Kühr Gerd

Vorname
Gerd
Nachname
Kühr
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
DirigentIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Akkordeon
Geburtsjahr
1952
Geburtsort
Maria Luggau
Geburtsland
Österreich

Gerd Kühr © Peter Strobl

"Gerd Kühr, geboren 1952 in Österreich, absolvierte sein Kompositionsstudium am Mozarteum Salzburg bei Josef Friedrich Doppelbauer und bei Hans Werner Henze in Köln, sowie ein Dirigierstudium bei Gerhard Wimberger (Mozarteum) und Sergiu Celibidache. 1992 bis 1994 hatte Gerd Kühr eine Gastprofessur für Komposition am Mozarteum und ab 1994 in Graz inne, im Jahr 1995 wurde er ordentlicher Universitätsprofessor für Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz.

Sein internationaler Durchbruch war die Uraufführung der Oper "Stallerhof" (Libretto von Franz Xaver Kroetz) 1988 bei der 1. Münchener Biennale (weitere Inszenierungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz). 1992 präsentierte Wien Modern mehrere Werke von Gerd Kühr – im Rahmen des Programmteils "Vertreter der jungen Generation". Im Jahr 1999 folgte die Oper "Tod und Teufel" (Libretto von Peter Turrini) am Opernhaus Graz. Weitere Höhepunkte seines musikalischen Schaffens waren zwei Porträtkonzerte in der Reihe "Next Generation" bei den Salzburger Festspielen 2000, sein Wirken als "composer in residence" beim Wiener Concert-Verein 2001/2002 (Kammerorchester der Wiener Symphoniker), 2003 eine Personale beim Festival styriarte und 2005 das Gerd Kühr-Projekt (Eröffnungskonzert im Programmteil "musikprotokoll"/steirischer herbst 2005).

Im Jänner 2012 erhielt Gerd Kühr den Österreichischen Kunstpreis für Musik und 2014 den Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis des Landes Steiermark.

Auch mit der Positionierung von Uraufführungen setzt Gerd Kühr  nachhaltige Akzente und kann dabei mit hoher Aufmerksamkeit eines sehr interessierten Publikums rechnen. So war im Mozartjahr 2006 im Wiener Musikverein "Movimenti" für Violine und Orchester zum ersten Mal zu hören. Während der Salzburger Festspiele 2006 fand "Stop the Piano" großen Anklang bei Publikum und Kritik.
Gemeinsam mit dem Librettisten Hans-Ulrich Treichel schuf Gerd Kühr die Oper Paradiese – ein Auftragswerk der Oper Leipzig mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung.  Die Uraufführung fand am 9. Juli 2021 statt.

Gerd Kühr schuf zahlreiche Auftragswerke (für Orchester, Ensemble, Kammermusik, Chor), die u.a. bei Wien Modern, dem Almeida Festival, dem Huddersfield Festival, dem steirischen herbst, bei musica viva, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Bregenzer Festspielen aufgeführt wurden. Künstlerisch hat Gerd Kühr mit sehr vielen Ensembles und Solistinnen und Solisten zusammengearbeitet, u.a. mit Ensemble Modern, ensemble xx.jahrhundert, Klangforum Wien, RSO Frankfurt, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, RSO Wien, Arnold Schoenberg Chor, Chor des Bayerischen Rundfunks, mit Ulf Schirmer, Emilio Pomárico, Bertrand de Billy, Stefan Asbury, HK Gruber, Dennis Russell Davis, Friedrich Cerha, Lothar Zagrosek, Oliver Knussen, Arturo Tamayo sowie Reto Bieri, Paul Meyer, Heinrich Schiff, Stefan Vladar, Florian Kitt, Markus Hinterhäuser und Patricia Kopatchinskaja.

Gerd Kühr – der Dirigent, ist auch in den kommenden Saisonen in dieser Funktion zu erleben. In Österreich, Italien, Deutschland, Russland und Guatemala hat Gerd Kühr wiederholt Konzerte geleitet.

Gerd Kühr sollte im April 2020 in Graz im Rahmen der Styriarte Ligetis Violinkonzert dirigieren. Da aufgrund der Corona Krise diese Veranstaltung nicht stattfinden konnte, hat er die Muße gefunden, ein besonderes Stück für diese spezielle Zeit zu schreiben, "Corona-Meditation". Ein Stück für beliebig viele Klaviere und für Pianistinnen und Pianisten der verschiedensten künstlerischen Niveaus, aufzuführen in jenem Raum, der der Kunst im Moment gerade offen steht, im Internet. Die Aufführung fand am 30. April 2020 statt und ist jetzt über YouTube nachzuhören [...]."
Gerd Kühr: Biografie (2021), abgerufen am 06.12.2021 [https://www.gerd-kuehr.at/biografie/]

Stilbeschreibung

"Komponieren heißt für mich weniger Erfinden als vielmehr Finden. Entdecken von Vorhandenem, Vor-Geschriebenem, Vor-Verfasstem. Die Autonomie des Komponierens scheint mir gebrochen durch das außerhalb von Musik liegende Gewebe von Geschichte(n), Menschen, Welt. Ich suche Präzision, Annäherung in/an Emotion, die Emotion in der Präzision."
Gerd Kühr: Webseite Gerd Kühr (2021), abgerufen am 06.12.2021 [https://www.gerd-kuehr.at/]

"[D]ie Auseinandersetzung mit der Geschichte von Gattungen oder musikalischen Figuren ist eine wesentliche Triebfeder des Schaffens von Kühr. Dabei würde die Schussfolgerung von einer in der Tradition verhafteten Klangsprache in die Irre führen, denn gerade aus der profunden Kenntnis historischen Materials entwickelt Kühr eine sehr individuell gestaltete Verarbeitung [...]. Und in einem seiner jüngsten Werke, der "Música Pura" (2010/11) stellt sich Kühr selbst die Aufgabe, eine Musik zu schaffen, die ihre Expressivität aus sich selbst schöpft – eine zu seinen Opern beinahe gegenteiliger Ansatz. Bei Gerd Kühr darf man erwarten, dass er sich [...] nicht auf eine einmal gefundene Klangsprache beschränken [lässt], sondern dass er sich immer wieder aufs Neue mit der Musik und ihren potenziellen Aufgaben und Gestaltungsformen auseinandersetzt und so zu möglicherweise Unerwartetem findet."
mica-Musikmagazin: Porträt: Gerd Kühr (Doris Weberberger, 2013)

