Cech Christoph

Vorname
Christoph
Nachname
Cech
erfasst als
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
AusbildnerIn
Künstlerische/r LeiterIn
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Subgenre
Contemporary
Crossover
Tradition/Moderne
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1960
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Mit freundlicher Genehmigung von CC

Christoph Cech, geb.1960 in Wien, mag's gerne groß. Der Verfasser dreier Opern, einer Messe und diverser Orchesterwerke hat sich aber nicht nur als eigenwilliger, Zuordnungen scheuender dirigierender Komponist einen Namen gemacht, er tritt auch als charismatischer Bigbandleiter, feinfühliger Tastenmensch in kleinen Formationen und mitunter sogar Schlagzeuger auf. Cech's Talent, Musik unmittelbar erlebbar zu machen und einen unverkrampften Zugang zu Improvisation und Rhythmus zu ermöglichen, war mitbeteiligt am Aufschwung des von ihm seit 1999 geleiteten Instituts JIM für Jazz und improvisierte Musik an der Bruckneruniversität Linz und führte vor allem in der letzten Dekade vermehrt zu Aufträgen im Bereich der Fortbildung. Seit 2011 kuratiert er im Auftrag des BMUKK das Projekt "Die große Landkarte", wo es darum geht, Improvisation als Lernkatalysator im Regelschulwesen zu etablieren.

Christoph Cech tritt seit den frühen 80er-Jahren als Mitbegründer und Pianist/Komponist/Dirigent in zahlreichen Ensembles mit internationaler Konzerttätigkeit hervor, darunter im Jazz die Nouvelle Cuisine Bigband, Striped Roses, Trio Mondautos, Jubilo Elf, Giuffre Zone, Trio ZaVoCC, Duo Mütter – Cech, Trio Heginger – Herbert – Cech und im Feld der Neuen Musik das Janus Ensemble und  - ganz aktuell - das Max Brand Ensemble.

Cech's kompositorisches Werk umfasst eine Fülle von Stücken für kleine Besetzungen im Bereich des Jazz und der Kammermusik und eine große Zahl von Bigbandwerken und großen symphonischen Konzeptionen. Zahlreiche Preise markieren das Schaffen Christoph Cech's, aktuell der Würdigungspreis des Landes Niederösterreich in der Sparte Musik.


Ausbildung
1967 - 1983 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Klavier Staeps Hans-Ulrich
1967 - 1983 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Jazztheorie Czadek Heinz
1967 - 1983 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Rhythmik Staeps Hans-Ulrich
1967 - 1983 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Schlagwerk (K. Hammer)
1967 - 1983 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Tonsatz Portisch Reinhold

Tätigkeiten
1994 Musikforum Viktring-Klagenfurt Klagenfurt Mitbegründer und seitdem Jurymitglied des Gustav-Mahler-Kompositionspreises der Stadt Klagenfurt
1996 Mitbegründer und seitdem Leiter/Dirigent des "Janus Ensemble"
1997 - 1999 ÖBV - Grabenfest künstlerische Leitung
1998 - 2005 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrauftrag für Tonsatz
1999 Anton Bruckner Privatuniversität Linz (früher: Brucknerkonservatorium) Linz seitdem Direktor des Instituts für Jazz und Improvisierte Musik (JIM)
2001 - 2003 Österreichischer Kultur-Service Kurator des Projektes "Moment! Musik"
2002 - 2003 ÖBV - Grabenfest künstlerische Leitung
2003 seitdem zahlreiche Projekte mit Lehrlingen und Schülern
2004 künstlerischer Leiter des Zeitklang-Wettbewerb-Niederösterreich
2004 Habilitation zum Universitätsprofessor im Fach Jazzkomposition
2005 Donau Universität Krems Krems seitdem Lehrtätigkeit "Analyse Jazz"
2006 Salzburg seitdem Künstlerischer Leiter des "JIMS Stadtpfeifer" Kompositionswettbewerbes
Mitbegründer, Pianist und Komponist zahlreicher Ensembles aus dem Bereich des experimentellen Jazz: Nouvelle Cuisine Bigband, Jubilo Elf, Striped Roses, Trio Mondautos, Duo Mütter/Cech, Camerata Obscura
zahlreiche Tourneen mit seinen Ensembles, Gastspiele bei vielen Festivals

Aufträge (Auswahl)
Klangforum Wien
Vienna Art Orchestra
Trio di Clarone
ISCM/IGNM/SICM - Internationale Gesellschaft für Neue Musik
ORF - Österreichischer Rundfunk
Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur
Wiener Kammeroper
Internationales Brucknerfest Linz

