acc), René Staar (dir), Wien: Epitaph für RHR (UA, Kubo Mayako)
2015 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: White Rubber (UA, Alexander Kaiser)
2016 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: ПРЕБОЛЯВА (PREBOLJAVA) (UA, Alexandra Karastoyanova-Hermentin)
2016 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Rondo Capriccioso (UA, Alejandro del Valle-Lattanzio)
2018 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Konzertzyklus "30 Jahre Ensemble Wiener Collage", Arnold Schönberg Center Wien: Les îles des nombres (UA, Thomas Wally)
2019 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Polynj (UA, Alexandra Karastoyanova-Hermentin)
2019 Ensemble Wiener CollageRené Staar (dir) - Konzert "Decollage", Arnold Schönberg Center Wien: Con moto (UA, Gerald Resch)
2019 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Wien Modern, Casino Baumgarten Wien: Dunkle Räume (UA, Alexander Stankovski)
2020 Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Gzuz und die Frauen (UA, Aron Ludwig)
2020 Alois Mühlbacher (ct), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - EWC-Weihnachtskonzert "Jesus und die Frauen", Arnold Schönberg Center Wien: Trilogie "Mein Jesus" (UA, Irina Malakh-Nakimova), Der erste Stein (UA, Johannes Mathias Schmidhammer)
2024 Günter Haumer (bar), Markus Hering (spr), Ensemble Wiener Collage, René Staar (dir) - Arnold Schönberg Center Wien: 2 Vertonungen aus "le petit prince" (UA, Shiqi Geng)

Pressestimmen (Auswahl)

27. April 2017
"Time Recycling", 2014 vom langjährigen Violinisten der Wiener Philharmoniker, René Staar, komponiert, ist ein nervöses, leicht stilisiertes Musikstück, das sich in einer Reihe kontrastierender Episoden entfaltet. Von Beginn an, wenn die Streicher mit großen Dämpfern über den Stegen ein Gewirr von Klängen unter den Bläserakkorden erzeugen, die sich zu kakophonischen und mathematisch komplexen Strukturen überlagern, bleibt völlig offen, welche Richtung das Stück rhythmisch, melodisch, harmonisch oder anderweitig einschlagen wird. Unvorhersehbarkeit prägt den Charakter der Komposition und passt hervorragend zur Identität New Yorks. Man könnte die einzelnen Episoden beispielsweise wie die Stockwerke eines Wolkenkratzers betrachten: ein aleatorischer Windsturm, ein Bernstein-esker Mambo (mit Gesang), ein jazziges, Gershwin-eskes Klarinettenmotiv - hier gefühlvoll vom Klarinettisten Daniel Ottensamer vorgetragen - und ein Trompetensolo im Stil eines Spaghetti-Westerns. Würde ich mich darauf freuen, das Stück noch einmal zu hören? Wahrscheinlich nicht. Aber die Musiker der Wiener Philharmoniker verdienen Anerkennung dafür, dass sie ihre gewohnte Präzision hinter sich gelassen und ein so ungewöhnliches Werk zu ihrer beeindruckenden Liste uraufgeführter Stücke hinzugefügt haben.
bachtrack: Schubert + Staar + (Strauss x 2) = Vienna Philharmonic and Franz Welser-Möst at Carnegie Hall (Jacob Slattery, 2017), eigene Übersetzung (vp) abgerufen am 06.05.2026 [https://bachtrack.com/de_DE/review-welser-most-vienna-philharmonic-carn…]