Auszeichnungen

1978 Bundesministerium für Unterricht und Kunst: Würdigungspreis
1979 Amt der Kärntner Landesregierung: Arbeitsstipendium für Musik
1979 Amt der Kärntner Landesregierung: Förderungspreis für Musik
1981 Bundesministerium für Unterricht und Kunst: Förderungsstipendium
1984 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport: Staatsstipendium für Komposition
1985 International Rostrum of ComposersInternational Music Council – IMC: Empfehlung (Lamento e conforto)
1988 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport: Staatsstipendium für Komposition
1990 Bundesministerium für Unterricht und Kunst: Förderungspreis für Musik
1992 Kompositionspreis - Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG: Gewinner (Mundo perdido)
1993 Körber-Stiftung Hamburg (Deutschland): Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkomponisten
1993 Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst: Staatsstipendium für Komposition
1994 im Auftrag des Österreichischen Rundfunks – ORF, 3sat - "Film Kühr – Idea 28' 27" (Regie: Wolfgang Hackl): Entstehungsgeschichte von Kührs 1994 entstandener Komposition Idea 94
1995 Ernst von Siemens Musikstiftung (Deutschland): Förderpreis
1996 Amt der Kärntner Landesregierung: Würdigungspreis
2001–2002 Wiener Concert-Verein: Composer in Residence
2004 Ernst-Krenek-Preis - Stadt Wien: Gewinner
2006 International Rostrum of ComposersInternational Music Council – IMC: Empfehlung (Revue instrumentale et électronique)
2007 KomponistInnenforum Mittersill: Composer in Residence
2011 Festival LOISIARTE, Langenlois: Composer in Residence
2011 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: Österreichischer Kunstpreis
2014 Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis - Amt der Steirischen Landesregierung: Gewinner

Ausbildung

1968–1972 Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt: Klavier, Musiktheorie
1971 Klagenfurt: Matura
1972–1978 Universität Salzburg: Geschichte - Diplom
1974–1978 Universität Mozarteum Salzburg: Dirigieren (Gerhard Wimberger) - Diplom mit Auszeichnung
1976–1978 Universität Mozarteum Salzburg: Komposition (Josef Friedrich Doppelbauer) - Diplom mit Auszeichnung
1978–1981 München (Deutschland): Privatunterricht Dirigieren (Sergiu Celibidache)
1980–1983 Hochschule für Musik und Tanz Köln (Deutschland): Komposition (Hans Werner Henze)

Siena Accademia Musicale (Italien): Komposition (Hans Werner Henze)
Johannes Gutenberg Universität Mainz (Deutschland): Musikalische Phänomenologie (Sergiu Celibidache)
Carinthischer Sommer, Villach: Dirigieren (Hans Swarowsky)
weitere Ausbildung u.a. bei Hilde Langer-Rühl (Klavier, Atem- und Bewegungstechnik)

Tätigkeiten

1979–1984 Köln (Deutschland): Lehrer an diversen Musikschulen (Chor- und Orchesterleitung)
1981–1984 Oper Köln (Deutschland): Musikdozent, Repetitor, Einstudierer
1983–2012 wiederholte künstlerische/kompositorische Zusammenarbeit mit Hans Werner Henze
1984–1986 Oper Graz: Korrepetitor
1984–1986 Jugendmusikfest Deutschlandsberg - Steirischer Herbst: Assistent von Hans Werner Henze
1985–1994 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Lehrauftrag
1987–1989 Jugendmusikfest Deutschlandsberg: künstlerischer Leiter
1987–1991 Komponistenwerkstatt Deutschlandsberg - Steirischer Herbst: künstlerischer Leiter
1988–1990 Institut für Musikwissenschaft - Karl-Franzens-Universität Graz: Dozent (Tonsatz)
1989 Werkstatt-Tage des DDR-Musiktheaters, Berlin (Deutschland): eingeladener Teilnehmer
1990 Internationales Festival für neues Musiktheater - Münchner Biennale (Deutschland): Jurymitglied
1990–1992 AmateurKomponistenWerkstatt - Münchner Biennale (Deutschland): Leiter; gemeinsam mit Sandeep Bhagwati
1992–1994 Universität Mozarteum Salzburg: Gastprofessur (Komposition)
1992–1994 Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) (Deutschland): Gastkünstler (mit Unterbrechungen)
1993 Fanny-Mendelssohn-Wettbewerb für Komposition, Unna (Deutschland): Jurymitglied
1994 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (Deutschland): Teilnehmer (Komponist, Dirigent)
1994–1995 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Gastprofessur (Komposition)
1995–2021 Institut für Komposition - Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: ordentlicher Professor (Komposition, Musiktheorie)
2009 Interpretationswettbewerb - Universität Mozarteum Salzburg: Jurymitglied
2011 ZEITklang – Internationaler Kompositionswettbewerb - Sammlung Esslmusik aktuell - Neue Musik in Niederösterreich: Jurymitglied
2015 Kompositionswettberb "Schallfeld goes electronic" - Schallfeld Ensemble, Kulturzentrum bei den Minoriten: Jurymitglied
2017 impuls Ensemble- und Komponistenakademie: Dozent (Komposition)
2017–heute Internationaler Nikolaus Fheodoroff-Kompositionspreis - Amt der Kärntner Landesregierung: Jurymitglied

ACOM – Austrian Composers Association, Wien: Mitglied

Schüler*innen (Auswahl)
Flora Marlene Geißelbrecht, Andrés Gutiérrez Martínez, Lorenzo Troiani

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1979–1984 WDR Rundfunkchor Köln - Oper Köln (Deutschland): zahlreiche Dirigate
1990 Schaljapin-Opernfestival, Kasan (UdSSR): Gastdirigat (u.a. Rigoletto, Otello)

zahlreiche weitere nationale/internationale Auftritte als Dirigent (Oper und Konzert), u.a. in Österreich, Italien, Frankreich, Deutschland, Russland, Guatemala

künstlerische Zusammenarbeit mit bekannten nationalen/internationalen Ensembles/Orchestern/Chören (u.a. ORF Radio Symphonieorchester Wien, Klangforum Wien, Ensemble xx. jahrhundertArnold Schönberg Chor, Radio Symphonieorchester Frankfurt, Ensemble Modern Frankfurt, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Chor des Bayerischen Rundfunks) sowie mit SolistInnen/KomponistInnen/DirigentInnen (bspw. Ulf Schirmer, Emilio Pomàrico, Friedrich Cerha, Lothar Zagrosek, Oliver Knussen, Arturo Tamayo, Paul Meyer, Heinrich Schiff, Stefan Vladar, Patricia Kopatchinskaja, Florian Kitt, Markus Hinterhäuser)

Aufträge (Auswahl)