Aufführungen (Auswahl)
1985 ISCM/IGNM/SICM - Internationale Gesellschaft für Neue Musik Amsterdam Weltmusiktage
1987 Die F. F. Company und Co. Kg. - Jazzmärchen nach Texten von Peter Wagner
1988 Staatstheater Schwerin/DDR Die Befreiung des Modulors - Kammeroper nach "Der Fall des Hauses Usher" von Edgar Allen Poe
1991 Steirischer Herbst Protophantasma - Concerto grosso für Bigband und Orchester
1992 Barock it - Zyklus für Mezzosopran, Posaune, Klavier, Synthesizer, Schlagwerk und DAT-Band
1993 Konzert Nr. 1 - für Klavier und Orchester
1994 Musikverein - Großer Saal Suite - für Kontrabass, Baßklarinette und 15 Spieler
1996 Wiener Kammeroper Aus allen Blüten Bitternis - Oper nach dem Stefan-Zweig-Roman von Alfredo Bauer
1997 B.A.C.H. Kantate
1998 Klangspuren - Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz Platzen - für Baßklarinette und Ensemble
1998 Internationales Brucknerfest Linz Linz Requiem für einen lebenden Toten
1998 RadioKulturhaus Wien Atmosphäre 98 - für Mezzosopran, Blasorchester und Percussion
1998 RadioKulturhaus Wien Ton.Film.Reportage
1999 musik aktuell - Neue Musik in Niederösterreich Das Lied der Lieder - nach Salomo (Teil 1) für Sopran, Chor und Kammerorchester
1999 Musikverein - Großer Saal Tripelkonzert
2000 Hörgänge - Musik in Österreich Wiener Konzerthaus Nachklang - Nachtklang - Konzert für Violoncello und Ensemble
2000 Taste
2002 Linea Nova
2003 Wiener Konzerthaus Wien Mosaik 1
2003 Wiener Konzerthaus Wien Mosaik 2
2004 Internationales Brucknerfest Linz Linz IO
2005 Neue Oper Wien Wien Orfeo
2006 Musikverein Wien - Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Wien   3 Gustostücke
2006 ÖNB - Österreichische Nationalbibliothek Wien Like a Hidden Code - für Violoncello und 2 Bassklarinette
2007 KomponistInnenforum Mittersill Mittersill Extended Janus Phasing Vivaldi
2008 Tiroler Festspiele Erl Innsbruck MISSA
2009 Linz Projektleitung Dancing Engines - Arriving
2010 Minoritenkirche Stein Totentanz Fragmente
zahlreiche Aufführungen bei Jazzfestivals

Auszeichnungen
1988 Stadt Wien Arbeitsstipendium
1992 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Erster Preis beim Kompositionswettbewerb
1994 Leibnitzer Kunstpreis für Bigbandkomposition
1995 Stadt Wien Arbeitsstipendium
1995 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
1997 Austro Mechana - Gesellschaft zur Verwaltung und Auswertung mechanisch musikalischer Urheberrechte GesmbH Publicitypreis
1998 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Hans-Koller-Preis für die beste Jazz-CD des Jahres
2003 ÖKB - Österreichischer Komponistenbund Stadt Ternitz: Erster Preis beim Kompositionswettbewerb
2004 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis
2004 Brucknerhaus Linz artist in residence
2005 Brucknerhaus Linz artist in residence
2006 Brucknerhaus Linz artist in residence
2010 musik aktuell - Neue Musik in Niederösterreich artist in residence
2017 Republik Österreich Kunstpreis in der Sparte Musik

Pressestimmen
"Cechs Suite dagegen bestach sofort durch komplexe Klangkonstruktion, fesselnde Geräuschkaskaden, schillernde Instrumentationskunst, besonders aber durch die Symbiose von geistvoller Strukturierung und glutvoll emotionaler Dichte. Alle Stationen seines Werkes waren mit einer umwerfenden Bildhaftigkeit und empfindungsreicher Gefühlsstärke gemalt."
Vorarlberger Nachrichten

"Im geschmeidigen wie im ruppigen Bereich gleichermaßen gelingt hier mit Nachdruck über die handwerklichen Fähigkeiten hinaus, Klangfiguren und Gedanken zu schaffen, die nicht schon tot sind, kaum daß sie das Instrument verlassen haben, sondern weiterleben in denen, die zuhören."
Neue Zürcher Zeitung

"[...] das virtuos (ohne falsche "Crossover"-Anbiederung) mit Jazz- Elementen und expressiven Gesten jonglierende Klavierkonzert Christoph Cechs."
Die Presse

"Die Puzzle-Teile produziert Cech gerne - deren Zusammensetzung besorge jedoch, wen es dazu drängt. Ist Band- Assistenz dabei, gilt es aber eher der Kunst des Überlagerns. Es können dann Funk und Bebop nicht ruhig tönen - denn: der Klang-Nachbar hat Schräges im Sinn."
Der Standard

"Cechs kompositorische Beiträge bestechen in den wuchtigen, dissonanten Einwürfen der massierten Bläser-Sätze wie auch den kunstvoll verschlungenen, kontrapunktischen Stimmverflechtungen."
Jazzpodium

"Mit Geschick und Gespür evoziert Cechs völlig eigenständiger Stilmelange ekstatische und mystische Stimmungen und barocken Prunk - freilich immer mit ironischem Augenzwinkern."
Salzburger Nachrichten


Links mica-Archiv: Christoph Cech, mica-Artikel: Nouvelle Cuisine präsentieren "Swing" (2010)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 7. 8. 2020): Biografie Christoph Cech. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/77196 (Abrufdatum: 9. 8. 2020).

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