10. April 2011
"Die Blicke der vier Philharmoniker trafen sich insgesamt gefühlte drei Mal bei Haydn und Dvořák, selbst bei der Uraufführung der neuesten Komposition von Berufskollege René Staar ist die langjährige Zusammenarbeit Trumpf. Kamen nach Haydns reifem, routiniert abgespultem F-DurQuartett Zweifel auf, ob die Stimmen überhaupt mit Dynamikzeichen versehen sind, schämte man sich sogleich für diesen Gedanken: Das, dem Solisten (und Philharmoniker-Kollegen) Ian Bousfield auf den Leib geschriebene Quartett für Posaune "... in lichten Fernen ... ein traumhaft Glänzen" würde mit den Küchls nämlich sogar ohne die obligatorische, philosophisch verbrämte "Betriebsanleitung" im Programmheft wirken. René Staar, inspiriert von Briefen des verliebten Gustav Mahler an Alma, zeichnet mit knappen Akkordklecksen und Tonpunkten den Liebesschmerz: mal weinerlich, dann ärgerlich, auf der Suche nach dem finalen "Dolce: Der Engel steigt herab". Entlang des fünfstimmigen Chorals schert Primus Küchl mit wütenden Pizzicati aus, die wiederum den wendigen Bousfield herausfordern."
Die Presse: Musikverein: Küchl braucht keine Betriebsanleitung (Isabel Biederleitner, 2011), abgerufen am 06.05.2026 [https://www.diepresse.com/649244/musikverein-kuechl-braucht-keine-betri…]

17. November 2008
"Staars Melodram "Just an Accident? A Requiem for Anton Webern and Other Victims of the Absurd" wurde nun, man höre und staune, im dritten "Philharmonischen" der Saison aufgeführt [...]. Staar, Jahrgang 1951, nicht nur Komponist, Lehrer und Leiter des verdienstvollen Ensembles „Wiener Collage“, sondern auch philharmonischer Geiger, verknüpft in seinem Werk durchgehende Webern-Anklänge mit spezifischem Kolorit, das jeweils auf die von einem Sprecher (markant: Dale Duesing) abgehandelten, vermeidbaren Todesfälle von Enrique Granados (Kriegsopfer) bis zum tschechischen Kabarettisten Ji?í ?litr (Gasunfall) verweist; Lully, Ödön von Horvath, Isadora Duncan, John Lennon und etliche andere werden erwähnt. Daraus erwächst ein insgesamt wohl zu umfangreicher Text, der die Musik, den reflektierenden Einschüben des Soprans (Marisol Montalvo) zum Trotz, unverdientermaßen etwas in den Hintergrund der Aufmerksamkeit rückt. Dennoch durften sich Komponist und Interpreten über einen großen Erfolg freuen, zumal das Werk im Rahmen des Jugendprojektes "passwort:klassik" in begleitenden Schulworkshops mit krönendem Konzertbesuch erarbeitet wurde."
Die Presse: Musikverein: Die absurden Todesarten der Künstler (Walter Weidringer, 2011), abgerufen am 06.05.2026 [https://www.diepresse.com/431064/musikverein-die-absurden-todesarten-de…]

Mai 1997
"Die zyklische Uraufführung der Acht Bagatellen auf den Namen 'György Ligeti' op.14 Nr. 3a von Rene Staar stand im Zentrum von Johannes Marians Klavierabend im Arnold-Schönberg-Center am 3.3. Entstanden zwischen 1989 und '96 spiegeln diese nicht zuletzt Staars kompositorische Entwicklung wider und entlarven den Titel als ironisches Understatement: Der ausladenden, hochkomplexen Faktur des Werks sucht die Notation durch Mehrfarbigkeit auf bis zu sechs Notensystemen verdeutlichend beizukommen. Marian bewältigte die enormen Anforderungen bravourös, fächerte die klangliche Bandbreite zwischen lyrisch-zarten Farbwirkungen und härtesten Martellato-Effekten differenziert auf und machte doch auch die vielschichtigen strukturellen Überlappungen hörbar."
ÖMZ – Österreichische Musikzeitschrift, 05/1997: Berichte aus dem Musikleben (Hartmut Krones, 1997), S. 62.

Diskografie (Auswahl)