1981 auf Einladung - Österreichischer Rundfunk – ORF: Quasi una variazione
1982 Walter-Buchebner-Gesellschaft, Mürzzuschlag: Für Sonus
1983 Österreichischer Rundfunk – ORF: Lamento e conforto
1984 Cantiere Internazionale d'Arte, Montepulciano (Italien): 210 Secondi
1985 Musikschule Deutschlandsberg: Woher kommt er?
1986 Münchner Biennale (Deutschland): Stallerhof
1989 Österreichischer Rundfunk – ORF: Eso es
1989 Stadt Zürich (Schweiz): Palimpsest
1990 Mozartgemeinde Graz: Für Bläserquintett
1990 für die Salzburger FestspieleÖsterreichischer Rundfunk – ORF: Concertare
1991 Ensemble xx. jahrhundert: Vierzehn mal eins
1992 für Wien Modern - Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG: Mundo perdido
1993 Arnold Schönberg Chor: L'infinito del Sogno
1993 Ensemble xx. jahrhundert: Zwei mal sieben
1993 Musikprotokoll im Steirischen HerbstZentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) (Deutschland): Streifton
1994 Österreichischer Rundfunk – ORF3sat: Idea 1994
1994 Jeunesse – Musikalische Jugend Österreich: Streichholz und Schlagblech
1995 Freunde des Nationaltheaters/Bayerische Staatsoper (Deutschland): Sei Omaggi
1995 Österreichischer Rundfunk – ORF: ... à la recherche ...
1995 Wiener Konzerthausgesellschaft: Con Sordino
1997 anlässlich der 100-Jahr-Feier des Opernhauses Graz - Vereinigte Bühnen Graz: Tod und Teufel
1998 Österreichischer Rundfunk – ORF, European Broadcasting Union – EBU: De Loin
1999 Salzburger Festspiele: stop and go and black and white (and sometimes blue)
2000 Jugendmusikfest Deutschlandsberg: Agleia Federweiß
2001 Wiener Concert-Verein: Ricordarsi
2002 bearbeitet für das Ensemble xx. jahrhundert: Bei mir is' all's verdraht
2003 Arnold Schönberg Chor, Styriarte: Three Shakespeare Sonnets
2003 A.DEvantgarde Festival München (Deutschland): Kein Herbstgedicht
2003 Internationales Kinderchorfestival Halle/Saale (Deutschland): When I Grow Up
2004 Steirischer Herbst: Revue instrumentale et électronique
2004 Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H.: MOVIMENTI
2004 Österreichischer Rundfunk – ORF: Linie Punkt Fläche Raum
2006 Salzburger Festspiele: Stop the Piano
2006 Ensemble schnittpunktvokal: O Camerado Close
2006 Steirischer Sängerbund: An die Musik
2007 KomponistInnenforum Mittersill: Mittersiller Miniaturen
2007 BR – Bayerischer Rundfunk (Deutschland): Introductio - Meditatio - Magnificat - Epilogus
2008 Steirischer Sängerbund: Still, Still!
2008 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Ensembles - die reihe: reihenweise
2009 Steirischer Sängerbund: An die Musik nach einem Gedicht von Detlev von Liliencron
2010 mürz Werkstatt - Kunsthaus Mürzzuschlag GmbH: Laute(r) Röhren
2010 für Wien Modern - Sammlung Essl: Música Pura
2010 BR – Bayerischer Rundfunk (Deutschland): Streichquartett a-Moll (op. 132)
2011 Musikverein Wien - Gesellschaft der Musikfreunde in Wien: Jetzt wohin?
2012 BR – Bayerischer Rundfunk (Deutschland): Ordinarium missae
2017 finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung - Oper Leipzig (Deutschland): Paradiese

Aufführungen (Auswahl)

1976 Kirsti Rix-Forsman (s), Gerd Kühr (pf), Salzburg: Viermal Morgenstern (UA)
1979 Günther Lackner (bar), Johannes Kalckreuth (fl), Wolfgang Billeb (ob), Franz Rieger (cl), Horst Knauder (pf) - ÖGZM – Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik, Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt: Vier Lieder nach Gedichten von Miller Williams (UA)
1979 Breda Zakotnnik (pf), Gerd Kühr (pf) - Österreichischer Rundfunk (ORF) – Landesstudio Salzburg, Salzburg: Dreiklangspiel für zwei Klaviere (UA)
1981 Ensemble Hinz und Kunz, Ernst Smole (dir) - Mürztaler Musikwerkstatt im Steirischen Herbst, Mürzzuschlag: Marsch, marsch! (UA)
1981 Iain King (vl), Elizabeth Macintosh (vl), Gillian Ansell (va), Regina Jauslin (vc), Köln (Deutschland): Für Streichquartett (UA)
1981 Hans Kann (pf) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Graz: Quasi una variazione (UA)
1982 Bläserquintett SonusMürztaler Musikwerkstatt im Steirischen Herbst, Krieglach: Für Sonus (UA)
1982 IGNM-Seminarchor, Bruno Strobl (dir) - im Rahmen eines IGNM-Seminars - Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich, St. Leonhard: Vier Gedichte von Rose Ausländer (UA)
1982 Ralf-Peter Patt (ehr), Köln (Deutschland): Móma (UA)
1982 Pro Arte Kammerchor Graz, Karl Ernst Hoffmann (dir) - Mürztaler Musikwerkstatt im Steirischen Herbst, Mürzzuschlag: S Ersti Busserl (UA), Fensterl verboten (UA), Zueignung (UA)
1982 Siegfried Lorenz (bar), ORF Chor, ORF Sinfonietta, Lothar Zagrosek (dir) - Mürztaler Musikwerkstatt im Steirischen Herbst, Kindberg: Unser Maß ist die Wirklichkeit (UA)
1982 Karin Schmeer (hf), Kammerensemble der Musikhochschule Köln, Bernhard Kontarsky (dir), Köln (Deutschland): Nachtstück (UA)
1983 Engelbert Wrobel (cl), V. Drews (pf) - Forum - Neue Musik, Meckenheim (Deutschland): Petite Suite (UA)
1984
Philharmonie Südwestfalen, Gerd Kühr (dir), Hilchenbach (Deutschland): Fünf Aphorismen (UA)
1984 ORF Symphonieorchester, Lothar Zagrosek (dir), Funkhaus Wien: Lamento e conforto (UA)
1985
Concentus Politianus - Maggio Musicale, Florenz (Italien): 210 Secondi (UA)
1985 Monika Kiklin (fl), Streicherensemble der Musikschule Deutschlandsberg -  Jugendmusikfest Deutschlandsberg: Woher kommt er? (UA)
1986 Sarah Leonard (s), Almeida Festival Players, Oliver Knussen (dir) - Almeida Festival, London (Großbritannien): Walt Whitman for President (UA)
1986 Engelbert Hirzberger (ehr), Veronica Kröner (vl), Elisabeth Grabner-Oprießnig (va), Michael Moser (vc) - Österreichischer Rundfunk (ORF) – Landesstudio Steiermark, Graz: Fünf Aphorismen (UA)
1986 Ernst Frießnegg (vl), Karl Kumpusch (vc), Gerd Kühr (pf) -  Jugendmusikfest Deutschlandsberg: Steirisches Ständchen (UA)
1988 Ensemble des Kärntner Landeskonservatoriums, Heinz Jäger (dir) - ÖGZM – Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik, Konzerthaus Klagenfurt: Agaue's Klage (UA)
1988 
Ensemble Modern FrankfurtUlf Schirmer (dir) - Münchner Biennale, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, München (Deutschland): Stallerhof (UA)
1988 Das Musikkorps des Grenzschutzkommandos Süd München, Josef Pollinger (dir) - Münchner Biennale (Deutschland): Szenen aus einem Alpental (UA)
1990 HR Sinfonieorchester, Friedrich Cerha (dir), Frankfurt am Main: Eso es (UA)
1990 Sereno Bläserquintett, Graz: Für Bläserquintett (UA)
1990 Chor des Bayerischen Rundfunks, Gustav Sjökvist (dir) - Musica Viva München, Residenz München - Herkulessaal: Wortlos (UA)
1991 Anna Schaffner (ms), Nicolas Pernet (bar), Chor der Kantonsschule Stadelhofen, Orchester Zürcher Berufsmusiker, Walter Ochsenbein (dir) - Zürcher Mozart-Tage (Schweiz): Palimpsest (UA)
1991 Ensemble für Neue Musik, Roger Epple (dir), München (Deutschland): Si Naturale (UA)
1991 Paul Meyer (cl), ORF Symphonieorchester, Ulf Schirmer (dir) - Salzburger Festspiele, Kleines Festspielhaus Salzburg: Concertare (UA)
1992 Vienna Brass - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Konversatorium über "Fast ein Rondo" (UA)
1992
Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir), Wien: Vierzehn mal eins (UA)
1992 Klangforum Wien, Gerd Kühr (dir) - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Mundo perdido (UA)
1993 Irmela Nolte (fl), Sabine Liebner (pf), München (Deutschland): Sept pour Deux (UA)
1993 Arnold Schönberg Chor, Erwin Ortner (dir) - Wien Modern, Musikverein Wien: L'infinito del Sogno (UA)
1993 Ensemble Kreativ, Bruno Strobl (dir) - im Rahmen des "Dreiländerkonzerts", Klagenfurt: Ohne Antwort (UA)
1993 Ensemble Modern Frankfurt, Heinz Karl Gruber (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Graz: Streifton (UA)
1994 Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir) - Hörgänge – Musik in Österreich, Wiener Konzerthaus: Zwei mal sieben (UA)
1994
Jane Manning (s), Florian Kitt (vc), Harald Ossberger (pf) - Wien Modern, Musikverein Wien: Idea 1994 (UA)
1995 Jürgen Key (cl), Werner Bernklau (sax), Holger Schinköthe (fg), Eva Maria Nagora (vl), Rupert Buchner (vc), Gerd Quellmelz (perc), Siegfried Mauser (pf, dir), München (Deutschland): Sei Omaggi (UA)
1995 Markus Hinterhäuser (pf), ORF Symphonieorchester, Ulf Schirmer (dir), Musikverein Wien: ... à la recherche ... (UA)
1996 Barna Kobori (vl), Marco Mandolini (vl), Natalie Korobtchenko (va), Solveig Nordmeyer (vc) - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Con Sordino (UA)
1997 
Vokalensemble der Musikuniversität Graz, Rupert Huber (dir), Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Scala quasi unisona (UA)
1999 Grazer Philharmonisches Orchester, Ulf Schirmer (dir) - Jubiläum "100 Jahre" Oper Graz - Steirischer Herbst, Opernhaus Graz: Tod und Teufel (UA)
2000 Klangforum WienEmilio Pomàrico (dir) - Salzburger Festspiele: stop and go and black and white (and sometimes blue) (UA)
2001 szene instrumental, Wolfgang Hattinger (dir), Minoritensaal Graz: De Loin (UA)
2001 Martin Zehn (pf), Gerd Kühr (pf), La Leprara/Marino (Italien): Agleia sucht Pollicino - und findet Hans (UA)
2002
Wiener Concert-VereinUlf Schirmer (pf, dir), Gerd Kühr (pf, dir), Brucknerhaus Linz: Ricordarsi (UA)
2002 Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir), Arnold Schönberg Center Wien: Schneider-Tanz (UA), Bei mir is' all's verdraht (UA)
2002 Paul Meyer (cl), Heinrich Schiff (vc), Stefan Vladar (pf) - Carinthischer Sommer, Stiftskirche Ossiach: Trialog (UA)
2003 Thomas Bauer (bar), Moritz Eggert (pf) - A.DEvantgarde Festival München, Bayerische Akademie der Schönen Künste München (Deutschland): Kein Herbstgedicht (UA)
2003 Arnold Schönberg Chor, Erwin Ortner (dir) - Styriarte, Minoritensaal Graz: Three Shakespeare Sonnets (UA)
2004 artresonanz trio, Herbert von Karajan Centrum Wien: Trialog II (UA)
2005 Klangforum WienEmilio Pomàrico (dir) - Eröffnungskonzert, "Gerd Kühr-Projekt" - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Helmut List Halle Graz: Revue instrumentale et électronique (UA)
2006 Patricia Kopatchinskaja (vl), ORF Radio Symphonieorchester Wien, Stefan Asbury (dir) - Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H., Wien Modern, Musikverein Wien: MOVIMENTI (UA)
2006 Siegfried Mauser (pf), Christian Böhm (elec) - Reihe "Neue Musik in Salzburg II" - Salzburger Festspiele: Stop the Piano (UA)
2006 Ensemble schnittpunktvokal - Niedersächsische Musiktage, Hannover (Deutschland): O Camerado Close! (UA)
2007 CantAnima, Miriam Ahrer (dir) - Styria Cantat, Graz: An die Musik (UA)
2007 Heinz Karl Gruber (voc), Annette Bik (vl), Klangforum Wien, Gerd Kühr (dir), Wiener Konzerthaus: Kroküsse (UA)
2007 oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik - KomponistInnenforum Mittersill: Mittersiller Miniaturen (UA)
2008 ORF Radio Symphonieorchester Wien, Billy de Bertrand (dir), Musikverein Wien: Linie Punkt Fläche Raum (UA)
2008 Angelika Luz (s), Adrian Eröd (bar), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (dir) - Konzertreihe "Paradisi Gloria", Herz Jesu Kirche München (Deutschland): Introductio - Meditatio - Magnificat - Epilogus (UA)
2009 Chor der Volksschule St. Peter, Zuzana Ronck (dir) - Styria Cantat, Graz: Still, Still! (UA)
2009 
B. Fehlmann (cl), J. Dähler (vl), A. Fleck (vc), Wien: Come una Pastorale (UA)
2009 Eva Reiter (va) -
Sammlung Essl, Klosterneuburg: The Violl Waye (UA)
2009 die reihe, Friedrich Cerha (dir) - Festkonzert "50 Jahre Ensemble die reihe", Wiener Konzerthaus: reihenweise (UA)
2010 Vocal Forum Graz, Franz Herzog (dir) - Styria Cantat, Graz: An die Musik nach einem Gedicht von Detlev von Liliencron (UA)
2010 Tubaensemble der Musikuniversität Graz, Josef Maierhofer (dir) - Konzert im Rahmen von "brücken 10" - Kunsthaus Mürzzuschlag: Laute(r) Röhren (UA)
2010 ORF Radio Symphonieorchester Wien, Gottfried Rabl (dir) - anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Orchesters, Radiokulturhaus Wien: Klangsplitter (UA)
2011 die reihe, Gerd Kühr (dir) - Wien Modern, Schömerhaus Klosterneuburg: Música Pura (UA)
2012 Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (dir) - BR-KLASSIK-Studiokonzerte, München (Deutschland): Streichquartett a-Moll (op. 132) (UA)
2013 Bärmann Trio, Alte Schmiede Wien: Trialog III (UA)
2013
Ernst Kovacic (vl), Mathilde Hoursiangou (pf) - Konzert "Kaleidoskop II" - Wien Modern: Ernst und heiter, immer weiter (UA)
2013 
Ignaz Kirchner (spr), Wiener Singverein, Wiener Symphoniker, Fabio Luisi (dir) - Konzert anlässlich "200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde in Wien", Musikverein Wien: Jetzt wohin? (UA)
2013 Masako Goda (s), Karin Lovelius (ms), Robert Breault (t), Ralf Lukas (bbar), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (dir) - Konzertreihe "Paradisi Gloria", Herz Jesu Kirche München (Deutschland): Ordinarium missae (UA)
2014 Markus Schirmer (pf), Musikverein für Steiermark: Zwei Intermezzi zu Schuberts "Drei Klavierstücke" D 946 (UA)
2015 
Gerd Kühr (pf), Hofburgkapelle Wien: Praeludium - Acht Interludien - Postludium (UA)
2020 Olga Chepovetsky (pf), Philipp Scheucher (pf), beliebig viele PianistInnen - Konzert via Stream - Styriarte, Palais Attems Graz: Corona Meditation (UA)
2021 Gewandhausorchester Leipzig, Ulf Schirmer (dir) - Oper Leipzig (Deutschland): Paradiese (UA)