2024 René Staar: Panic And Irony - Stefan Obmann, Ensemble Wiener Collage, René Staar (Single; Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2024 Simeon Pironkoff: Sujets - Ensemble Wiener Collage, René Staar (EP; Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2022 Mauer-Fragmente (Live) - Ensemble Wiener Collage, René Staar (Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2019 Collage-Décollage - Ensemble Wiener Collage, René Staar (Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2018 Farben und Impulse (Live) – Ensemble Wiener Collage, René Staar (Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2018 Märchen und Klagen (live) -  Ensemble Wiener Collage (Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2017 Erich Urbanner: Konzert für Akkordeon und 9 Instrumente - Alfred Melichar, Ensemble Wiener Collage, René Staar (EP; Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2017 Roberto Gerhard: Nonet for mixed ensemble (live) - Ensemble Wiener Collage, René Staar (Single; Self-Release Ensemble Wiener Collage)
2014 Schönberg / Cerha / Staar / Wysocki / Stankovski - Ensemble Wiener Collage, René Staar (ORF Edition Ö1)
2012 René Staar: Just An Accident? und andere Werke - Wiener Philharmoniker, Ensemble Wiener Collage (ORF Edition Zeitton)
2007 Eugene Hartzell: An American in Vienna - Ensemble Wiener Collage, René Staar (VMS Musical Treasures)
2004 Wladimir Pantchev - Ensemble Wiener Collage, René Staar (Staos)
2002 Zdzisław Wysocki: Zwei Etüden op. 54 (Live) - Ensemble Wiener Collage, Ltg: René Staar (EWC Self-Release)
1997 Dusan Martincek: Kammermusik - Ensemble Wiener Collage, René Staar (Musica Classic)
1997 10 Jahre Ensemble Wiener Collage - Ensemble Wiener Collage, René Staar (ORF Edition Zeitton)
1995 Zdzisław Wysocki - Donna Robin, Ensemble Wiener Collage, René Staar (Gesellschaft zur Förderung österreichischer Musik)
1992 Haydn: Streichquartette Op. 33, Nos. 4–6 / Op. 103 - Weller Quartett (Decca)
1992 Haydn: Streichquartette Op. 33, Nos. 1–3 - Weller Quartett (Decca)
1991 Bruckner / Schmidt: Streichquintett & Klavierquintett - Alfred Staar, René Staar u. a. / Vienna Philharmonia Quintet (London Records)

Literatur

mica-Archiv: René Staar
mica-Archiv: Ensemble Wiener Collage

1994 Goertz, Harald, Österreichischer Musikrat (Hg.): STAAR René. In: Österreichische Komponisten unserer Zeit (= Beiträge der Österreichischen Gesellschaft für Musik. Band 9). Bärenreiter: Kassel u. a., S. 147–148.
1997 Günther, Bernhard (Hg.): STAAR René. In: Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich: Komponisten und Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Wien: Music Information Center Austria, S. 1030–1033.
2007 Rögl, Heinz: Wien Modern – Rückblick Woche 2. In: mica-Musikmagazin.
2009 Rögl, Heinz: Schönberg Center: Spannende neue Werke mit dem Ensemble Wiener Collage. In: mica-Musikmagazin.
2010 Rögl, Heinz: Erstaufführungen von Gerald Resch und Reinhard Fuchs im Schönberg Center. In: mica-Musikmagazin.
2010 Die Orchesterminiaturen – 40 Jahre ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Vorschau auf den Sommer und die Saison 2010/11. In: mica-Musikmagazin.
2010 Rögl, Heinz: Schönberg Center: Werke von Erich Urbanner und einigen von dessen Schülern mit dem Ensemble Lux (Nachbericht). In: mica-Musikmagazin.
2011 Konzert zum 60. Geburtstag von René Staar. In: mica-Musikmagazin.
2011 Weihnachtskonzert des Ensemble Wiener Collage. In: mica-Musikmagazin.
2014 Heindl, Christian: Ensembles für Neue Musik in Österreich. In: mica-Musikmagazin.
2014 Heindl, Christian: "Sonst kommt nix anständiges raus …" – mica-Interview mit RENÉ STAAR zur neuen CD des ENSEMBLE WIENER COLLAGE. In: mica-Musikmagazin.
2018 Woels, Michael Franz: "Ich war immer bestrebt, hochqualifizierte Instrumentalisten für unsere Arbeit zu finden" – RENÉ STAAR (Leiter des ENSEMBLE WIENER COLLAGE) im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2019 Rögl, Heinz: Zukunftsweisendes von gestern und heute. Bilanz und Abschlussbericht Wien Modern 2019. In: mica-Musikmagazin.
2022 Woels, Michael Franz: Crossways in Contemporary Music: Natur II. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: René Staar
Wikipedia: René Staar (englisch)
YouTube: René Staar
Wien Modern: René Staar (2019)
Webseite: Ensemble Wiener Collage