Pressestimmen

13. Juli 2021
"Wie war das in Berlin vor der Wende? Der Komponist Gerd Kühr erinnert sich wehmütig in seiner neuen, in Leipzig uraufgeführten Oper "Paradiese" an ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte. [...]. Auch musikalisch blickt "Paradiese" ein wenig melancholisch zurück, vor allem in der Führung der Singstimmen, die mit extremen Sprüngen und Registerwechseln, Glissandi, exaltierten Koloraturen und exzessiven Höhen recht stereotyp und unverbindlich das vokale Arsenal der Nachkriegsavantgarde bedient. Die fabelhafte Sängerbesetzung macht das zu einem Teil wieder wett [...]. Ausdrucksstärker als die Vokalpartien ist der Orchesterpart komponiert, den Ulf Schirmer am Pult des Gewandhausorchesters sorgfältig und sängerfreundlich umsetzt. Bläser und groß besetztes Schlagwerk dominieren, während die Streicher nur eine untergeordnete, oft mikrotonal oszillierende Farbe beisteuern. Die wechselnden Klangmischungen sind sehr genau ausgehört, die Übergänge zwischen den vielen, kleinteiligen instrumentalen Einzelgesten wirken stimmig. Dennoch beschränkt sich die Rolle der Komposition eher darauf, die Szene charakteristisch zu kommentieren oder zu untermalen, als dass sie von sich aus einen dramatischen Bogen entwickeln würde. Eine sympathisch ehrliche Produktion, deren resignativer Duktus jedoch die Frage aufwirft, wie viel Kraft Gerd Kühr und Hans-Ulrich Treichel der Kunstform Oper überhaupt noch zutrauen."
Süddeutsche Zeitung: Hoffentlich gibt es kein Jenseits (Julia Spinola, 2021), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.sueddeutsche.de/kultur/gerd-kuehr-oper-leipzig-paradiese-1…]

17. Jänner 2017
"[...] Zu Beginn interpretierte das Stuttgarter Kammerorchester bravourös Gerd Kührs Meisterstück "Con Sordino", welches die gewohnten Hörgewohnheiten des Publikums auf die Probe stellt. Kührs Vokabular basiert auf Unübersetzbarem und Akkorden, die innermusikalischen Gesetzen gehorchen. Die Komposition verschließt sich stellenweise dem Zuhörer. Vieles bleibt letztlich ein Geheimnis. Das Streichquartett, welches der Komposition zu Grunde liegt, fächerte Gerd Kühr für mehrere Stimmen und Instrumente auf. So wurde das Orchester zum aufregenden Labor für den Komponisten. Das knappe Stück agiert und fasziniert sogleich durch eine zerbrechliche Balance zwischen den einzelnen Stimmen. Das Werk kreist im Wesentlichen um den Zentralton d, wobei der Kontrabass als eine Art Achse des intervallisch-harmonischen Geschehens eingesetzt wird. Zum Schluss setzt in der Reprise eine Stimme nach der anderen ein. Damit wird der Kanon offen gelegt, und die Instrumente entziehen sich nach und nach in kleinsten Schritten, um schließlich ganz zu entschwinden [...]."
Schwarzwälder Bote: Ein Genuss: Nikolaus von Bülow spielt Cello (Angela Baum, 2017), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottenburg-ein-genuss-nikolau…]

02. Dezember 2014
"[...] Am Montag [...] stand der aus Karlsruhe stammende Künstler [Anm. Konstantin Trinks] erstmals am Pult der Grazer Philharmoniker, die er [...] mit klarer Zeichengebung sehr umsichtig durch Gerd Kührs "Linie Punkt Fläche Raum" lotste. Ein 2008 in Wien vom ORF-Radio-Symphonieorchester unter Bertrand de Billy uraufgeführtes Auftragswerk, das in der Umsetzung von Aspekten der bildenden Kunst auf die Musik meisterhaft vorführt, wie eine sehr große Orchesterbesetzung nicht klanglicher Wucht, sondern subtil schattierter Farbenvielfalt dient [...]."
Kleine Zeitung: Stargeiger Julian Rachlin feierte sein 20-Jahre-Jubiläum in Graz (Ernst Naredi-Rainer, 2014), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.kleinezeitung.at/kultur/4610382/MUSIKVEREIN-FUeR-STEIERMARK…]

11. Jänner 2013
"[...] Kühr hat die Möglichkeiten der Stimme facettenreich umgesetzt; Da sind kantable Chorpassagen, Chor-Sprecher-Dialoge, interessante Verzahnungen von Orchester und Vokalmasse. Die Symphoniker sind tendenziell im ruhigen Bereich angesiedelt; sie brechen aber mit markanten Statements in Pizzicato-und Glissando-Bereiche auf und betten den Chor bisweilen in einen aus hoch agierenden Geigen und Kontrabässen bestehenden Raum ein [...]."
Der Standard: Der Weisheit letzter Schluck (Ljubisa Tosic, 2013), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.derstandard.at/story/1356427504072/der-weisheit-letzter-sch…]

10. Jänner 2013
"Der Musikverein gilt nicht gerade als Bastion avancierter Gegenwartskunst. Umso beachtlicher, dass die Institution anlässlich ihres 200-Jahr-Jubiläums acht Musikschaffende mit neuen Werken beauftragte. Einer davon ist Gerd Kühr, dessen Komposition "Jetzt wohin?" für Sprecher, Chor und Orchester am Mittwoch im altehrwürdigen Musentempel zur Uraufführung gelangte. Nur wenige Werke für den Konzertsaal sind in so emphatischer Weise von der Sprache her gedacht, dass beinahe von einem musikalischen Traktat die Rede sein könnte [...] Statt Chor [...] und Sprecher [...] als gegensätzliche Pole gegenüberzustellen, lässt Kühr gesprochene und gesungene Textfragmente in ein vielschichtiges Wechselspiel treten. Ohne anachronistisch zu wirken, steht die Musik in ihrer Unmittelbarkeit doch ganz im Dienst expressiver Textausdeutung [...]."
Wiener Zeitung: Wortreicher Zweifel (Lena Dražic, 2013), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/klassik/514865-Wortreic…]

24. November 2011
"[...] Heute noch hochkonzentrierte "reine" Musik schreiben - auch das geht, wie Gerd Kühr im Schömer-Haus Klosterneuburg mit der Uraufführung seiner Música Pura bewies: Die fünf kurzen Sätze, bei denen der Komponist das Ensemble "die reihe" dirigierte, sind äußerst sparsam, aber dabei keineswegs fragmentarisch, gehen meist von punktuellen Ereignissen aus, finden jedoch immer zu sinnfälligen Zusammenhängen [...]."
Der Standard: Hochexpressive Miniaturen - Cerha, Kühr und Mitterer bei Wien Modern (Daniel Ender, 2011), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20111124/2819946693003…]

16. November 2010
"Warum stimmt das Orchester seine Instrumente erst dann, wenn der Dirigent bereits ans Pult getreten ist? Weil Gerd Kühr das so komponiert hat, weil er aus dem Zentralstimmton "a" sein 2006 für Patricia Kopatchinskaja geschriebenes Violinkonzert "Movimenti" entwickelt. Der nächste Überraschungsgag: Die Solistin bleibt zunächst unsichtbar. Dann löst sich aus dem Tremolo der Streicher ihr Ton und die Widmungsträgerin schreitet von hinten barfuß an ihren angestammten Platz, wo sie sich so heftig auf ihre erste Solopassage stürzt, dass ihr der Bogen aus der Hand fällt [...]."
Kleine Zeitung: Höchst originelle Aufarbeitung der Konzerttradition (Ernst Naredi-Rainer, 2010), abgerufen am 09.12. 2021 [https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/4211445/RECREATION_Hoechst…]

13. November 2006
"[...] Der Kärntner Komponist schuf eine komponierte Reflexion über Klischees des Virtuosentums, über die Rollenverteilung zwischen Solist und Orchester. Dieses fordert bald einmal mit rhythmisch köstlich "verschrägten" ungarischen Rhapsodiekaskaden das große Solo ein, später, mit Dämpfern geknebelt, die innig-romantische Kantilene. Gerd Kühr erweist sich in dieser Auftragskomposition des Wiener Mozartjahres als großer, hintergründiger Humorist [...]."
Salzburger Nachrichten (Heinz Rögl, 2006) 

06. Oktober 2005
"Die oft beschworene Entdeckungsreise, die mit dem Anhören zeitgenössischer Musik verbunden ist, wollte Gerd Kühr für sein neues Ensemblestück stop and go and black and white (and sometimes blue) einmal selbst unternehmen. Hatte er sich während der Oper Tod und Teufel in den letzten Jahren von einem Konzept leiten lassen müssen, das zudem aus einem Libretto abegeleitet worden war, so sehnte er sich nun nach dem Gegenteil: voraussetzungslos am Morgen mit dem Komponieren anzufangen, unabhängig von der Entwicklung des Vorabends, vergleichbar dem Reisenden, der am Bahnhof immer just jene Fahrkarte kauft, die sein Vorgänger in der Schlange am Schalter erworben hat [...]. stop and go and black and white (and sometimes blue) hat in mehrfacher Hinsicht etwas Spielerisches. In leichter und möglichst absichtsloser Manier wirft der Komponist Linien, Punkte und Flächen aufs Papier, mal mit breitem Pinselstrich, mal mit spitzem Bleistift. In Windeseile trippeln die Holzbläser zu Beginn durch einen weiten chromatischen Raum, dabei mit Triller und Flatterzunge zentrale Klangfiguren der Komposition vorwegnehmend. Nach einer Generalpause schießen die verschiedenen Linien in den Holzbläsern zusammen - die Aufteilung in gleich behandelte Instrumentengruppen verweist diese Komposition eindeutig ins Genre der Kammersymphonie [...]. Immer wieder "stop and go", Aufeinanderprallen von Gegensätzen, "black and white", flüchtig, hingeworfen, aber auch entschieden, etwa wenn klangliche Extreme aufeinanderprallen sollen: Da gibt es Passagen, in denen tiefste auf höchste Register folgen, und solche, wo beide gleichzeitig erklingen. Der Chromatik zu Beginn steht eine längere Zentralton-Passage um cis mit Streichern und Stab-Instrumenten im dritten Viertel des Werkes gegenüber. Im letzten Viertel schließlich verdichten sich die rhythmisch minuziös gestalteten Episoden der ersten Teile zu ausufernden Klangflächen [...]. Man kann stop and go and black and white (and sometimes blue) als Collage wahrnehmen. Tatsächlich ist der Schnitt das Formprinzip des Stückes, nicht die Entwicklung. Doch die unterirdischen Zusammenhänge sind fest gefügt. Auch wer die Wiederkehr melodischer Einheiten, ja ganzer Taktgruppen bei unveränderter Tonhöhe, aber in neuem Klanggewand nicht bemerkt, könnte spüren, dass die Vielfalt auf sicherem und überschaubarem Fundament gebaut ist. Die Überraschung, dass hier wirklich hinter jeder Ecke etwas Neues lauert, wird dies nicht schwächen."
steirischer herbst - Retrospektive: stop and go and black and white (and sometimes blue) (Christoph Becher, 2005), abgerufen am 09.10.2021 [https://archiv.steirischerherbst.at/de/projects/3152/stop-and-go-and-bl…]

April 2002
"[...] Waren die Werke für den Konzertsaal der frühen neunziger Jahre geprägt von einer strengen Ökonomie des Ausgangsmaterials, einem Sich-Entwickeln der Musik aus kleinsten melodischen Zellen (in allerdings klanglich immer verblüffend ideenreicher und farbiger Ausgestaltung), so rückt in Kührs Instrumentalmusik heute freiere formale Phantasie stärker in den Vordergrund. Auch ist in dieser - nach den langwierigen, viel Zeit und Energie beanspruchenden Opernprojekten - ein Hang zu kurzen Satzbildungen zu beobachten. Und die vorher voneinander getrennten Sphären des Musiktheaters und der Musik für den Konzertbereich nähern sich in Gerd Kührs Denken immer mehr aneinander an [...]."
Magazin der Gesellschaft der Musikfreunde: Wer eine Hand frei hat, dirigiert (Heinz Rögl, 2002), abgerufen am 09.12.2021 [https://www.musikverein.at/Content/Mediathek/MusikfreundeMagazin/April2…]

20. September 1999
""Tod und Teufel", eine Turrini-Vertonung von Gerd Kühr, wurde im Grazer Opernhaus uraufgeführt. Ein interessantes Stück Musiktheater, mit dem sich die Grazer Oper zum 100. Geburtstag beschenkt hat. [...] Gesang, Sprechgesang, und auch Gesprochenes, untermalt, belebt kommentiert durch die Klänge des Orchesters, geben den einfach gezimmerten Sätzen reichere Konturen, ein mehr an Dimension. Kaum etwas scheint hier absichtslos vertont, alles besitzt Hintersinn, auch wenn dies sich nicht gleich beim ersten Hören offenbart."
Die Presse: Musik-Segen für einen Teufelstext (Stefan Musil, 1999) 

01. Dezember 1998
"[...] Wie kann man einen Text wie "Stallerhof" vertonen? Die Schweigsamkeit der Figuren war für den Henze-Schüler Gerd Kühr das größte Problem, als er 1986 mit der Arbeit an der Oper begann. Der Text mußte verlängert werden, ohne die Menschen zu verfälschen [...]. Kührs Musik geht über den brutalen Realismus des Stücks hinaus und beschönigt doch nichts. Melodien bilden sich nur selten heraus, und wenn das Bühnengeschehen musikalisch illustriert wird, bleiben die Klänge spröde und diskret [...]."
taz. die tageszeitung: Und sie sind kein einziges Wort (Miriam Hoffmeyer, 1998), abgerufen am 09.12.2021 [https://taz.de/Und-sie-singt-kein-einziges-Wort/!1313518/]

Diskografie (Auswahl)

2014 Gerd Kühr: Revue instrumentale et électronique - Klangforum Wien, Emilio Pomàrico (dir) (LP; God Records)
2007 Gerd Kühr: Revue Instrumentale Et Électronique - Klangforum Wien, Emilio Pomárico ‎(dir) (Kairos)
1994 Gerd Kühr: Österreichische Musik der Gegenwart - Klangforum Wien, Ensemble xx. jahrhundert, Gerd Kühr (dir), ORF Radio Symphonieorchester, Ulf Schirmer (dir) (Classic Amadeo)

Tonträger mit seinen Werken
2012 My RSO II: Greatest Hits for Contemporary Orchestra - ORF Radio Symphonieorchester (ORF) // CD 17, Track 8: Lamento e conforto
2010 Paradisi Gloria 21 - Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (dir) (BR Klassik) // Track 2-5: Introductio - Meditatio - Magnificat - Epilogus
2010 100 Masterpieces: ORF Vienna Radio Symphony Orchestra Miniatures - ORF Radio Symphonieorchester (Capriccio) // CD 1, Track 48: Klangsplitter
2009 die andere saite Vol. 1 (ORF Edition Zeitton) // CD 2, Track 6: Con Sordino
2008 KoFoMi #12 (ein_klang records) // Mittersiller Miniaturen
2008 Violin Concertos (col legno) - Patricia Kopatchinskaja (vl), ORF Radio Symphonieorchester // Track 1: Movimenti Für Violine Und Orchester
2007
Seel//Honda: Flöte und Klavier (Audiotransit) // CD 1, Track 3: Sept pour deux
2006 Wien: gegen den Strich - Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir) (Gramola) // Track 8: Schneider Tanz
2006 Unerhört: Neue Musik aus Kärnten (ORF) // Track 1: Trialog
2002 exxj - Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir) (Gramola) // Track 2: Vierzehn mal eins
2000 Neue Musik aus Österreich III - ORF Radio Symphonieorchester, Wolfgang Bozic (dir) (ORF) // CD 2, Track 4: Eso Es
1997 Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Friedrich Cerha (dir) (ORF Edition Zeitton) // CD 5, Track 3: Eso Es
1994 Fanfare for a New Theatre (Extraplatte)
1993 Klangschnitte 1: Momente Neuer Musik (Grazer Etikett) // Track 3: Für Streichquartett

Literatur

mica-Archiv: Gerd Kühr

1988 Spangemacher, Friedrich: "Lamento e conforto". Stationen des künstlerischen Werdeganges von Gerd Kühr. In: Henze, Hans Werner (Hrsg.): Neues Musiktheater - Almanach zur 1. Münchener Biennale. München: Carl Hanser Verlag.
1991 Ullrich, Almut: Die »Literaturoper« von 1970-1990. Texte und Tendenzen. Wilhelmshaven: Florian Noetzel Verlag.
2001 Kager, Reinhard: Sprung in die Gegenwart. In: Landesmann, Hans / Rohde, Gerhard: Salzburger Festspiele 1992–2001, Konzert. Wien: Zsolnay Verlag.
2005 Revers, Peter: De loin – Zur Mittelalterrezeption im zeitgenössischen österreichischen Musikschaffen. In: Kuret, Primož (Hrsg.): The 19th Slovenian Music Days 2004. Continuity and the Avant-Garde – Between the Tradition and New Challenges. Ljubljana: Ljubljana Festival, S. 101–113.
2006 Hirsbrunner, Theo: Eine Anti-Oper als Volksstück? "Stallerhof" von Gerd Kühr. In: Dissonanz/Dissonance Nr. 96. Nyon, S. 23–26.
2006 mica: Alles zu Wien Modern 2006. In: mica-Musikmagazin.
2006 Rögl, Heinz: Wien Modern - Das Tagebuch 4. In: mica-Musikmagazin.
2006 mica: Neue Musik in Salzburg II (Uraufführungen). In: mica-Musikmagazin.
2007 Rögl, Heinz: Gerd Kühr, Heinz Karl Gruber und das Klangforum Wien attackierten Lothar Knessl im Konzerthaus mit einer Uraufführung. In: mica-Musikmagazin.
2007 Ender, Daniel: Gerd Kühr. In: Ender, Daniel: Der Wert des Schöpferischen. Der Erste Bank Kompositionsauftrag 1989–2007. Achtzehn Porträtskizzen und ein Essay. Wien, S. 209–221.
2007 Rögl, Heinz: 12. Komponistenforum Mittersill: Die Composers in Residence. In: mica-Musikmagazin.
2007 mica: KOFOMI ist auf vollen Touren. In: mica-Musikmagazin.
2007 mica: 12. Komponistenforum Mittersill: einklang_review in Wien. In: mica-Musikmagazin.
2008 Rögl, Heinz: Festival Aspekte 2008 in Salzburg (5.- 8.3). In: mica-Musikmagazin.
2009 mica: Musik im Diskurs. In: mica-Musikmagazin.
2009 Rögl, Heinz: Konzerthaus: "50 Jahre Ensemble die reihe" unter der Leitung Friedrich Cerhas. In: mica-Musikmagazin.
2010 mica: Ein Jahr PPCM und Abschluss der abo@MUMUTH-Saison – Studierende der Kunstuni spielen mit dem Klangforum Wien. In: mica-Musikmagazin.
2011 Rögl, Heinz: Gerd Kühr dirigierte "die reihe": Britische Bearbeitungen historischer Werke, Cerhas "Quellen" und eine eigene Uraufführung ("Musica pura"). In: mica-Musikmagazin.
2011 mica: WIEN MODERN 2011. In: mica-Musikmagazin.
2011 mica: LOISIARTE 2011 Musik & Literatur im LOISIUM (24. – 27. März 2011). In: mica-Musikmagazin.
2011 mica: BM Schmied: PreisträgerInnen des Österreichischen Kunstpreises stehen fest. In: mica-Musikmagazin.
2012 mica: Bundespräsident Fischer und Kulturministerin Schmied verliehen gestern 6 KünstlerInnen den Österr. Kunstpreis 2011. In: mica-Musikmagazin.
2012 mica: Aspekte 2012 – Inspiration Webern. In: mica-Musikmagazin.
2013 mica: Konzerte im Arnold Schönberg Center. In: mica-Musikmagazin.
2013 Heindl, Christian: Literarisch inspiriertes Solistenkonzert – Instrumentalmusik / Orchesterwerke der mittleren und älteren Komponistengenerationen 2000–2012. In: mica-Musikmagazin.
2013 Weberberger, Doris: Porträt: Gerd Kühr. In: mica-Musikmagazin.
2016 mica: Neues Festival Bridges im Konzerthaus. In: mica-Musikmagazin.
2017 mica: Tagung Neues Hören für Erwachsene. In: mica-Musikmagazin.
2020 mica: Styriarte: Ein Klavierkonzert der Tausend – "Corona-Meditation" von Gerd Kühr. In: mica-Musikmagazin.
2022 Woels, Michael Franz: „DAS DIRIGIEREN HALTE ICH FÜR EIN WUNDERBAR LEBENDIGES EREIGNIS.“ – GERD KÜHR IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.

Publikationen des Künstlers (Auswahl)
1986 Kühr, Gerd: Die Bakchen an Rhein und Ruhr. Probleme eines interdisziplinären Musikhochschulprojekts. In: Henze, Hans Werner (Hrsg.): Lehrgänge. Erziehung in Musik. Neue Aspekte der musikalischen Ästhetik III. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch, S. 210–249.
1988 Kühr, Gerd: Die Vertonung des "Stallerhofs". Überlegungen zu meiner Oper. Aufgezeichnet von Michael Kerstan. In: Henze, Hans Werner (Hrsg.): Neues Musiktheater - Almanach zur 1. Münchener Biennale. München: Carl Hanser Verlag, S. 65–72.
1995 Kühr, Gerd: »Im Zurückweichen vor zunehmendem Wahnsinn …« Zur Stoffwahl im zeitgenössischen Musiktheater am Beispiel der »Münchener Biennale«. In: Kolleritsch, Otto (Hrsg): Vom Neuwerden des Alten. Über den Botschaftscharakter des musikalischen Theaters. Reihe: Studien zur Wertungsforschung, Band 29. Wien: Universal Edition, S. 188–200.
1995 Kühr, Gerd / Bozic, Renate: Augensinn versus Ohrensinn. In: Höllerer, W. / Miller N., Sartorius, J. (Hrsg.): Sprache im technischen Zeitalter. Berlin: Aufbau-Verlag, S. 377–384.
1995 Kühr, Gerd: Berührungspunkte. In: Ulm, Renate (Hrsg.): Eine Sprache der Gegenwart - musica viva 1945–1995. München/Mainz: Musik-Piper Schott, S. 311–314.
2001 Kühr, Gerd: Musiktheater heute – Überlegungen zu einem Inventar des Möglichen. In: Kolleritsch, Otto (Hrsg): Das Musiktheater – Exempel der Kunst. Reihe: Studien zur Wertungsforschung, Band 38. Wien: Universal Edition, S. 35–49.
2003 Kühr, Gerd: Musikraum – Bühnenraum. Skizzen zu konzeptionellen Möglichkeiten musikalischer Raumgestaltung aus der Sicht eines Komponisten. In: Krones, Hartmut (Hrsg.): Bühne, Film, Raum und Zeit in der Musik des 20. Jahrhunderts. Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis. Reihe: Symposien zu WIEN MODERN, Band 3. Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag, S. 35–52.
2006 Kühr, Gerd: Musiktheater im neuen Jahrtausend. In: Jochum, Manfred / Schmid-Reiter, Isolde (Hrsg.): Teure Kunstform Oper? Musiktheater im neuen Jahrtausend. Strategien und Konzepte. Reihe: Kultur und Wirtschaft, Band 4. Innsbruck: StudienVerlag, S. 131–134.
2010 Kühr, Gerd: Junge Oper. In: Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper (Hrsg.): Die Oper der Zukunft. 50 Jahre Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper. Hamburg, S. 122–130.
2011 Kühr, Gerd: Zeit, ein musikalischer Parameter. Das Streichquartett Con Sordino. In: Goltschnigg, Dietmar (Hrsg.): Phänomen Zeit. Dimensionen und Strukturen in Kultur und Wissenschaft. Tübinge. S. 343–347.
2013 Kühr, Gerd: Das ist ja richtige Musik. Eva Kastner-Puschl / Irene Suchy im Gespräch mit Gerd Kühr. In: Faulend-Klauser, Barbara (Hrsg.): Henzes Utopie. Jugend. Musik. Fest. Die Jugendmusikfeste Deutschlandsberg 1984‒2003. Wien/Ohlsdorf: Edition Ausblick, S. 151–161.
2013 Kühr, Gerd: Revue instrumentale et électronique – Zu Entstehung und Konzeption einer Raumkomposition für Instrumentalensemble und Zuspielungen. In: Ernst, Petra / Strohmaier, Alexandra (Hrsg.): Raum: Konzepte in den Künsten, Kultur- und Naturwissenschaften. Reihe: Raum, Stadt, Architektur. Interdisziplinäre Zugänge, Band 1. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.
2015 Kühr, Gerd: Giacinto Scelsi und der Klang des Anderen. In: Reissig, Elfriede (Hrsg.): Dialoghi. Annäherungen an Giacinto Scelsi. Hofheim: wolke verlag, S. 65–81.

Quellen/Links

Webseite: Gerd Kühr
ACOM – Austrian Composers Association: Gerd Kühr
Wikipedia: Gerd Kühr

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 22. 7. 2022): Biografie Gerd Kühr. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/58408 (Abrufdatum: 1. 10. 2022).

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